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JubiläumWie sich das „Emil“ in Euskirchen in 175 Jahren verändert hat

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Schülerinnen des Emil-Fischer-Gymnasiums in Euskirchen tanzen auf einer Bühne.

Mit ihrem „Tanz durch die Zeiten“ eröffneten die Schülerinnen den Festakt zum 175-jährigen Bestehen des Gymnasiums.

Das Emil-Fischer-Gymnasium in Euskirchen wurde vor 175 Jahren gegründet. Das aktuelle Gebäude ist ein Sanierungsfall.

Gerne hätte Michael Szczekalla die Gäste in gewohnter Umgebung zur Jubiläumsfeier des Emil-Fischer-Gymnasiums begrüßt. „Es ist uns eine große Freude, sie alle hier an diesem für uns etwas ungewöhnlichen Ort versammelt zu sehen“, verkündete der Schulleiter stattdessen. Da das Stadttheater aufgrund der noch ausstehenden Gutachten bezüglich möglicher Schäden an den Dachpfeilern derzeit nicht zur Verfügung steht, mussten auch die Verantwortlichen des „Emil“ ausweichen.

In der Aula der Geschwister-Graf-Gesamtschule feierten sie nun den 175. Geburtstag ihres Gymnasiums. Doch es sollte ohnehin mehr um das gehen, was sich auf der Bühne abspielt. Das von Schülern, Eltern und Lehrkräften zusammengestellte Programm sollte veranschaulichen, „was unsere Schule ausmacht“, so Szczekalla.

Euskirchener Schule startete als Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium

Obwohl das Emil-Fischer-Gymnasium nicht die älteste Institution der Region im Bildungsbereich ist, gab die Vorführung der Schülerinnen und Schüler mit dem Titel „Tanz durch die Zeiten“ einen gelungenen Eindruck davon, wie viele Generationen im Laufe der Zeit eben jene Institution mit Leben gefüllt haben. Auch der Auftritt der schuleigenen Big Band sowie die Präsentation eines Image-Films verdeutlichten den vom Schulleiter angesprochenen Charakter der Schulgemeinschaft.

„Wir sind längst nicht mehr die Lehranstalt, die 1851 in der damaligen preußischen Rheinprovinz gegründet wurde“, betonte Michael Szczekalla. Dennoch wolle man nicht in Abrede stellen, dass auch am Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium, so der ursprüngliche Name der Schule, Beachtliches geleistet wurde.

Schulleiter Michael Szczekalla steht an einem Pult und spricht in ein Mikrofon.

Michael Szczekalla blickte auf die Historie und Gegenwart.

Zahlreiche Menschen sitzen auf Stühlen in der Aula der Gesamtschule Euskirchen und applaudieren.

Zahlreiche Gäste waren zum Festakt gekommen, für den das „Emil“ in die Aula der Geschwister-Graf-Gesamtschule ausweichen musste.

Wie sehr sich die Zeiten geändert haben, zeige auch das Herausgeberteam der Festschrift, das sich entschieden habe, zu zeigen, wo die Schule mit ihren Angeboten vor allem im Bereich der MINT-Fächer und beim Querschnittsthema Bildung für Nachhaltigkeit stehe und wo sie hinmöchte. An dieser Entwicklung seien ebenfalls die zahlreichen Kooperationspartner beteiligt, dank deren Unterstützung außerschulische Lernorte zur Verfügung stehen und durch die das forschende Lernen vorangetrieben werde.

Neben diesem Rückblick und der Vorstellung aktueller Vorzüge der Schule schlug Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt in seinem Ausblick den Bogen zurück zum Schulgebäude selbst, dessen Aula nicht für die Feier zur Verfügung stand: „Das Gebäude aus den frühen 1960er-Jahren ist, wie viele andere aus dieser Zeit auch, am Ende seiner Materialität angelangt.“

Ein Umstand, der sich nicht mit einem Eimer Farbe und freundlichen Worten regeln lasse, sondern auch im Stadtrat diskutiert werden müsse. Er verwies auf den Bau und den Umzug ins neue Rathaus, was zuweilen keine leichte Zeit sei: „Ich kann sie aber beruhigen, sobald der Umbau erst einmal fertig ist, ist das alles schnell wieder vergessen.“

Auch am Gebäude des Gymnasiums gebe es Handlungsbedarf, der alle Beteiligten in den kommenden Monaten in Anspruch nehmen werde. Die nötigen Arbeiten sollen für den Unterrichtsalltag so erträglich wie möglich vonstatten gehen, so dass man nach Vollendung der Maßnahmen zuversichtlich den nächsten 175 Jahren Emil-Fischer-Gymnasiums entgegenblicken könne.