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MitbringselVeterinäramt des Kreises Euskirchen warnt vor Urlaubstieren

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Das Bild zeigt einen Hund vor einem Haus, an dem eni Motorroller steht.

Ein Straßenhund läuft in der Türkei über eine Straße. 

Eine unüberlegte Mitnahme kann laut Kreisverwaltung Euskirchen dazu führen, dass gefährliche Krankheiten wie Tollwut eingeschleppt werden.

Ein scheinbar hilfloser Hund am Straßenrand oder ein abgemagertes Kätzchen am Hotelstrand wecken bei vielen Urlaubern den Wunsch, das Tier mit nach Deutschland zu nehmen. Das Veterinäramt des Kreises Euskirchen warnt jedoch davor, eine solche Entscheidung spontan zu treffen. Neben rechtlichen Vorgaben könne die Mitnahme erhebliche Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere mit sich bringen.

„Viele Menschen möchten Tieren in Not helfen – das ist verständlich“, sagt Kreisveterinär Dr. Reinhard Klaas. Eine unüberlegte Mitnahme könne jedoch dazu führen, dass gefährliche Krankheiten wie Tollwut nach Deutschland eingeschleppt würden.

Einige Infektionen werden erst Wochen oder Monate nach der Einreise erkannt

Nach Angaben des Veterinäramtes kommen in vielen süd- und osteuropäischen Ländern sowie in Teilen Afrikas und Asiens Tierkrankheiten vor, die hierzulande kaum noch verbreitet sind. Einige Infektionen würden erst Wochen oder Monate nach der Einreise erkannt.

Die Behandlung sei häufig langwierig und kostspielig. Zudem könnten manche Krankheiten auf andere Tiere übertragen werden. Besonders groß sei die Gefahr einer Tollwutinfektion.

Deutschland gilt seit Jahren als tollwutfrei, in zahlreichen beliebten Urlaubsländern komme die Krankheit jedoch weiterhin vor. Tollwut werde meist durch Bisse oder Kratzer übertragen und verlaufe nach Ausbruch der Krankheit bei Menschen und Tieren nahezu immer tödlich. Infizierte Tiere könnten bereits ansteckend sein, obwohl sie noch keine Symptome zeigten.

Für die Einreise von Hunden und Katzen nach Deutschland gelten deshalb strenge Vorschriften

Für die Einreise von Hunden und Katzen nach Deutschland gelten deshalb strenge Vorschriften. Erforderlich sind unter anderem eine gültige Tollwutimpfung, ein Mikrochip sowie ein EU-Heimtierausweis oder entsprechende Gesundheitsdokumente. Je nach Herkunftsland – etwa der Türkei oder Albanien – sind zusätzliche Untersuchungen und Wartefristen vorgeschrieben.

Wer Tiere ohne die erforderlichen Dokumente oder ohne ausreichenden Impfschutz nach Deutschland bringt, muss nach Angaben des Veterinäramtes mit Konsequenzen rechnen. So könne eine mehrwöchige Quarantäne angeordnet werden. Die dabei entstehenden Kosten müssten in der Regel die Tierhalter tragen.

Statt Tiere eigenmächtig mitzunehmen, empfiehlt das Veterinäramt, örtliche Tierärzte oder Tierschutzorganisationen einzuschalten. Wer einem Hund oder einer Katze dauerhaft ein Zuhause geben möchte, finde zudem auch in deutschen Tierheimen viele Tiere, die auf eine Adoption warten.

„Gut gemeinte Hilfe kann sonst schnell zu einem vermeidbaren Risiko werden – für das Tier, andere Haustiere und im schlimmsten Fall auch für Menschen“, betont Kreisveterinär Dr. Reinhard Klaas.