Die Löschflugzeuge steuerten auch am Donnerstag die Oleftalsperre an. Das Unwetter vom Mittwoch führte zu 39 Einsätzen im Kreis Euskirchen.
Großbrand im Venn und UnwetterWeiterhin viel Arbeit für die Einsatzkräfte im Kreis Euskirchen

Auch am Donnerstag flogen die beiden schwedischen Löschflugzeuge wieder die Oleftalsperre in Hellenthal an, um Wasser für die Brandbekämpfung im Venn aufzunehmen.
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Die Lage beim Brand im Hohen Venn hat sich nach Mitteilung der belgischen Behörden weiter stabilisiert: Das Feuer ist inzwischen eingegrenzt und sollte sich räumlich nicht weiter ausbreiten, hieß es von einem Sprecher der Provinz Lüttich. Dazu beigetragen haben einerseits die zum Teil ergiebigen Regenfälle am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag. Insgesamt fielen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter – etwa doppelt so viel, wie in den vergangenen beiden Monaten insgesamt an den Stationen im Hohen Venn gemessen wurde.
Auch die Löscharbeiten aus der Luft wurden am Donnerstagvormittag wieder aufgenommen – speziell im Osten des Hohen Venns in Richtung der deutschen Grenze. Hier waren erneut die beiden schwedischen Löschflugzeuge im Einsatz, die wie am Vortag ihr Wasser von der Oleftalsperre in Hellenthal bezogen.
Weniger Schaulustige an der Hellenthaler Oleftalsperre
„Die Zahl der Schaulustigen ist heute schon deutlich geringer als gestern, als die ersten Flüge der beiden Maschinen stattfanden“, berichtet Talsperrenwärter Sebastian Offermann. Der Weg über die Dammkrone der Talsperre bleibe aus Sicherheitsgründen jedoch weiterhin gesperrt, so Offermann.
Läuft alles wie geplant und spielt das Wetter mit, sollen die Flugzeuge auch am Freitag wieder eingesetzt werden, um die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Im Grenzgebiet zu Belgien waren am Donnerstag noch 75 Kräfte deutscher Feuerwehren im Einsatz, wie der Monschauer Einsatzleiter Philipp Krüger dem belgischen Rundfunk sagte.
Feuerwehrleute aus dem Kreis Euskirchen sind nicht darunter. Sie und weitere Organisationen, etwa verschiedene Fachgruppen der THW-Ortsverbände Schleiden und Euskirchen, waren in der vergangenen Woche überörtlich beim Großbrand im Hürtgenwald im Einsatz. Deren Einsatz wurde inzwischen aber beendet.
Feuerwehr Hellenthal: „Die 112 kein Gärtner-Sorgentelefon“
Arbeit gab es für die Feuerwehr in der Heimat. „Das Unwetter mit teils kräftigem Starkregen hat am Mittwoch im Kreis zu insgesamt 39 Einsätzen geführt“, so die Bilanz der Leitstelle. Die Einsatzkräfte seien insbesondere zu vollgelaufenen Kellern, überfluteten Straßen sowie umgestürzten Bäumen gerufen worden.
Nur zum Teil mit Humor nahm die Hellenthaler Feuerwehr einen Einsatz in der Nähe von Udenbreth. „Baum auf Straße“ habe es bei der Alarmierung geheißen – beim Eintreffen habe sich dieser Baum jedoch bestenfalls als etwas stärkerer Ast herausgestellt. „Ein Zweiglein, das mit ein paar Blättern vorsichtig den Asphalt streichelt“, so formuliert es die Feuerwehr, verbunden mit dem Hinweis, dass die 112 kein Gärtner-Sorgentelefon sei, sondern die Notrufnummer für akute Gefahren.
