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Schützenfest in SchwerfenDer neue König muss jetzt für den Ehrentanz üben

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Neue und bisherige Majestäten der Bruderschaft haben sich zum Gruppenbild formiert.

Mit dem 94. Schuss sicherte sich Patrick Dost (Mitte, mit ehemaligen Majestäten) den Titel des Schwerfener Schützenkönigs.

Patrick Dost hatte gar nicht damit gerechnet, Schützenkönig der St.-Sebastianus-Bruderschaft Schwerfen zu werden. Umso größer ist die Freude. 

Ein spannender Fünfkampf war im Schießen um den begehrten Königstitel der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Schwerfen entbrannt. Nur noch ein kleiner Rest des hölzernen Vogels war am Hochstand verblieben, als ein weiteres Mal Patrick Dost zum Schießstand gerufen wurde. An einen Sieg glaubte der DRK-Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.

Ich habe zu null Prozent damit gerechnet, der Freudenschrei war aber trotzdem sehr laut.
Patrick Dost

„In den letzten Jahren habe ich immer nur einen einzigen Schuss abgegeben. Das ist das erste Mal, dass ich bis zum Ende dabei war.“ Der Königstitel sei dabei jedoch nicht sein vorrangiges Ziel gewesen. „Der ganze Verein profitiert von einem spannenden Wettbewerb, und dazu wollte ich dieses Jahr beitragen.“

Mit dem 94. Schuss gelang Patrick Dost schließlich der entscheidende Treffer, der ihn zum neuen Schützenkönig in Schwerfen machte. Angesichts des unerwarteten Erfolgs war die Freude groß. „Ich habe zu null Prozent damit gerechnet, der Freudenschrei war aber trotzdem sehr laut“, berichtete die neue Majestät vergnügt.

Die Ehefrau des neuen Königs schoss auch um den Titel

Eine Freude, die auch Ehefrau Petra Dost teilte, obwohl sie die nächste auf der Liste gewesen wäre, die einen Schuss auf den Königsvogel hätte abgeben dürfen. „Ich gönne es Patrick von ganzem Herzen. Eigentlich bin ich sogar sehr froh, dass ich nicht Königin geworden bin, denn die Königskette ist wirklich sehr schwer“, sagte sie im Nachgang des Wettbewerbs.

Mit Ausblick auf das bevorstehende Jahr als Majestäten gab es dennoch einen kleinen Faktor, der die Vorfreude in Nervosität verwandeln könnte. „Das Schlimme ist, ich kann überhaupt nicht tanzen“, gestand Patrick Dost lachend. „Das letzte Mal, dass ich vor Publikum getanzt habe, war auf unserer Hochzeit. Zum Glück habe ich bis zum Königsball noch genug Zeit zum Üben.“ Den Schwerfener Königsthron bestiegen Patrick und Petra Dost jedoch nicht allein.

Auch der Nachwuchs lieferte spannende Wettkämpfe

Der Nachwuchs war bereits im Vorfeld angetreten, um seine Treffsicherheit unter Beweis zu stellen. Am Lasergewehr konnte sich Felix Heinz mit dem 36. Schuss als Bambiniprinz durchsetzen, und Julia Klein errang gegen zehn Mitbewerber mit dem 48. Schuss den Titel der Schülerprinzessin. Jungschützenprinzessin wurde Jana Opgenorth, die mit dem 33. Schuss den entscheidenden Treffer landete.

„Wir haben das gesamte Wochenende wieder ein gelungenes Schützenfest feiern können“, freute sich Vorstandsmitglied Tatjana Opgenorth. „Unsere Party am Samstag mit der Band Hot Spot war wirklich gut besucht, und wir konnten sogar DJ Fosco, der hier schon seit Jahren für gute Stimmung sorgt, für die Pausen gewinnen.“

Auch die Ortsvereine haben unseren Umzug unterstützt und allesamt eine Abordnung geschickt.
Vorstandsmitglied Tatjana Opgenorth

Beim Festzug am Sonntagnachmittag habe man zudem mit der Begleitung von acht befreundeten Bruderschaften sowie insgesamt sechs Musikvereinen und Tambourcorps einen neuen Höchstwert bei der Teilnehmerzahl erreicht, fügte Schriftführer Hendrik Opgenorth hinzu. „Auch die Ortsvereine haben unseren Umzug unterstützt und allesamt eine Abordnung geschickt. Das zeigt, dass nicht nur der Schützenverein, sondern ganz Schwerfen an diesem Wochenende involviert ist.“

Abgerundet wurde das Schützenfest in Schwerfen am Montagabend mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk, das ein weiteres Mal den Nachthimmel über dem Zülpicher Ortsteil in ein farbenfrohes Lichterspiel tauchte.