Nicht alle ausgestellten Bilder zeigen Eifeliges, doch alle 33 Künstler, die derzeit ihre Werke in der Hellenthaler Grenzlandhalle zeigen, weisen durch ihren Wohnort - eben die Eifel - einen Bezug zum hiesigen Landstrich auf.
HELLENTHAL. 350 Gemälde aller Couleur sind seit Freitagabend und noch bis zum kommenden Sonntag, 15. Oktober, zu sehen. Zum fünften Mal in Folge initiierte der Förderverein Maler der Eifel seine Große Ausstellung. Zum zweiten Mal findet diese Bilderverkaufsschau in der Hellenthaler Grenzlandhalle statt.
Landrat Günter Rosenke übernahm in diesem Jahr die Schirmherrschaft über die bunte Veranstaltung, vertreten wurde er bei der Vernissage durch seinen Stellvertreter Josef Carl Rhiem. Den Malern der Eifel ist es in den vergangenen fünf Jahren hervorragend gelungen, die Eifel auch als Region der Kunstschaffenden bekannt zu machen, erklärte Rhiem. Weiter gab er seinem Wunsch Ausdruck, dass der neue Standort der Maler der Eifel, nämlich die Alte Schule in Gemünd, bald bezugsfertig ist. Rhiem: Ich hoffe, dass wir nun auch mit der Stadt Schleiden bei der Beseitigung der noch bestehenden baulichen Mängel am Objekt vorwärts kommen, damit dieses gute Angebot im Mosaik der Möglichkeiten um den Nationalpark endlich seinen festen Platz einnimmt.
Rudolf Klug, Vorsitzender des Fördervereins Maler der Eifel, dankte allen Teilnehmern und Gästen für ihre Mithilfe und ihr Interesse und vor allem dankte er Hellenthals Bürgermeister Manfred Ernst für seine Gastfreundschaft. Die Grenzlandhalle sei eine der wichtigsten Begegnungsstätten in der Nordeifel - gewissermaßen der Gürzenich an der Westgrenze im Euregio-Dreieck. Klug wandelte das Schillerwort Ernst ist das Leben, heiter die Kunst mit Blick auf Manfred Ernst einfach um: Mit Ernst wird alle Kunst heiter. Musikalisch wurde die Ausstellung durch die Sängerin und Gitarristin Steffi Schneider bereichert.
Blätterte der Gast den umfangreichen Ausstellungskatalog 2006 durch, in dem die Vita jedes ausstellenden Künstlers kurz angerissen und eines seiner Werke dargestellt wird, fiel eine Formulierung bei vielen Malern ins Auge: Seit frühester Jugend beschäftigt sie sich mit der Malerei... oder Schon als kleines Mädchen habe ich gerne Figuren gezeichnet... oder auch Stift und Papier waren ständige Begleiter, im Alter von 13 Jahren kam die Ölfarbe hinzu....
Phantombilder
gezeichnet
Einige der ausstellenden Künstler verdienen mit der Malerei seit vielen Jahren ihr Brot, so etwa Heinz Schmeddeshagen, dessen gemalte Figuren durch unglaubliche Charakterstärke auffallen. Vielleicht kein Wunder: Der in Kronenburg lebende Maler, ein ausgebildeter Grafiker und Künstler, zeichnete jahrelang Phantombilder für die Kriminalpolizei im Raum Nordrhein-Westfalen, zudem für das Landes- und das Bundeskriminalamt. Er zeichnete für sämtliche Fernsehsender und machte sich später als Schnellzeichner auf Messen und bei Veranstaltungen großer Firmen einen Namen. Unnachahmlich sein Werk Schweinschen (Öl auf Leinwand).
Mit Magischen Bildern überrascht Uta Nicolaus, den Blick für den ganz feinen Strich beweisen mit ihren Malereien Manfred Hilgers, Dieter Mauß und Willi Herr. Unter anderem mit Air-Brush-Technik geht Stephan Schick in diesem Jahr an den malerischen Start, Collagen weisen Irene Johnen und Prof. Dr. Michael Grade vor.
Dieter Fiebelkorn liebt meditative Malweisen, mit Eifeler Erde malt Monika Dresen. In die Eifel verschlug es vor einigen Jahren den Iren Alan Chaney, der die ihn umgebende Landschaft mit eigenwilligem Farbverständnis festhält. Karin Klesy-Wenzler lässt ihrer Kreativität in Batikarbeiten freien Lauf. Farbenfroh bevorzugt es nach wie vor Gerhard H. Lenz.
Weiterhin stellen in Hellenthal aus: Josef Agnes, Gerlinde Bawendi, Margret Gillessen, Gretelore Herr, Brunhilde Johnen, Hilde Krauß, Dietmar Kubitza, Eva Lieberwirth, Hannelore Nowak, Osmana Nowak, Andrea Orth, Franz-Josef Pelzer, Monika Schneider, Gertrud Schnödewind, Elvo Sortire-Steinmann, Waltraud Stuhrmann, Paul Weiermann, Klara Weiß, Rudolf Weiß und Maria Zalfen-Lenz.
Die Ausstellung in der Hellenthaler Grenzlandhalle ist noch bis zum kommenden Sonntag, 15. Oktober, Montag bis Freitag von 13 Uhr bis 18 Uhr, sowie am Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 18 Uhr zu sehen.