Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag in Berlin haben weiter tausende Haushalte und Betriebe in der Hauptstadt keinen Strom. Die Stadt Köln reagiert und informiert die Bürgerinnen und Bürger über Maßnahmen für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalls.
Stadt informiertWas wäre, wenn in Köln der Strom ausfällt

Ein Aushang in einem Geschäft im Südwesten Berlins.
Copyright: Elisa Schu/dpa
Blackout oder lokaler Stromausfall?
Die Verwaltung weist in einer Mitteilung auf den Unterschied zwischen einem lokalen Stromausfall und einem weitreichenden Blackout hin. Lokale Einschränkungen könnten meist innerhalb weniger Stunden behoben werden, anders als eine massive überregionale Störung der Infrastruktur (Blackout). Sollten wie in Berlin massive Störungen nicht kurzfristig behoben werden können, „werden in den betroffenen Stadtgebieten sogenannte Katastrophen-Leuchttürme aktiviert“, so die Stadt. Das sind Anlaufstellen für Betroffene, an denen Trinkwasser und Lebensmittel ausgegeben oder Hilfe in Form von medizinischen Versorgungen geleistet wird. Beleuchtete Ballons in der Luft markieren jeweils den Standort. Interessierte können sich die Standorte auf einer interaktiven Karte ansehen, die mit dem Stichwort Leuchttürme auf der Webseite der Stadt zu finden ist.
Zu welchen Vorbereitungen rät die Stadt?
Die Verwaltung empfiehlt das Anlegen einer Checkliste für: das Vorhalten von Lebensmittel- und Trinkwasservorräten für bis zu zehn Tage, Bargeld, Medikamente, Erste-Hilfe-Kasten, Kerzen, Feuerzeug und Feuerlöscher, eine Taschenlampe, ein Radio sowie Ladeakkus und Batterien. Auch Powerbanks sind wichtig für die empfohlene Installation von Warn-Apps wie „KatWarn“ oder „NINA“ auf den eigenen Geräten. Alle wichtigen Informationen hat die Stadt auf einem Flyer für den Fall eines anhaltenden Ausfalls von Strom oder Notruf zusammengetragen, der digital abrufbar ist.
Gibt es weitere Standorte für den Notfall?
Schulen sind laut Stadt „als Wärmeinseln und zur Unterbringung und Versorgung der Bevölkerung“ vorgeplant. Dies gehöre zum Landeskonzept „Betreuungsplatz für 500 Betroffene“, das die Verwaltung bereits mehrfach bei großen Evakuierungen nach Bombenfunden angewendet hat. Diese Standorte werden vom Katastrophenschutz betrieben.
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Werden Notstromaggregate eingesetzt?
Eine sogenannte „Treibstoffversorgung für Netzersatzanlagen“ sollen nicht betroffene Stadtteile sicherstellen. Diese Anlagen sind in der Regel Notstromaggregate mit Dieselmotoren oder modernen Brennstoffzellen. Sie lagern beim Energieversorger und der Gefahrenabwehr wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk und kommen dort zum Einsatz, wo sie benötigt werden. An Stellen der sogenannten kritischen Infrastruktur wie unter anderem die Räume der Krisenstäbe, Feuer- und Rettungswachen sowie Bahnhöfe oder Krankenhäuser sind Netzersatzanlagen sowie Evakuierungskonzepte in der Regel vorhanden.
Was macht die Stadt im Notfall und wie informiert sie?
Im Notfall wird die Führung auf einer operativen Ebene durch die Einsatzleitung der Feuerwehr und einer administrativen Ebene durch den Krisenstab der Stadt Köln übernommen. Informationen erhalten Betroffenen über die städtische Website sowie die Auftritte der Stadt Köln in den sozialen Medien, gleiches gilt für die Feuerwehr und die Polizei Köln. Zudem informiert Radio Köln (UKW 107,1 MHz).
Wo sind weitere Informationen verfügbar?
Die Verwaltung verweist zudem auf die Handlungsempfehlungen des Bundesamtes für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz (BBK). Auf seiner Webseite bietet das BBK einen Ratgeber mit dem Titel Vorsorgen für Krisen und Katastrophen an.

