Eine zentrale Ampelanlage auf der Cäcilienstraße in der Kölner Innenstadt ist ausgefallen.

Eilmeldung

Verkehr in Köln: Zentrale Ampelanlage in der Innenstadt ausgefallen

Abo

Rundschau PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Suchtproblem in NRW Die Zahl der Drogentoten steigt immens

KR Cannabispflanze

Die steigende Zahl der Drogentoten entfacht die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis.

Düsseldorf – Immer mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen sterben an ihrer Drogensucht. Das Risiko werde aber auch für alle anderen Drogenkonsumenten größer, warnt das Landeskriminalamt (LKA) im Gespräch mit unserer Redaktion.

Die Zahl der Drogentoten in NRW entwickelt sich sehr besorgniserregend: Sie stieg von rund 200 im Jahr 2017 auf den Rekordwert von zuletzt fast 700. Ein Faktor, der zu den gestiegenen Zahlen beigetragen haben könnte, ist laut der Landesregierung „die eingeschränkte Verfügbarkeit niedrigschwelliger Suchthilfeangebote während der Corona-Pandemie.“ So sei die Zahl der Konsumvorgänge in den Drogenkonsumräumen in NRW von etwa 298 000 Vorgängen im Jahr 2019 auf 212 000 im Jahr 2021 zurückgegangen.

Problem beginnt bei der Prävention

„Für uns in der Politik muss der Höchstwert ein Alarmsignal sein, gesellschaftlich gegenzusteuern“, sagte Serdar Yüksel (SPD), der den Petitionsausschuss des Landtags leitet. Es gebe nicht erst seit der Pandemie ein Problem mit Vorbeugung, Aufklärung und Betreuung. Seit vielen Jahren seien die Landesmittel für Hilfsangebote nicht mehr erhöht worden.

In der Statistik zu den Drogentoten verbirgt sich ein weiteres Problem. „Die Wirkstoffgehalte der Drogen wurden generell erhöht, und damit werden die Substanzen gefährlicher“, sagte LKA-Dezernatsleiter Colin Nierenz im Interview mit dieser Redaktion.

Ruf nach Cannabis-Legalisierung sei fatal

Wie die Landesregierung mitteilt, sind nicht nur die Langzeitkonsumenten stark gefährdet. „Steigende Zahlen sind auch beim unmittelbar tödlichen Drogenmissbrauch festzustellen“, erklären das Gesundheits- und das Innenministerium. 43 Menschen starben 2021 unmittelbar an Vergiftungen durch Opiate. Im Jahr davor waren es 13.

Das könnte Sie auch interessieren:

In einer Zeit, in der Drogen immer verfügbarer und in ihrer Zusammensetzung immer gefährlicher seien, sei der Ruf nach einer Legalisierung des Cannabiskonsums fatal, so das LKA. Die Ampel-Koalition im Bund bereitet einen legalen Markt für Cannabis vor.