„Alles, worüber er redet, ist Rache“Rushdie befürchtet, zweite Amtszeit von Trump könnte schlimmer werden

Lesezeit 2 Minuten
Der britische Autor Salman Rushdie kommt auf der Frankfurter Buchmesse zu einer Pressekonferenz.

Der britische Autor Salman Rushdie befürchtet, dass eine zweite Amtszeit von Donald Trump schlimmer werden könnte als die Erste.

Der Schriftsteller ist aber optimistisch, dass Trump die Wahl nicht gewinnen wird. Äußert dennoch seine Befürchtungen.

Der Schriftsteller Salman Rushdie (76) hat die Befürchtung geäußert, eine zweite Amtszeit von Donald Trump als US-Präsident könne schlimmer ausfallen als die erste. Bei einer Gesprächsrunde in London, zu der er online zugeschaltet war, wurde er gefragt, welche Auswirkungen eine Wiederwahl Trumps seiner Einschätzung nach haben würde. Rushdie fragte dann etwas amüsiert, wie viel Zeit sie hätten.

„Ich glaube, die Auswirkungen wären sehr groß und sehr negativ“, sagte Rushdie am Sonntag. Er sei aber optimistisch und glaube, dass Trump nicht gewinnen werde. Das habe er allerdings auch geglaubt, als Trump gegen Hillary Clinton angetreten sei. Damals habe er falschgelegen, man solle ihm da also nicht vertrauen.

Salman Rushdie über Donald Trump: „Alles, worüber er redet, ist Rache“

„Ich glaube, er wäre beim zweiten Mal schlimmer, weil er dann entfesselt und rachsüchtig wäre“, sagte Rushdie. „Alles, worüber er redet, ist Rache.“ Das sei ein schlechtes politisches Programm und nicht das, was man von der Person im Weißen Haus erwarte.

In New York hätten die Leute schon lange, bevor Trump kandidiert habe, über ihn Bescheid gewusst. „Jeder wusste, dass er ein Idiot und Lügner war“, sagte Rushdie. Amerika habe es leider auf die harte Tour lernen müssen. „Ich hoffe nur, dass sie nicht wieder darauf hereinfallen.“ Rushdie rief junge Menschen dazu auf, bei den US-Präsidentschaftswahlen im November abzustimmen. Sie sollten nicht den Fehler machen, nicht zur Wahl zu gehen. „Weil Sie es sonst die nächsten vier Jahre bereuen werden.“

Rushdie stellte bei dem Gespräch im Londoner Southbank Centre sein neues Buch „Knife“ vor, in dem er sich mit einem auf ihn verübten Angriff und dessen Folgen auseinandersetzt. Ein Mann hatte den Autor 2022 bei einer Veranstaltung in den USA lebensgefährlich verletzt. (dpa)

Rundschau abonnieren