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Handball-BundesligaVfL Gummersbach erkämpft sich zwei Punkte in Eisenach

Lesezeit 4 Minuten
Die Handballer Julian Köster und Miro Schluroff vom VfL Gummersbach in einer Spielsituation gegen Eisenach.

Viel Arbeit in der Abwehr hatten Julian Köster und Miro Schluroff mit Eisenachs Top-Torschützen Manuel Zehnder.

Gummersbach feiert mit dem 26:24 (15:14) beim ThSV Eisenach  nach zwei Niederlagen den ersten Sieg im neuen Jahr.

Es war kein Spiel für schwache Nerven. 65 Sekunden vor Schluss erlöste Ole Pregler mit seinem Tor zum 25:23 den VfL Gummersbach. Dabei hatte es in der zweiten Halbzeit zweimal so ausgesehen, als hätten die Gäste die Partie sicher in der Hand. So war am Ende die Freude beim VfL Gummersbach groß nach dem 26:24 (15:14)-Erfolg gegen den ThSV Eisenach in der Werner-Aßmann-Halle vor 2794 Zuschauern.

Es war ein erkämpfter Erfolge in einem Spiel, das von vergebenen Chancen und technischen Fehlern bestimmt war. Beide Mannschaften verwarfen nach der Pause jeweils zwei Siebenmeter. Beim VfL scheiterten Milos Vujovic und Giorgi Tskhovrebadze, der ansonsten nicht zum   Einsatz kam.

Nach der Pause sprach die Abwehr und der sichere Torhüter Daniel Rebmann für den VfL

Für die Gummersbacher  sprach vor allem in der zweiten Halbzeit die Abwehr vor dem sicheren Schlussmann Daniel Rebmann. Der sandte   nach dem Abpfiff noch ein großes Kompliment an die Mannschaft, dass sie in der kleinen und lauten Aßmann-Halle bestanden hatte. Und diese auch, wie es sich ihr Trainer Gudjon Valur Sigurdsson vor dem Spiel gewünscht hatte, phasenweise leise gespielt hatte.

Alles zum Thema Julian Köster

Für die Gummersbacher trat zu Beginn Miro Schluroff   im rechten Rückraum an und setzte sich gegen die offensive Abwehr der Eisenacher durch. Jedoch legten die Gastgeber vor und bis zum 5:5 (9.) ging es hin und her. Als dann Julian Köster gleich zweimal frei durch war und am Torhüter scheiterte, setzten sich die Eisenacher auf 7:5 (12.) ab. Das Spiel wurde intensiv geführt und als Domnik Mappes (18.) am Boden liegen blieb und sich an den   Hals fasste, nahmen sich die Schiedsrichter den ersten von drei Videobeweisen.

Gudjon Valur Sigurdsson forderte mehr Konzentration

Ins VfL-Tor wechselte Daniel Rebmann für Tibor Ivanisevic. In der Auszeit (28.) forderte der VfL-Trainer, dass sein Team keine Wunderdinge versuchen, sondern sich konzentrieren sollte.   Seine Spieler beherzigten das. Ellidi Vidarsson glich bei seinem Kurzeinsatz zum 13:13 (28.) aus und Julian Köster traf mit dem 14:13 (29.) zur ersten Führung. Zwar glich Eisenach noch einmal zum 14:14 (30.) aus, ehe Dominik Mappes für den   15:14 -Pausenstand sorgte. Da standen beim VfL acht Fehlwürfe und fünf technische Fehler.

Nach dem Wiederanpfiff fanden die Gummersbacher besser ins Spiel, die Abwehr stand sicherer und im Tor parierte Daniel Rebmann. Er kam auf zwölf Paraden, darunter   zwei Siebenmeter. Beim 18:14 (38.) sah es so aus, als wenn der VfL sich spielentscheidend absetzen könnte. Milos Vujovic hatte   das 19:14 auf der Hand, als er beim Stürmerfoul seinen Gegenspieler mit dem Ellbogen traf. Nach Videobeweis sah er die Rote Karte und das brachte den zuvor so sicheren VfL aus dem Tritt.

Am Ende musste der VfL Gummersbach noch mal zittern

Bis zum 20:16 (41.) hielt der Vorsprung. Die Zweiminutenstrafe gegen Miro Schluroff nutzte Eisenach, um mit einem 3:0-Lauf auf 19:20 (44.) zu verkürzen. Schier endlose vier Minuten fiel kein Tor mehr, dafür verwarfen beide Teams je einen Siebenmeter. Köster erhöhte auf 21:19 (48.). Es blieb eng, weil die Chancenverwertung weiterhin mangelhaft und die Fehlerzahl hoch blieb. Als Mappes zum 24:21 (55.) traf, schien der VfL Oberwasser zu haben.

Eisenachs Trainer Misha Kaufmann verordnete seinem Team in der Auszeit (57.) schnelle Abschlüsse . Eisenach beherzigte das und verkürzte auf 23:24. Nun war es der VfL-Trainer der in seiner Auszeit ein sicheres Tor anwies und Ole Pregler das zum 25:23 (59.) beherzigte.     Marko Grgic verkürzte 17 Sekunden vor Schluss auf 24:25 , mit dem Abpfiff traf Tilen Kodrin zum 26:24.

Daniel Rebmann freute sich nach dem Sieg auf einen freien Sonntag. Weiter geht es für die Gummersbacher nach fünf Auswärtsspielen am Montag, 19. Februar, 19 Uhr, in der Schwalbe-Arena mit dem Heimspiel gegen den SC DHfK   Leipzig.


Tore ThSV Eisenach: Zehnder (10/1), Walz (3), Mengon (1), Grgic (3), Ende (2), Meyer (1), Kurch (2), Saul (2).

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (1), Kodrin (1), Vujovic (5/3), Köster (4), Blohme (2), Schluroff (4), Mappes (5/1), Pregler (4),

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