Im Ortsteil Waldorf hat Andreas Forschbach als Pächter den Familienbetrieb „Gemüsehof Steiger“ übernommen.
Ostern kann kommenLandwirt Andreas Forschbach aus Bornheim hat 1100 Hühner eingestallt

Für Landwirt Andreas Forschbach gehört auch das Eiertitschen zum Osterfest.
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Es ist ein zufriedenes Gackern, das von der großen sattgrünen Wiese rüber zum Bauernhof an der Dahlienstraße in Bornheim-Waldorf schwappt. „Mich stimmt alleine schon der Anblick dieser munteren Hühnerschar froh“, sagt Landwirt Andreas Forschbach.
Zum 1. Januar 2026 hat er als Pächter den Familienbetrieb „Gemüsehof Steiger“ übernommen – inklusive der mobilen Hühnerställe. Direkt im Januar und natürlich bereits mit Blick auf das Osterfest hat er auch 1100 Hühner eingestallt. „Die Hühner waren damals 19 Wochen alt“, erklärt er. In der Regel beginnen die Tiere ab der 21. Woche mit dem Eierlegen. Voller Vorfreude sei er deswegen auch ab der 21. Woche jeden Tag zum Stall gelaufen.
Tiere legen ab der 21. Woche Eier
„Am ersten Tag habe ich ein Ei im Nest gefunden, am zweiten waren es schon zwei und am dritten vier Eier“, berichtet er. Täglich habe sich dann bis zum Ende der Woche die Zahl der Eier verdoppelt. „Jetzt sind sie im besten Legealter“, merkt der Landwirt an. An einem besonders guten Tag haben ihm die Hühner zuletzt sogar 1000 Eier gelegt. „Im Durchschnitt sind es allerdings eher 800 bis 900 Eier, die unsere Hühner täglich legen“, erklärt er.

Braune Hühner - braune Eier: Auf dem Familienbetrieb „Gemüsehof Steiger“ werden seit Januar die Eier gesammelt und verkauft.
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Von einem Engpass in der Eierversorgung wie in den Supermärkten kann deswegen aus seiner Sicht in seinem Hofladen nicht die Rede sein. „Wir werden auch am Ostersamstag noch Eier für Spontankäufe haben“, versichert er. Allerdings empfiehlt er doch lieber rechtzeitig einzukaufen. Und wer am Samstag bis 14 Uhr nicht da war, der müsse seine Ostereier anderswo kaufen. „Einen Eier-Automaten haben wir hier nämlich noch keinen stehen“, sagt er. Mittelfristig wolle er sich aber auch mit einer solchen Investition auseinandersetzen.
Gefärbte Eier kauft er aktuell auch noch bei einem Kollegen in Erftstadt zu. Das Sortiment aus eigener Produktion ist ausschließlich braun. „Braune Hühner – braune Eier“, erklärt er. Auf viele Kunden wirke die Farbe ohnehin wärmer und weicher. „Etliche Kunden fragen sogar explizit nach unseren braunen Eiern“, sagt er. Die Nachfrage sei auf dem Gemüsehof generell hoch.

Gefüttert wird mit der Traktor-Schaufel - gut eine Tonne Futter passen ins Depot.
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Doch vor Ostern habe sie sich im Vergleich zum Jahresdurchschnitt verdoppelt. „Natürlich sind es nicht die Hühner, die jetzt einfach mal mehr Eier zu legen habe um der Nachfrage gerecht zu werden“, erklärt Forschbach. Wie bei allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen müsste auch der Mehrbedarf der Eier zum Osterfest nur rechtzeitig und schon bei der Einstallung bedacht werden.
„Platz haben die Hühner hier reichlich“, sagt er. Die Gesamtfläche ist etwa 1,3 Hektar groß. Die mobilen Ställe versetzt er alle zwei bis drei Monate. Alle vier bis sechs Wochen wechselt er hingegen die Hühnerauslauffläche mal links oder rechts der mobilen Ställe. Dabei sieht Forschbach die Freilandhaltung als Fluch und Segen gleichermaßen. Natürlich gefällt auch ihm der Anblick der Federviecher, wie sie sorglos und oft sogar übermütig über die Wiese rennen und im Gras picken und scharren.

Die Eier laufen vom Nest automatisch über das Fließband, wo sie eingesammelt werden können.
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„Die Freilandhühner sind auch sehr viel Widerstandsfähiger gegen Krankheiten“, merkt er an. Allerdings sei die Gefahr auch gegeben, dass die Tiere vom Habicht geholt werden. Auch Milben könnten durch die Tauben ins Gehege eingeschleppt werden und durch Wildvögel im schlimmsten Fall sogar die Vogelgrippe.
Doch daran möchte Forschbach gar nicht denken, wenn er mit der Schaufel seines Traktors den Futterspeicher füllt - Getreidekörner gemischt mit Vitaminen und Mineralien. Um die Mehrkosten aufzufangen, hat er die Preise schon vor ein paar Wochen um 3 Cent pro Ei angehoben – auf 4,50 Euro im Zehnerpack.
Die Federviecher haben den Landwirt augenscheinlich schon richtig ins Herz geschlossen. Von überall aus dem Gehege kommen sie sogar angelaufen, wenn er nach ihnen schaut. Freiwillig gehen die Hühner spätestens zum Sonnenuntergang in ihren Stall, der sich dann auch automatisch verschließt. Und erst nach dem Eierlegen am Morgen – nicht vor zehn Uhr – öffnen sich die Türen zur Wiese wieder. „Anderenfalls hätte ich wirklich hier jeden Tag Ostern und dürfte die Eier überall im Gras und im Stall zusammensuchen“, lacht er.

