Mit „Lebens-Lauf“ teilen Jörg Weitz und Markus Ramers echte Gespräche über Freundschaft, Freude, Laufen – und das Leben selbst.
Freundschaft und SportLandrat Markus Ramers und Eifel-für-Eifel-Chef Jörg Weitz machen Podcast

Landrat Markus Ramers und „Eifel für Eifel“-Initiator Jörg Weitz haben den Podcast „Lebens-Lauf“ veröffentlicht. In der ersten Folge geht es um die Anfänge der Freundschaft, das Laufen und das Leben.
Copyright: Natalie Schott
In einer Zeit, in der Soziale Netzwerke oft mehr Druck als Freude verbreiten, setzt Jörg Weitz auf Gelassenheit, Authentizität und echte Gespräche. Seine Haltung: Das Leben ist leichter, wenn man sich auf das Wesentliche konzentriert. Und genau dieses Lebensgefühl will er jetzt mit einem Herzensprojekt teilen – einem eigenen Podcast.
Seit Montag kann man sein Projekt nun hören. Gemeinsam mit seinem Freund und Landrat Markus Ramers, der in seiner Zeit als Verwaltungschef der Kreisverwaltung zum Social-Media-Profi geworden ist, hat er den Podcast „Lebens-Lauf“ veröffentlicht. Passend dazu trägt die erste Folge den Titel „Wie alles begann…“. Zu hören ist sie auf allen gängigen Streaming-Plattformen – und alle zwei Wochen soll es eine neue Episode geben.
Und wenn wir es schaffen, unsere Hörerinnen und Hörer ein wenig zu inspirieren oder ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, dann haben wir unser Ziel erreicht.
Im Mittelpunkt des Podcasts stehen, so Weitz, „das Leben, die Freundschaft, der Sport – lustige und ernste Themen, eben die Geschichten, die das Leben schreibt“. Die Idee sei aus den gemeinsamen Laufrunden der beiden Freunde entstanden: „Während unserer Läufe reden wir über alles, was uns bewegt. Genau diese Gespräche wollten wir jetzt mit anderen teilen.“
Alles zum Thema Eifel
- Winterwetter Schnelle Schneeschmelze lässt Flusspegel steigen
- Lebensgefahr Talsperren-Betreiber warnt vor Betreten der Eisflächen
- Es wird überall frieren NRW rüstet sich für die klirrende Kälte
- Fahrer flüchtete Nach Unfall in Euskirchen muss ein RTW wohl länger in die Werkstatt
- Jugendarbeit Hellenthaler Kirchengemeinde gründet einen Förderverein
- Roman von Wolfgang Kaes Der ungeklärte Mord am Großvater und die traumatischen Folgen
Die Intention sei klar: Freude und Leichtigkeit vermitteln. „In erster Linie wollen wir Spaß haben“, sagt Weitz. „Und wenn wir es schaffen, unsere Hörerinnen und Hörer ein wenig zu inspirieren oder ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, dann haben wir unser Ziel erreicht.“
Freude am Leben zieht sich wie ein roter Faden durchs Denken
Diese Freude am Leben zieht sich wie ein roter Faden durch Weitz' Denken und Handeln. Schon in der Vergangenheit betonte der 49-Jährige, dass seine Leichtigkeit kein Zufall ist, sondern Ergebnis bewusster Entscheidungen. „Natürlich bin ich nicht jeden Tag gut drauf“, sagt er. „Aber ich versuche, das Beste aus jeder Situation zu machen und mich auf das zu konzentrieren, was ich selbst beeinflussen kann.“
Ein zentraler Bestandteil dieser Haltung ist der bewusste Umgang mit Informationen. Seit Jahren verzichtet Weitz auf den täglichen Nachrichtenkonsum. „Ich möchte mich nicht von negativen Schlagzeilen oder Bildern in einen Bann ziehen lassen. Was sollte es mir bringen, wenn ich eh nichts daran ändern kann?“, so der Erftstädter, der seit 2007 mit seiner Frau, seinen beiden Kindern und einem 21 Jahre alten Kater in der Eifel lebt. Stattdessen informiert er sich gezielt über Themen, die ihn interessieren, und meidet belastende Diskussionen.
