Im Duell gegen Drittligist Fortuna Köln brauchte Eintracht Hohkeppel 20 Minuten, spielte dann munter mit. Bis Hamadi Al Ghaddioui auftrat.
FVM-PokalEinwechslung von Fortunas Al Ghaddioui wird für Eintracht Hohkeppel zum Albtraum

Vor allem in den ersten 20 Minuten hatte Eintracht-Keeper Justin Strauch nach Eckbällen des SC Fortuna Köln alle Hände voll zu tun.
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Alles war bestens vorbereitet. 60 Helferinnen und Helfer hatte Gastgeber Eintracht Hohkeppel im Einsatz, um den rund 700 Fußballfans im Parkstadion in Lindlar in der ersten Runde des Verbandspokals ein Fußballfest zu bereiten. André Büscher und seine Kolleginnen und Kollegen vom Ordnungsamt Lindlar und ein Großaufgebot an Polizei sorgten dafür, dass alles in bester Ordnung verlief. Als szenekundiger Beamter der Fortuna war mit Andy Habl ein im Bergischen bestens Bekannter im Einsatz – Habl ist Co-Trainer des Fußball-Regionalligisten SV Bergisch Gladbach 09.

Nach etwa 30 Minuten kämpfte sich die Eintracht erfolgreicher ins Spiel.
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FVM-Pokal, 1. Runde, Eintracht Hohkeppel – SC Fortuna Köln 1:3 (0:1). „Das ärgert mich. Da war mehr drin“, machte Eintracht-Trainer Pepe Brunetto nach der Partie seinem Unmut über das aus seiner Sicht unnötige Ausscheiden im Pokal Luft: „Ab etwa Mitte der ersten Halbzeit haben wir das Spiel egalisiert. Wir hatten nachher sogar eine leichte Spielkontrolle und haben trotzdem diese Partie verloren. Wir hatten sie schon. Sie haben am Ende tief hinten drin gestanden und ihre Führung verteidigt.“
Ex-Hohkeppeler Enzo Wirtz verletzt sich beim Aufwärmen
Aus dem Wiedersehen mit Enzo Wirtz wurde nichts. Wenn auch der einstige Top-Angreifer der Eintracht und Publikumsliebling vor Ort war, kam er dennoch nicht zum Einsatz. Wirtz hatte sich beim Aufwärmen verletzt und wurde durch Timo Bornemann ersetzt. Auch dieser blieb aber nicht bis zum Abpfiff auf dem Feld. Sein Nachfolger Hamadi Al Ghaddioui, der bereits in der 18. Minute eingewechselt wurde, war es letztlich, der mit seinen drei Treffern die Partie zugunsten der Gäste aus der Kölner Südstadt entschied.

In der 50. Minute sah Hohkeppels Trainer Pepe Brunetto den verdienten Ausgleich durch sein Team.
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Doch der Reihe nach: Gleich die erste Aktion brachte die erste Ecke für die Fortuna. Bennit Bröger, der kaum vom Ball zu trennen war, scheiterte nach dem von Rafael Garcia getretenen Eckball an einer Rettungsaktion von Rudi Gonzalez auf der Linie. Nur Sekunden später klärte Arlind Mimini gegen Nico Thier zur zweiten Ecke. In der 10. Minute verhinderte die Querlatte ein Eigentor von Hohkeppels Kapitän Dominik Bilogrevic nach dessen Rettungsaktion. Schon in der 12. Minute wurde die dritte Ecke für die Fortuna notiert. Es war letztlich eine Frage der Zeit, bis die Gäste in Führung gingen.
Das ärgert mich. Da war mehr drin.
Die besorgte Hamadi Al Ghaddioui dann in der 18. Minute: Der einstige Profi, unter anderem von Jahn Regensburg, VfB Stuttgart und SV Sandhausen, kam für den verletzten Bornemann ins Spiel und erzielte gleich mit seiner ersten Aktion das 0:1. Die Vorarbeit leistete der herausragende Bröger. In der 30. Minute setze sich wiederum Bröger gegen drei Gegner durch und Jonas Michelbrink in Szene.

Am Ende jubelte trotzdem der Kölner Anhang. Die Fortuna war ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.
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Doch ab etwa der 31. Minute konnte sich die Eintracht vom Gäste-Druck befreien und fand ihrerseits gut ins Spiel. Nach ihrer ersten Ecke traf Kai Schusters nur das Außennetz. In der 37. Minute wurde die zweite Chance für die Eintracht notiert – Sturmführer Ronay Arabaci verzog nur denkbar knapp.
Nach dem Wiederbeginn arbeitete das Team von Trainer Brunetto engagiert und zielgerichtet am Ausgleich, der letztlich auch hochverdient erzielt wurde: In der 46. Minute hatte sich Arabaci durchgesetzt, doch Gäste-Keeper Ben Zich parierte noch. Vier Minuten später legte Leo Kirnich einen langen Ball von Linksverteidiger Shion Ueno auf den zweiten Pfosten ab – Vladislav Fadeev zog aus zehn Metern zum 1:1 ab. Kai Schusters Schuss in der 55. Minute aus gut 30 Metern verfehlte das Ziel nur um Zentimeter.
Doch schließlich wirkte Hamadi Al Ghaddioui als Hohkeppeler Euphoriebremse, erzielte erst in der 67. Minute das 1:2 und in der 69. Minute, nach Ecke von Adrian Stanilewicz, das 1:3 per Kopf. Pepe Brunetto: „Bis auf die ersten 20 Minuten, in denen wir uns an ihr Tempo gewöhnen mussten, haben wir sehr gut dagegen gehalten und uns eigene Chancen erarbeitet. Die Sensation wäre möglich gewesen und ich finde es sehr schade, dass uns die nicht gelungen ist.“
Eintracht Hohkeppel: Strauch, Monning (72. Tuncer), Mimini, Gonzalez, Vieting (84. Hempelmann-Perez), Schusters (72. Owusu), Fadeev, Ueno (79. Hornbruch), Bilogrevic (75. Laux), Arabaci, Kirnich.
Tore: 0:1 Hamadi Al Ghaddioui (18.), 1:1 Vladislav Fadeev (50.), 1:2 Hamadi Al Ghaddioui (67.), 1:3 Hamadi Al Ghaddioui (69.).
