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Überraschung bei ExpertiseFrau aus Bad Münstereifel verschätzt sich völlig bei „Bares für Rares“

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Hella Hippenstiel (v.l.) mit Moderator Horst Lichter und Wendela Horz.

Hella Hippenstiel (v.l.) mit Moderator Horst Lichter und Wendela Horz.

Das Schmuckteil hatte die Rentnerin in einem Antiquitätenladen gekauft. Aber handelte es sich wirklich um eine Rarität?

„Ich war ja schon mal hier bei dir“, erzählt Hella Hippenstiel aus Bad Münstereifel im Gespräch mit Horst Lichter. Zehn Jahre müsse das in etwa her sein. Was genau sie damals in der ZDF-Sendung verkauft hatte, blieb allerdings unklar. Jetzt ist die 85-Jährige jedenfalls zurück bei „Bares für Rares“ in der Sendung vom Dienstag (10. März). Im Gepäck hatte die Rentnerin ein wertvolles Schmuckteil.

Den goldenen Armreif hatte Hippenstiel ursprünglich in einem Antiquitätengeschäft gekauft. Ganz in der Nähe der Produktionsstätte von „Bares für Rares“ in Pulheim im Rhein-Erft-Kreis. Das sei auch schon über 20 Jahre her gewesen, so die 85-Jährige weiter.

„Bares für Rares“-Expertin schwärmt: „Ein feiner Herr“

„Und man hat dir gesagt, es handele sich um eine Rarität?“, fragte Horst Lichter und ließ damit ein wenig Skepsis an der Echtheit aufkommen. Expertin Wendela Horz konnte sich jedoch für die Seriosität der Adresse verbürgen. Sie wisse sehr genau, um welches Geschäft es sich gehandelt haben müsse. Leider sei der Inhaber inzwischen verstorben. „Aber das war ein feiner, ganz charmanter Herr“, schwärmte Horz.

Expertin Wendela Horz (v.r.) mit Moderator Horst Lichter bei der Expertenschätzung für „Bares für Rares“.

Expertin Wendela Horz (v.r.) mit Moderator Horst Lichter bei der Expertenschätzung für „Bares für Rares“.

Eine Punzierung habe sie jedoch leider nicht gefunden, nahm die Expertin ihre Expertise für „Bares für Rares“ auf. Es handele sich aber um ein ganz typisches Schmuckstück aus England aus der Zeit um 1900 aus 375er-Gold. Eingefasst seien drei große Opale aus Australien, wies Wendela Horz hervor. Die Schmuck-Blumen dazwischen seien aus Perlen und Diamantrosen gefertigt.

Auch der Zustand der Steine sei „sehr gut“, größere Beschädigungen habe sie nicht gefunden, so Wendela Horz weiter. Aber war der Armreif wirklich so viel wert, wie sich Hella Hippenstiel aus Bad Münstereifel erhofft hatte? Der Wunschpreis lag bei 600 Euro.

Der Opal-Armreif aus Gold bei „Bares für Rares“ im ZDF.

Der Opal-Armreif aus Gold bei „Bares für Rares“ im ZDF.

Eine Preisregion, die von der Expertise noch einmal deutlich übertroffen wurde. Die Expertenschätzung von „Bares für Rares“ lag schließlich bei 450 Euro – allein für den Goldwert. Durch die Qualität der Steine und die gute Schmuckarbeit landete der Gesamtwert dann jedoch mit 800 bis 1000 Euro deutlich über dem Wunschpreis.

Hohe Erwartungen im „Bares für Rares“-Händlerraum

Entsprechend hoffnungsvoll ging die 85-Jährige in die Verhandlungen im Händlerraum. Was die Rentnerin aus Bad Münstereifel vermutlich nicht wusste: Aufgrund des hohen Goldpreises sind Händlerinnen und Händler derzeit sehr zurückhaltend bei Schmuckkäufen. Elke Velten-Tönnies, die auch am Dienstag (10. März) in der Sendung war, hatte erst vor einigen Tagen bei einem Schmuckstück eines Polizisten aus Köln nicht weiterbieten wollen.

Der Opal-Armreif machte bei den Händlerinnen und Händlern unterdessen sofort Eindruck. Händler Daniel Meyer eröffnete schließlich mit 700 Euro – und lag damit bereits deutlich über dem ursprünglichen Wunschpreis. Auch Elke Velten-Tönnies stieg in die Verhandlung mit ein. Andere Händlerinnen und Händler aus der Runde enthielten sich jedoch, wohl auch aufgrund des hohen Einstiegsgebots.

Bei einem Gebot über 800 Euro von Elke Velten-Tönnies wechselte das wertvolle Schmuckteil schließlich die Besitzerin. Ein Ergebnis, mit dem sich die Rentnerin sichtlich zufrieden zeigte.