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JubiläumDer Naturerlebnispfad am Obersee bei Einruhr ist jetzt kindgerecht

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Eine Informationstafel, auf der ein Eichhörchen erkennbar ist, steht am Rand eines Wanderwegs.

Kindgerecht sind die Informationen, die beim Naturerlebnispfad bereitgestellt werden.

Die Eifelvereins-Ortsgruppe Einruhr-Erkensruhr feierte am Heilsteinhaus ihr 100-jähriges Bestehen. Mit frischem Wind geht es in die Zukunft.

Feststimmung im Heilsteinhaus in Einruhr: Auf sein 100-jähriges Bestehen kann der Eifelverein Einruhr-Erkensruhr in diesem Jahr zurückblicken. Mit dem Jubiläum geht auch die Hoffnung einher, dass der Ruck der Wiederbelebung, der in den letzten Jahren durch die Ortsgruppe ging, den Verein in die Zukunft trägt.

Denn mit dem neuen Vorstand, der seit Oktober 2024 aktiv ist, ist frischer Wind in den Verein gekommen. „Wir haben 2025 vom Hauptverein einen Preis für die meisten Neumitglieder bekommen“, sagte Frank Wiesen, Vorsitzender der Ortsgruppe. Er ist familiär vorbelastet: Bereits sein Großvater Leo Becker führte die Ortsgruppe – von 1979 bis 1997.

Dabei habe der Eifelvereins-Ableger noch vor Kurzem vor dem Aus gestanden, berichtete Wiesen. Nur noch drei Veranstaltungen pro Jahr und eine rückläufige Mitgliederzahl ließen das Schlimmste befürchten. Doch nachdem Siegbert Heup, der die Geschicke des Eifelvereins in Einruhr und Erkensruhr 26 Jahre verantwortet hatte, sein Amt 2023 zur Verfügung gestellt hatte, habe sich ein Team von jungen Leuten gefunden, das einen Neustart initiierte. „Wir pflegen jetzt rund 85 Kilometer Wanderwege und haben mehr als 20 Veranstaltungen im Jahr“, so Wiesen.

Wanderungen werden nun nach Schwierigkeitsgraden eingestuft

Viele Familien aus dem Umkreis seien eingetreten, sodass es auch viele Angebote für Kinder gebe. Auch wurde ein neues System entwickelt: So werden die Wanderungen nach Schwierigkeitsgraden klassifiziert. „Es gab das Problem, dass junge Leute nur einmal zu uns kamen, wenn die Unterschiede bei den Teilnehmern zu groß waren und zum Beispiel viele Pausen bei den Wanderungen gemacht werden mussten“, erläuterte Wiesen. So würden ältere Wanderführer wie Gottfried Kirch-Steffen die leichten und mittleren Wanderungen leiten, während er selbst auf den schwereren Wegen unterwegs sei.

Eine Hinweistafel steht an einem Wanderweg.

Seit Freitag stehen die Schilder des frisch aufgewerteten Naturerlebnispfads.

Gruppenbild des Vorstands und der Geehrten des Eifelvereins Einruhr-Erkensruhr.

Der neue Vorstand des Eifelvereins und die geehrten langjährigen Mitglieder freuten sich über die Auszeichnungen.

Aus den Anfangsjahren gebe es kaum Informationen, sagte Wiesen während der Jubiläumsveranstaltung, die am Wochenende im Innenhof des Heilsteinhauses stattfand. 1926 habe sich die Ortsgruppe formiert. Dokumente gebe es aber erst aus den 1950er-Jahren. „Da hat die Ortsgruppe Einruhr-Erkensruhr 85 Kilometer an Wanderwegen rund um den Obersee markiert“, berichtete Wiesen.

Die Gründerväter hätten damals das Problem gehabt, dass zu Zeiten des Truppenübungsplatzes ein striktes Betretungsverbot gegolten habe, erinnerte sich Michael Lammertz, Leiter des Nationalparks Eifel, der vor der Gründung des Parks bei der Stadt Schleiden tätig war. „Wir hörten dann immer, dass die Belgier wieder jemanden festgesetzt hatten, der unerlaubt in das Gebiet gegangen war“, erzählte er.

Das Wochenende stand im Zeichen des Ortsgruppen-Jubiläums

In vielen Gesprächen sei es nach der Gründung des Nationalparks um die Anlegung der Wanderwege gegangen. Während die Wanderfreunde gerne möglichst viele Wege haben wollten, hätten die Naturschützer so wenig Wege wie möglich gewünscht. „Am Ende stand ein gesunder Kompromiss“, so Lammertz.

Ganz im Zeichen des Jubiläums stand in Einruhr das vergangene Wochenende. Mit verschiedenen Wanderungen und Livemusik im Heilsteinhaus wurde gefeiert. „Ihr helft uns dabei, unsere Landschaft erlebbar zu machen“, dankte Simmeraths Bürgermeister Bernd Goffart der Ortsgruppe für ihr ehrenamtliches Engagement. Der Eifelverein habe in den letzten 15 Jahren einige Ortsgruppen und Tausende Mitglieder verloren, sagte Karl-Heinz Hermanns vom Vorstand des Hauptvereins. „Wir haben aber hier eine Ortsgruppe, die neu aufblüht und auch neue Aktivitäten gerade für junge Leute entwickelt“, gratulierte er den Aktiven zu ihrer Arbeit.

Informationen über die heimische Natur hatte der Nabu Aachener Land für die anwesenden Kinder vorbereitet. Mit der Rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft war Hermann Carl gekommen, der auch eine Waldführung für Groß und Klein anbot. Für die musikalische Unterhaltung sorgte am Sonntag der Musikverein Schöneseiffen.


In den 1980er-Jahren angelegter Weg wurde modernisiert

Die Eifelverein-Ortsgruppe Einruhr/Erkensruhr hat sich mit dem frisch überarbeiteten Naturerlebnispfad am Obersee selbst ein Geburtstagsgeschenk gemacht. Pünktlich zum Jubiläumsfest wurden die neu gestalteten Tafeln am Freitag installiert.

In den 1980er-Jahren sei der Weg ursprünglich angelegt worden, doch nun auf Anregung eines Mitglieds von einem Lehr- zu einem kindgerechten Erlebnispfad umgestaltet worden, so Frank Wiesen, Vorsitzender der Ortsgruppe. 1,8 Kilometer lang ist die Strecke, die rollstuhl- und kinderwagengerecht ist.

Die Schautafeln seien überarbeitet und mit kleinen Rätseln versehen worden, berichtet Wiesen weiter. Vor einem Jahr sei mit der Planung des Projekts begonnen worden, das mit 7000 Euro von der Leader-Region gefördert worden sei.