Die Bühne des Dreiborner Saal Hilgers war gut gefüllt. Zum Bürgermeisterempfang kamen auch die Tollitäten der Schleidener Karnevalisten.
KarnevalVereine wechseln sich beim jecken Bürgermeisterempfang in Schleiden ab

Dichtgedrängt, wie an der Bahnsteigkante: Die Vereine boten beim Bürgermeisterempfang ein beeindruckendes Bild auf der Bühne des Dreiborner Dorfsaals.
Copyright: Stephan Everling
Vorsicht an der Bühnenkante! Dichtgedrängt standen die Jecken auf der Bühne im Dreiborner Saal Hilgers, als würde gleich der Zoch einrollen. Doch der Straßenkarneval ist noch weit entfernt. Stattdessen war es der Bürgermeisterempfang der Stadt Schleiden, der die Karnevalisten aus dem Stadtgebiet nach Drommer lockte, wie der Ort auf Eifeler Platt heißt.
Mit dabei auch die diesjährigen Tollitäten der Schleidener Karnevalisten: das Dreigestirn der Ett'schelder Eechhörnche mit Prinz Lorenz I. (Rosewich), Bauer Axel (Hickertz) und Jungfrau Rollerine (Rolf Henn) sowie das Dreiborner Prinzenpaar mit Prinz Markus I. und Prinzessin Lisa I.
Bürgermeisterempfang wird künftig als eigene Veranstaltung ausgerichtet
Sechs Vereine sind es, die sich alljährlich auf Einladung des Bürgermeisters zum gemütlichen Stelldichein versammeln. Wobei in diesem Jahr die äußeren Rahmenbedingungen verändert worden waren. Ursprünglich hatte der Empfang im Rathaus der Stadt stattgefunden, bis er in die Aula der Hauptschule am Mühlenberg umzog, wo dann die Vereine die Durchführung der Veranstaltung übernahmen. Nachdem die Aula in der Flutkatastrophe 2021 verwüstet worden war, diente die Mensa der Realschule als Ausweichquartier.
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Doch die sei aus Kapazitätsgründen nur noch bedingt für eine Veranstaltung in dieser Größenordnung geeignet, teilte die Stadtverwaltung im Rahmen der Einladung zu dem Treffen mit. Deshalb würden die Vereine den Bürgermeisterempfang in Zukunft als eigene Veranstaltung ausrichten.
Der Turnus, in dem die Vereine die Organisation des Empfangs übernehmen sollen, bleibe wie gehabt, sodass in diesem Jahr der Vereinsbund Dreiborn als Gastgeber feststand. Mit einem Betriebs- und Mietkostenzuschuss sollen die ausrichtenden Vereine unterstützt werden, so die Stadtverwaltung. Auch unterstütze die Gemünder Brauerei die Veranstaltung weiterhin mit einer Getränkespende.
Alle Karnevalisten passten im Drommerter Saal auf die Bühne
Also alles wie gehabt, nur der Ort änderte sich. Die diesjährige Veranstaltungsstätte, der Saal Hilgers in Dreiborn, ist bekanntermaßen drängelsicher, wie alljährlich beim Prinzentreffen der Ringgemeinschaft Altkreis Schleiden zu beobachten ist, wenn sich die Prinzen, Prinzessinnen und Dreigestirne auf der Bühne knubbeln. Und so konnten die Verantwortlichen es auch wagen, tatsächlich alle Karnevalisten, die an dem Aufmarsch teilnahmen, auf der Bühne zu präsentieren.
Die Aufgabe, als Bürgermeister die Parade der bunt gekleideten Karnevalisten abzunehmen, oblag in diesem Jahr dem stellvertretenden Bürgermeister Gerd Wolter, da Bürgermeister Ingo Pfennings verhindert war. Wolter, selbst Mitglied des Vereinsbundes und somit mit Heimvorteil ausgestattet, wechselte zur Begrüßung der Vereine die Kopfbedeckung und tauschte die Vereinskappe mit einem Zylinder.
Nach dem Abmarsch wurde es dort allerdings ruhiger. Nur noch die Vorsitzenden der sechs Vereins aus dem Stadtgebiet, dem Vereinsbund Dreiborn, den Ett'schelder Eechhörnche, De Morhahne aus Herhahn-Morsbach, Rot-Weiß Gemünd, Blau-Weiß Schleiden und den Schleedener Feuerpatschen, blieben auf der Bühne, um in einem Geschicklichkeitsspiel auszufechten, welcher Verein das Recht hatte, als erster seine Tanzgruppen und -garden auf der Bühne im Dorfsaal zu präsentieren.

