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Wer kennt Maler Kurt Matern?

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BROICH. Die Geschichte ist nicht neu: Da tauchen unerwartet Bilder von durchaus beachtenswerten Künstlern auf, deren Wert bis dato nie erkannt wurde. So erging es auch Kurt Wolter aus Olef. Er erhielt von seinen beiden Kindern zu Weihnachten 2003 zwei durchaus ansehnliche Ölgemälde, die das Schloss Schleiden sowie die Wildenburg zeigen.

Sie stammen aus dem Nachlass von Bekannten seiner Kinder und haben offensichtlich nie oder nur selten dazu gedient, wozu sie eigentlich bestimmt sind: das Auge und die Fantasie des Menschen zu erfreuen bzw. zu beleben. So ließ zumindest ihr Zustand vermuten.

Zudem war Wolter der Name des Malers unbekannt. A. oder K. Matern entzifferte er als Signatur in der rechten unteren Bildecke, dazu das Jahr 53 (1953).

Für Wolter war guter Rat nicht teuer. Er wandte sich an Dieter Schröder, umtriebiger Geschäftsführer des Fördervereins Maler der Eifel und Kunstliebhaber. Während Schröder mit den Recherchen begann, ließ Wolter die beiden Ölgemälde, je 50 mal 60 cm groß, restaurieren. In „Dressler's Künstlerlexikon“, einem Namensverzeichnis von Künstlern, fand Schröder schließlich den vermuteten Maler Matern, der dort als Reg.- und Diözesanbaumeister, Paderborn, vermerkt war.

Daneben stellte der Maler Jürgen Hempel aus Sistig weitere Nachforschungen im Internet an. Er fand heraus, dass Kurt Matern von 1884 bis 1968 lebte und als K. Matern mit Datum signierte.

Danach wandte sich Schröder an das Paderborner Museum sowie an Professor Stiegemann, Nachfolger und Berufskollege des verstorbenen Malers bei der Paderborner Diözese. Letzterer wies Schröder auf das Paderborner Künstlerlexikon hin, das den Künstler und sein Werk beschreibt.

Danach ging alles sehr schnell. Ein Vergleich der Signaturen im Künstlerlexikon sowie auf den beiden Bildern ließ die Identität nahe erscheinen. Letzte Bedenken vertrieben Fotos aus der Sammlung des Journalisten F. A. Heinen von Schleiden um das Jahr 1950. Das dortige Bild vom Schloss Schleiden ist identisch mit dem realitätsnah gezeichneten Bild von Kurt Matern.

Dieser Erfolg weckte sowohl bei Schröder als auch bei Wolter Begehrlichkeiten. Schröder nahm Kontakt zum Paderborner Museum und zum Sohn des verstorbenen Malers auf. Beide sagten weitere Informationen zum Maler zu und sind bereit, Bilder für eine Ausstellung im hiesigen Bereich zur Verfügung zu stellen.

Die Matern-Bilder wurden 1953 gemalt. Ungeklärt bleibt allerdings, ob sie vor Ort entstanden sind oder nach Skizzen und Zeichnungen später erstellt wurden. Die Qualität der beiden Ölbilder, die sehr realistisch gehalten sind, setzt Schröder durchaus mit Werken von Paul Cremer oder auch Albert Larres gleich.

Der Vorstand des Fördervereins trägt sich nun mit der Absicht, im Jahr 2009, also zum 125. Geburtstag von Kurt Matern, eine Ausstellung mit seinen Bildern zu organisieren. Was dazu fehlt, sind weitere Bilder des Malers und Informationen über ihn. Deshalb bittet der Förderverein alle Rundschau-Leser, sich an Dieter Schröder, Tel.: (0 24 45) 36 39, oder den Vorsitzenden Fritz Dzubiel, Tel.: (0 24 86) 80 03, zu wenden, wenn Informationen über Matern bekannt sind oder gar Bilder existieren. Man schließt beim Förderverein nämlich nicht aus, dass auch Matern Malerreisen durch die Eifel vorgenommen hat oder sich zeitweise hier aufhielt.