Abo

Streit in FamilieSchüsse auf Wohnhaus in Köln – SEK im Einsatz

2 min

Spezialkräfte durchsuchten am Freitagmorgen in Finkenberg eine Wohnung nach Beweismitteln.

Köln – Die Fotos sollten Angst machen. Mehrfach posteten Mitglieder einer Großfamilie Schusswaffen in sozialen Netzwerken, bedrohten im Netz Kontrahenten massiv und sollen auch nicht vor dem Einsatz von Schusswaffen zurückgeschreckt sein. Bevor der Streit in der Familie aus Ex-Jugoslawien noch weiter eskalierte, kam am Freitagmorgen ein Spezialeinsatzkommandos zum Einsatz. Durchsucht wurden Wohnungen, beispielsweise in Finkenberg und Hürth. Vier Beschuldigten im Alter von 26 bis 43 Jahren wird versuchte Körperverletzung, Bedrohung und Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen.

Am 20. November erreichte die Familienfehde ihren Höhepunkt. Drei der Beschuldigten sollen mehrere Schüsse auf ein Haus an der Frankfurter Straße in Höhenberg abgefeuert haben.

Schreckschusspistolen und Handys sichergestellt

Die Tat sollte als Denkzettel dienen und den Beteiligten klar machen, dass ihre Kontrahenten vor nichts zurückschrecken. Um was es genau bei dem ausufernden Streit geht, teilte die Polizei nicht mit. Verletzte wurde bei den Schüssen auf die Fensterfront niemand.

Das könnte Sie auch interessieren:

Bei den Durchsuchungen stellten die Fahnder Handys und mehrere Schreckschusspistolen sicher. Vorstellig wurden die Fahnder an der Theodor-Heuss-Straße und an der Eiler Straße in Porz. In Hürth gab es Durchsuchungen an der Wilhelm-Rieländer-Straße. Festgenommen wurde bei der Razzia niemand.

Die Beweismittel, die unter anderem auch in einem Auto gefunden wurden, werden nun untersucht. Möglicherweise würden sie zu den Bilder in den sozialen Netzwerken passen, teilte ein Polizeisprecher mit.