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Schlangen im heimischen Kompost

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Anfragen zu merkwürdigen Eiern in Komposthaufen erhielt die Biologische Station im Kreis Düren mehrfach in den vergangenen Tagen. Bei den etwa taubeneigroßen, lederartig weichen, oft in größeren Klumpen zusammen liegenden Eiern handelt es sich um Gelege der Ringelnatter.

EIFELLAND. Manch einer erschreckt sich, wenn er bei einer Inspektion des Gartens auf eine Schlange trifft. Vielleicht reagiert er mit Schaudern oder fragt sich, ob der „Gast“ vielleicht gefährlich für im Garten spielende Kinder oder den Hund ist. Doch keine Sorge: Die in vielen Regionen verschwundenen Schlangenart ist völlig harmlos. Im Kreis Düren kommen nur zwei Schlangenarten vor: neben der kleinen Schling- oder Glattnatter die bis gut meterlange Ringelnatter.

Beide Schlangen sind harmlos, auch wenn die Schlingnatter durch ihre braune Farbe und die Würfelflecken an die in der Eifel nicht vorkommende Kreuzotter erinnert. Auch ist das laute Zischen erschreckter Ringelnattern kaum mehr als „heiße Luft“ und dient der Abschreckung.

Wer Ringelnattern im Garten hat, darf das durchaus als Auszeichnung begreifen, denn Ringelnattern sind wählerisch: Sie mögen Gewässer wie Gartenteiche mit Fröschen, Kröten oder Molchen. Verstecke, wie unverputzte Steinmauern, Reisighaufen oder Holzstapel sind ebenfalls nach dem Geschmack der Schlangen, besonders dann, wenn sie sonnig und warm gelegen sind. Ein Komposthaufen, in dem die Weibchen ihre Eier legen können, rundet ideale Bedingungen ab.

Durch den warmen Juli haben wahrscheinlich mehr Ringelnattern als in den Vorjahren ihre Eier gelegt, so die Experten der Biologischen Station. Bald dürften so aus dem Kompost die kaum regenwurmgroßen Schlangen mit dem charakteristischen gelben Mondflecken im Nacken hervorkommen.