Weitz steht Sozialen Netzwerken lange skeptisch gegenüber
Auch den Sozialen Netzwerken stand Weitz lange skeptisch gegenüber. „Ich hatte zeitweise schlicht das Interesse verloren, dort aktiv zu sein“, erzählt er. „Entweder las man dort negativen Müll oder unrealistische Erfolgsgeschichten – Menschen, die behaupten, man könne ohne Aufwand in drei Tagen Millionär werden. Beides brauche ich nicht. Beides ist nicht die Realität.“
Bemerkenswerte Aussagen – vor allem, weil sich Weitz in der Region mit seinem Social-Media-Netzwerk „Eifel für Eifel“, dem fast 50.000 Menschen folgen, einen Namen gemacht hat. Und genau dieses Netzwerk war auch der Grundstein seiner Freundschaft zu Markus Ramers.
Erstes Aufeinandertreffen der heutigen Freunde während der Corona-Pandemie
Rückblick: Während der Corona-Pandemie entfaltete die Plattform erstmals ihre Stärke, als viele ihre Unterstützungsangebote posteten, die dann aus der digitalen in die eingeschränkte analoge Welt übertragen wurden. Damals lud Weitz den frisch gewählten Landrat Markus Ramers zu sich ein, um via Livestream Fragen zur Pandemie zu beantworten. Übrigens: Zu Beginn des Streams siezten sich die beiden noch – am Ende waren sie beim Du.
Während sich Weitz in den vergangenen Monaten etwas aus den sozialen Medien zurückgezogen hat, nutzt der Landrat die Plattformen weiterhin intensiv, um die Bürger im Kreis über Neuigkeiten zu informieren oder ihnen einen Einblick in seine Arbeit zu geben. Ganz ohne Kritik geht das nicht immer über die digitale Bühne.
Es geht ums Laufen, Leben und die Eifel - und den 1. FC Köln
In der ersten Podcast-Folge, die eine Länge von genau 1:01:44 Stunden hat, wird schnell deutlich, dass in den vergangenen Jahren eine echte Freundschaft gewachsen ist – wahrscheinlich auch, weil Ramers und Weitz nicht nur die Liebe zur Eifel verbindet, sondern auch die zum Laufen und zum 1. FC Köln. Klar, dass diese Themen ebenfalls in der ersten Folge eine Rolle spielen.
Doch es wird auch persönlich: So erzählt Landrat Ramers, dass er im Skiurlaub den Jahreswechsel schlicht verschlafen hat. Und Weitz muss wohl mit einem Augenzwinkern damit rechnen, dass sein Sohn nach der Aufzeichnung sauer war.
Der Wahl-Eifeler, der als Business- und Lifecoach arbeitet, berichtet nämlich, dass er auf die Frage seines damals noch jüngeren Sohnes, was er sich zu Weihnachten wünsche, geantwortet habe: „Ich wünsche mir nichts – bis auf ein liebes Kind.“ Der Sohn sei daraufhin in Tränen ausgebrochen, weil er dachte, sein Vater wolle ein anderes Kind.
Ein volles Postfach bereitet mir tatsächlich Stress.
Auch Willy Brandt, Konrad Adenauer und Martin Schulz spielen in der ersten Folge eine kleine Rolle – allerdings nicht politisch, sondern in amüsanten Anekdoten aus dem Leben der beiden Eifeler.
Und wo die beiden schon bei Weihnachtswünschen waren, geht es im gemeinsamen „Lebens-Lauf“ es auch um Vorsätze. So möchte Landrat Ramers künftig sein E-Mail-Postfach konsequenter und schneller abarbeiten. „Ein volles Postfach bereitet mir tatsächlich Stress“, gesteht der 39-jährige Freilinger, der im September den Berlin-Marathon laufen möchte. Auch das erzählt er im Podcast, dessen Intro mit Eifeler Charme beginnt: Bevor Weitz die ersten Worte spricht, kräht ein Hahn.
Weitz selbst hat sich vorgenommen, in den kommenden Wochen wieder häufiger in die Kommentarspalten der sozialen Netzwerke zu schauen. „Wir freuen uns über jedes Feedback und über alle, die uns auf dieser Reise begleiten“, sagt er. „Denn wenn wir mit unseren Gesprächen ein bisschen Freude stiften können, dann war es das absolut wert.“
Wer den Podcast hören möchte, findet „Lebens-Lauf“ auf allen gängigen Streaming-Plattformen sowie auf den Social-Media-Seiten von Jörg Weitz und Markus Ramers.

