Das Antikriegs-Bündnis blockiert seit dem Morgen eine Kaserne. Jetzt soll die Versammlung von der Polizei aufgelöst werden.
Militärring gesperrt„Rheinmetall entwaffnen“ blockiert Kaserne in Köln – Polizei erteilt Platzverweise

Demonstranten vom Antikriegs-Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ blockieren die Lüttich-Kaserne in Köln.
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Etwa 100 Demonstranten des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ blockieren seit Donnerstagmorgen (3. September) die Zufahrt zur Kölner Lüttich-Kaserne. Die Polizei sperrte nach eigenen Angaben benachbarte Straßenabschnitte ab – darunter den Militärring.
Die Demonstranten stünden mit Transparenten vor dem Tor, aber der Betrieb innerhalb der Kaserne sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Polizeisprecher. Die Aktion werde als Versammlung gewertet. Jedoch habe sich bislang kein Versammlungsleiter gemeldet, was aber rechtlich notwendig sei.
Kölner Polizei sperrt Militärring an Kaserne ab
Deshalb werde die Blockade jetzt aufgelöst – auch, weil die Aktivisten ihre Vermummung trotz Aufforderung nicht abgelegt hätten. Das sei den Demonstranten gegen 10.40 Uhr mitgeteilt worden. Wer jetzt nicht freiwillig ginge, von dem würden die Personalien festgestellt. Dann erhalte die Person einen Platzverweis.
Gesperrt ist der Militärring seit etwa 9 Uhr zwischen der Mercator- und Neusser Landstraße. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten den Bereich, wenn möglich, großräumig meiden.
Protest gegen Kriege, Aufrüstung und die Rolle der Bundeswehr
Camille Dietrich, Sprecherin von „Rheinmetall entwaffnen“, sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung. Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe. Dagegen richte sich der Protest.
Der Hauptsitz des Bundesamts für Personalmanagement der Bundeswehr befindet sich in der Lüttich-Kaserne. „Rheinmetall entwaffnen“ veranstaltet in Köln noch bis Sonntag ein Protestcamp mit mehreren hundert Teilnehmern. Teil des Programms sind auch mehrere Demonstrationen. (dpa/jv/red)
