Abo

Kreisweite Aktion in OberbergAutofahrer flüchtet vor Polizeikontrolle in Waldbröl

2 min

Mit zehn Kräften stoppte die Polizei am Dienstag Fahrzeuge zur Kontrolle – hier in Morsbach.

Oberberg – Die Ermittlungen laufen, Oberbergs Polizei ist einem Autofahrer auf der Spur, der sich am Dienstagabend einer Kontrolle in Waldbröl-Hermesdorf entzogen hatte und vor den Beamten geflohen war. „Das Fahrzeug war uns aufgefallen, weil die Kennzeichen daran aus dem Märkischen Kreis nicht mehr gültig waren“, berichtet Gabriel Schreiber, Einsatzleiter von der Wache in Waldbröl.

Mit zehn Kräften hatte die Polizei Posten bezogen an einer Tankstelle in Höhe der Friedrich-Engels-Straße, zuvor hatten die Beamtinnen und Beamten bereits in Morsbach und dort an der Krottorfer Straße, Höhe Alzener Weg, Fahrzeuge an die Seite gewinkt. Etwa 160 waren es nach fast dreieinhalb Stunden insgesamt, 64 Verstöße wurden von ihnen festgestellt.

Kommissar Schreiber: „Wir haben diesmal vor allem auf den Konsum von Alkohol und Drogen geachtet, aber auch auf die Geschwindigkeit.“ Erfreuliche Bilanz: Im Drogenrausch oder von Alkohol benebelt sei keiner aus dem Verkehr gezogen worden.

Oberberg: Autofahrer mit 0,48 Promille angehalten

Knapp an einer Anzeige vorbeigeschrammt ist Schreibers Angaben zufolge dagegen ein Autofahrer, der laut Testgerät 0,48 Promille Alkohol intus hätte. „Die Grenze liegt bei 0,5.“ Anders sieht es für einen 29-Jährigen aus Nümbrecht aus, der in Morsbach auf einem Kleinkraftrad unterwegs war, aber keinen Führerschein vorweisen konnte.

In Hermesdorf zeigte ein weiterer Nümbrechter den Polizeikräften eine Fahrlizenz aus den USA vor. Weil der 57-Jährige aber seit vielen Jahren in der Schlossgemeine lebe, sei der „Lappen“ nicht mehr gültig, sagt die Polizei. Auch gegen diesen Mann gab es eine Strafanzeige. Strafe zahlen müssen zudem drei Menschen, die mit dem Handy am Ohr erwischt worden sind.

Das könnte Sie auch interessieren:

Verbotene Änderungen an „getunten“, also technisch frisierte Autos, seien diesmal nicht registriert worden, ergänzt Einsatzleiter Gabriel Schreiber und fasst zusammen: „Es war eine sehr ruhige Kontrolle: Mit uns diskutieren wollten zwei, drei Fahrzeugführer – mehr nicht.“

Gefreut habe ihn, dass er und seine Kolleginnen und Kollegen oft angesprochen worden seien von Menschen, die sich keiner Kontrolle stellen mussten. „Sie waren froh über unsere deutliche Präsenz.“ Ziel der Polizei sei es, zwei solcher Sonderkontrollen pro Jahr einzurichten, sofern die personelle Lage dies erlaubt.