GEMÜND. Keine zwei Tage nachdem der Förderverein Maler der Eifel die zweite Auflage seiner Großausstellung im Gemünder Kursaal eröffnet hatte, konnte Fördervereins-Geschäftsführer Dieter Schröder von einem durchschlagenden Erfolg sprechen.
Bis gestern Nachmittag hatten mehr als 1000 Kunstfreunde die Ausstellung besucht; insgesamt wurden bereits 38 Werke im Gesamtwert von 13 248 Euro verkauft. Zum Vergleich: Die erste Großausstellung im vergangenen Jahr lockten in 14 Tagen 3500 Besucher an; insgesamt wechselten 106 Exponate den Besitzer.
Bereits im Vorfeld der diesjährigen Ausstellung habe der Förderverein einigen Ausstellern absagen müssen, da sie sich zu spät angemeldet hätten oder keine Ausstellungsmöglichkeiten mehr vorhanden waren, berichtete Schröder.
Bis zum 2. November sind 498 Bilder von 47 Künstlern zu sehen. Neben Ölgemälden und Pastellen dominieren vor allem Aquarelle. Abgerundet wird die Ausstellung von Radierungen und Zeichnungen. Bei den Motiven stehen natürlich Eifellandschaften im Vordergrund, aber auch Tiergemälde und Sehenswürdigkeiten wurden auf Leinwand gebannt.
Anders dagegen die Werke von Rosemarie Sauer, die Tonskulpturen ausgestellt. Ich kann mich nicht festlegen so die Kallerin, die sowohl abstrakte Figuren, als auch lustige Formen, wie mit bunten Glasuren bemalte Frösche, zeigt.
Kunst zum Anfassen präsentierte gestern der in Wershofen lebende Künstler Alan Chaney, der inmitten der Zuschauer eine Eifellandschaft mit Pastellfarben malte. Der gebürtige Ire schätzt diese Technik wegen ihrer Spontanität. Man müsse nicht auf das Trocknen der Farben warten, was gerade bei der Arbeit in der Natur von Vorteil sei.
Zu den Größen unter den Eifelmalern zählt Klemens Siebeneichler, im vergangenen Jahr im Alter von 81 Jahren verstarb. Seine Witwe Margit Siebeneichler stellte in diesem Jahr acht Exponate ihres Ehemanns zur Verfügung.
Eröffnet wurde die Ausstellung am Freitagabend. Dieter Schröder gestand in seiner Ansprache, dass man bei der Gründung des Fördervereins vor drei Jahren weniger die aktiven Künstler im Auge gehabt habe, sondern vielmehr die Altmeister in den Vordergrund rücken wollte. Inzwischen unterstütze man die rund 80 künstlerisch tätigen Mitglieder des 436 Kunstfreunde starken Fördervereins, etwa durch die aktuelle Ausstellung, die jedem Künstler die Möglichkeit biete, seine Werke vor großem Publikum zu präsentieren.
Im Anschluss sprach Norbert Stockheim, Direktor der Eifel-Festspiele auf Burg Nideggen, bevor sich die Möglichkeit bot, einen ersten Blick auf die Exponate zu werfen.
Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 2. November werktags von 13 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.