43 Acrylarbeiten, dazu 20 Aquarelle und kleinere Arbeiten hat Sylvia Eder für ihre erste Soloausstellung ausgesucht.
„Augenblicke der Stille“Maria Rast zeigt Bilder der Künstlerin Sylvia Eder

Sylvia Eder aus Kall zeigt in ihrer ersten Soloausstellung „Augenblicke der Stille“.
Copyright: Stefan Lieser
Noch bis zum 11. Oktober zeigt die Kaller Künstlerin Sylvia Eder in der Bildungsstätte Haus Maria Rast ihre erste Soloausstellung mit 63 Arbeiten. Motto der Schau: „Augenblicke der Stille“.
„Als Künstlerin geht man anders durch die Welt.“ Sylvia Eder steht vor einem ihrer abstrakten Bilder: Das großformatige Acrylgemälde zeigt in Nahaufnahme farbige Erdschichten, wie sie die in Kall lebende Künstlerin an den Katzensteinen bei Mechernich entdeckt hat. Eine andere Arbeit wurde von rauen Mustern und grafischen Zufallsstrukturen von Baumrinden inspiriert.
Sylvia Eder malt vor allem Blüten
So einfach und naheliegend, aber auch so wenig alltäglich in der Entdeckung durch ein kreatives Auge sind Eders Motive. Erst die Impressionisten widmeten sich ja ganz der – seinerzeit abwertend gemeinten – „Impression“ durch die Natur und vor allem das Sonnenlicht. Das hat seit Claude Monet, Auguste Renoir, Alfred Sisley, Camille Pissarro und Berthe Morisot die Kunstwelt revolutioniert. Sylvia Eder steht in dieser Tradition der Faszination des Augenblickes – und wie das Licht Farben zum Leuchten bringt. Das ist auch für sie Inspiration genug, um damit Leinwände zu füllen.
Motive können bei ihr die Blumen im Garten oder Wildpflanzen in der Natur sein. Ob Rosen, Hortensien, Pfingstrosen, Magnolien. Eder meint: „Blumen sind dazu verurteilt zu vergehen. Manche von ihnen sind noch im Verwelken besonders schön.“ Und so strahlen ihre drastisch wie im Blow-up-Verfahren vergrößerten, realistisch gemalten Blütenblätter in satten Farben, aufgefächerte bunte Wunder, manchmal auch gekräuselt. Das sieht dekorativ aus. Zugleich hat es auch eine meditative Wirkung in der Betrachtung der Stillleben.
Ausstellung in Maria Rast zeigt mehr als nur Natur-Bilder
43 Acrylarbeiten, dazu 20 Aquarelle und kleinere Arbeiten hat Eder für ihre erste Soloausstellung ausgesucht und im Haus Maria Rast in zwei Fluren an den Wänden aufgehängt. Neben Blumen, Blüten und Strukturen sind Landschaften zu sehen, aber auch surreal verfremdete oder abstrakte Formen, die wie Abbilder von Galaxien einen suggestiven Sog erzeugen können. Ihre Aquarelle verdanken dabei Tiefe und Perspektive auch dem verwendeten hochwertigen 425-Gramm-Papier des Herstellers Hahnemühle.
Die erste Soloausstellung von Sylvia Eder, die zuvor mit Marion Greuel im Kunstforum Zülpich eigene Werke gezeigt hat, ist die andere Seite der VHS-Dozentin für Acryl- und Aquarellmalerei, als die Eder im Kreisgebiet Kurse anbietet. Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Oktober zu sehen. Weitere Informationen zur Künstlerin gibt es auf ihrer Webseite.
