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Nach der Rodung in PechSeibachbrücke wird abgerissen und größer neugebaut

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Die Seibachbrücke nach der Rodung im Januar 2026

Die Seibachbrücke nach der Rodung im Januar 2026

Die Ausschreibung für Abriss und Neubau der Seibachprücke in Pech läuft. Noch dieses Jahr soll sie ersetzt werden, alle Bäume sind gerodet.

Die kahlen Baumscheiben im Brückendamm sind die letzten Reste der Bäume, die bis ins neue Jahr hinein an der Seibachbrücke in Pech standen. Nun ist alles an oberirdischem Gehölz beseitigt und das Gelände für den Abriss und den Neubau der Brücke über die Landstraße durch Pech, die L 158, vorbereitet. Die Ausschreibung ist im Gange, um das richtige Unternehmen dafür zu finden. Die Brücke soll breiter und höher werden. So steigt die Gesamtbreite im Fahrbahnbereich auf der Brücke von neun auf 9,50 Meter. Die lichte Höhe steigt von 4,41 Meter auf 4,70 Meter, wodurch die Beschränkung der Durchfahrthöhe auf der L158 entfällt. Die lichte Weite unter der Brücke (L158) steigt von 15,50 auf 19,50 Meter.

Die Seibachbrücke ist in Geschwindigkeit und Tonnage seit Jahren beschränkt.

Die Seibachbrücke ist in Geschwindigkeit und Tonnage seit Jahren beschränkt.

Die Brücke ist seit 2018 nicht mehr in der geplanten Weise zu befahren. Damals, im Zusammenhang mit dem Brückenneubau am Grünen Weg,  war die vermeintlich „neue“ Brücke doch schon so schwach, dass sie nicht weiter im Begegnungsverkehr befahren werden durfte. Auch eine Gewichtsbegrenzung wurde damals vom Landesbetrieb Straßen.NRW durchgesetzt. So dürfen seit fast acht Jahren schon keine Fahrzeuge mehr über die Brücke fahren, die mehr als 16 Tonnen wiegen. 

Zudem waren auf der Brücke Elemente und Markierungen angebracht worden, die einen Begegnungsverkehr unmöglich machen sollten. Schilder gewährten den aus dem alten Ortskern von der Pecher Hauptstraße kommenden Fahrzeugen Vorrang.

Was erst als Schutz vor überschweren Fahrzeugen verstanden wurde, entpuppte sich zunehmend als Einstunfung mit der Bezeichnung „marode“. 2024 unternehm die CDU einen Vorstoß, den Brückenneubau in der Prioritätenliste des Landes weiter nach oben rücken zu lassen. Christoph Fiévet, als Vorsitzender der Wachtberger CDU-Fraktion, berichtete damals als Mitglied in der Unterkommission der Verkehrskommission Ville Eifel: „In Euskirchen hat man klare und vor allem zeitnahe Pläne für den Umbau. Die Brücke soll etwas breiter und höher werden.“ Euskirchen ist der Sitz der beim Landesbetrieb zuständigen Stelle. Gedauert hat es aber dann doch nochmal ein zusätzliches Jahr. Die örtlichen CDU Politiker, etwa Bernd Düsterdiek und Jürgen Kleikamp, drängten damals auf eine Beschleunigte Umsetzung, da die Baustelle ansonsten den erwünschten Schnellbus nach Godesberg ausbremsen würde. Auch Flüsterasphalt steht auf ihrer Wunschliste.

Die Ausschreibung für den „Ersatzneubau“ war noch vor Weihnachten veröffentlicht worden. Die Angebotsfrist endet diesen Donnerstag. „Die Arbeiten umfassen den kompletten Rückbau der alten und den Neubau der neuen Überführung“, heißt es in der nationalen Ausschreibung. Fast 2500 Kubikmeter Erde sollen für die Baugrube bewegt werden, und neue Bohrpfähle die künftige Brücke tragen.

Spannend wird dann später allerdings erst die tatsächliche Bauzeit. Zweimal soll die Landstraße dann für eine Woche gesperrt werden – einmal zum Abriss im Frühjahr, einmal im Herbst, wenn die neue Brücke eingehoben wird. Die tatsächliche Bauzeit wird sich nach danach richten, wann das Bauunternehmen, das die Ausschreibung gewinnt, kann, sagte Straßen.NRW Sprecher Torsten Garber aus Euskirchen. Er kalkuliert aber mit einem Beginn im April und einer Bauzeit von acht Monaten.