Der Einsatz in Mechernich-Bescheid war nicht der einzige für die Feuerwehren aus dem Kreis Euskirchen. Zudem bleibt die Waldbrandgefahr sehr hoch.
Warn-Apps lösten ausMehr als 120 Feuerwehrleute löschen Waldbrand bei Mechernich

Zahlreiche Bäume wurde bei Bescheid und Bleibuir ein Raub der Flammen.
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In Südeuropa wüten extreme Waldbrände. Von derartigen Szenarien ist der Kreis Euskirchen bislang weitentfernt. Aber auch hier haben in den vergangenen beiden Tagen Wälder und Böschungen gebrannt. Am Mittwochabend musste die Zülpicher Feuerwehr einen Flächenbrand an der L265 bei Weiler in der Ebene bekämpfen.
Nach den Angaben von Einsatzleiter Marcel Kratz waren gegen 17 Uhr etwa 1000 Quadratmeter Unterholz aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Im Einsatz waren etwa 50 Feuerwehrleute. Die Zülpicher Wehr erhielt Unterstützung von den Vettweißer Kollegen, die auch Schaummittel einsetzen, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Zudem war die Zülpicher Drohne im Einsatz, um aus der Luft mögliche Glutnester aufspüren zu können.
Weilerswister Feuerwehr unterstützt bei Brand in Bornheim
Am Abend rückten die Feuerwehren aus Weilerswist und Metternich zur überörtlichen Hilfe nach Bornheim aus. Gegen 20 Uhr war bei der Feuerwehr Bornheim die erste Alarmierung eingegangen – wegen einer rund 50 Meter hohen Rauchsäule über dem Waldgebiet. Nach dem Eintreffen der ersten Einheiten wurde die Alarmstufe erhöht, da sich das Feuer bereits auf eine Breite von mehr als 150 Metern ausgebreitet hatte.
Etwa 90 Feuerwehrleute aus Bornheim und Weilerswist waren im Einsatz. Um an das Feuer zu kommen, mussten sich die Einsatzkräfte ihren Weg durchs Unterholz bahnen. Keine Probleme gab es hingegen bei der Wasserversorgung. Rund um das Waldgebiet gibt es viele landwirtschaftliche Flächen mit mehreren Brunnen. „Davon konnten wir einen anzapfen und so die Wasserversorgung aufbauen“, erklärte Breuer. Zur Ursache des Brandes gibt es noch keine Erkenntnisse.

Flächenbrand bei Weiler in der Ebene. Ein großes Stück Wald war am Mittwoch in Brand geraten.
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Rund um Bleibuir waren am Donnerstagnachmittag mehr als 120 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie bekämpften mithilfe von Landwirten, die vor allem Löschwasser herankarrten, einen ausgedehnten Waldbrand. Weil durch das Feuer zahlreiche Bäume verkohlt waren, wurden sie von der Feuerwehr gefällt. Die Gefahr, dass die Bäume umstürzten, war Einsatzleiter Jens Schreiber zu groß. Die Bevölkerung wurde mittels Warn-Apps aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
In Lommersum herrscht höchste Waldbrandgefahr
Nach Angaben des Kreises Euskirchen stuft der Deutsche Wetterdienst Waldbrandindex nach wie vor auf die Gefahrenstufe 4 von 5 ein. Rund um Lommersum sei sie sogar auf der höchsten Stufe, so Wolfgang Andres, Pressesprecher des Kreises. Auch der Graslandfeuerindex erreicht die Stufe 4 (bei Lommersum ebenfalls 5) und signalisiert damit eine hohe Brandgefahr auf Wiesen, Feldern und anderen ausgetrockneten Flächen.
„Bei den derzeit hohen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit reicht oft schon eine kleine Unachtsamkeit, um einen Brand auszulösen. Gerade jetzt, wenn sich viele Menschen abends im Garten, im Park oder im Grünen treffen und grillen, ist besondere Vorsicht geboten“, warnt Kreisbrandmeister Peter Jonas. Auch das Zünden von Feuerwerk sei derzeit mit einem „immens hohen Brandrisiko“ verbunden. Schon kleinste Funken könnten schwere Wald- oder Flächenbrände verursachen.
Häufig ist fahrlässiges Verhalten der Auslöser eines Waldbrandes
Nach Angaben des Kreises entstehen Vegetationsbrände deutlich häufiger durch fahrlässiges Verhalten als durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge. Bereits eine achtlos weggeworfene Zigarette, ein nicht vollständig gelöschter Grill, ein Lagerfeuer oder ein Fahrzeug, das mit heißem Katalysator auf trockenem Gras abgestellt wird, können einen Brand auslösen.
Der Kreis Euskirchen appelliert deshalb an die Bevölkerung, offene Feuer im Wald sowie auf Wiesen und Feldern zu unterlassen. Auch Grillen ist im Wald, am Waldrand oder in Parkanlagen nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich gestattet ist. Zigarettenreste dürfen keinesfalls in die Natur geworfen werden.
Zudem sollten Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras geparkt werden. Wald- und Feldwege müssen für Feuerwehr und Rettungskräfte jederzeit frei bleiben. Auch auf das Entfernen von Unkraut mit Gasbrennern sollte wegen der hohen Brandgefahr derzeit verzichtet werden.
Wer Rauch oder Feuer entdeckt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen. Wenn es gefahrlos möglich ist, sollten Anrufer vor Ort bleiben, um die Einsatzkräfte einzuweisen. „Im Zweifel bringen Sie sich bitte sofort in Sicherheit und wählen Sie den Notruf“, betont Kreisbrandmeister Peter Jonas.
