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KultIn Waldbröl-Schönenbach ist die Trecker-Party diesmal auch eine Meisterschaft

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Bei der „Treckerparty im Büsch“, dem Lutlspektakel in Waldbröl-Schönenbach starteten diesmal auch Wettbewerbsläufe der Deutschen Meisterschaft im „Garden Pulling“.

Bei der „Treckerparty im Büsch“, dem Lutlspektakel in Waldbröl-Schönenbach starteten diesmal auch Wettbewerbsläufe der Deutschen Meisterschaft im „Garden Pulling“.

Erstmals haben in dem kleinen Weiler auch Wettbewerbsläufe im „Garden Pulling“ stattgefunden. Auch Kinder sind dort auf die Pist gegangen.

Tausende Besucherinnen und Besucher feierten von Freitag an bis Sonntag die „Treckerparty im Büsch“. Das ist wörtlich zu nehmen, denn die Veranstaltung stieg in ihrer sechsten Auflage auf der Wiese direkt am Waldrand neben der Lademacher-Waldarena in der Waldbröler Ortschaft Schönenbach. Nach der Premiere mit Traktor-Pulling im Vorjahr war das Treckerteam der Dorfgemeinschaft um ihren Vorsitzenden Tim Duisberg nun besonders stolz darauf, dass erstmals im Oberbergischen auch die Deutsche Meisterschaft „Garden Pulling“ im Büsch ausgetragen wurde.

„Es war eine große Herausforderung, die Fläche zu präparieren“, schilderte Duisberg. Im Vorjahr habe es gereicht, lediglich die Grasnarbe abzutragen, doch für die Deutsche Meisterschaft sei es erforderlich gewesen, eine absolut ebene Fläche zumindest in Querrichtung zu schaffen, eine leichte Steigung auf der 100 Meter langen Pull-Strecke sei jedoch akzeptabel. Zudem mussten aus Gründen des Brandschutzes in bestimmten Abständen Wasserbehälter aufgestellt sowie Baumstämme am Rand der Strecke platziert werden, um die Zuschauerinnen und Zuschauer von der Wettkampfstrecke abzugrenzen.

Wer mindestens zehn Jahre alt ist, darf in Schönenbach auf die Meisterschaftspiste

Derweil bereitete sich die 13-jährige Clara Block aus Cloppenburg bereits auf den Start vor. Ihr Vater Claus füllte noch einmal Sprit in den Tank des Rasentreckers mit einem Liter Hubraum und 25 PS. Clara fährt in der jüngsten Klasse und ist begeistert, diesmal eine ganze Saison mitfahren zu dürfen. Ihr Vater berichtete, dass er seine Tochter von klein auf mit zu solchen Ereignissen genommen habe. Irgendwann habe sie dann gesagt: „Das will ich auch machen.“

Neben der Mini-Klasse mit einem Startalter ab zehn Jahren gibt es weitere drei, die bis zu einem Startgewicht von 600 Kilogramm mit getunten Motoren laufen. Darunter ist etwa das Team „Schluckspecht“, das ein Gefährt mit aneinandergekoppelten Motorradmotoren von zwei Suzuki-Maschinen, Modell 1300 Hayabusa, und jeweils 180 PS auf die Strecke bringt. Ein anderes wartet mit einem Ford-V8-Motor, programmierbarem Einspritzcomputer und mehr als 800 PS auf.

In Waldbröl gibt es an einem Wochenende gleich zwei Meisterschaftsläufe und die doppelte Zahl an Punkten

Svenja Ponath, Chefin vom „Garden Pulling“ bei der DTTO (Deutsche Trecker Treck Organisation) berichtete, dass der Meisterschaftslauf in Schönenbach der sechste von insgesamt neun sei. Die 30 Teilnehmenden würden in vier Klassen antreten und hätten die einmalige Gelegenheit, in Schönenbach gleich zwei Meisterschaftsläufe an einem Wochenende zu absolvieren und dabei die doppelte Punktzahl zu kassieren. Sie lobte das Orga-Team: „Die haben richtig was auf die Beine gestellt.“ Etwas ungewohnt sei die hügelige Landschaft: „Aber wir kommen gerne wieder.“

Neben der Deutschen Meisterschaft gab es das freie Pulling für Traktorbesitzer aus der Region, bei dem es ebenso galt, einen Bremswagen über eine Strecke von rund 100 Metern zu ziehen. Dieses Spezialfahrzeug hat im vorderen Bereich eine Stahlplatte, die auf dem Boden aufliegt, und auf dem Rahmen eine bewegliche Ballastbox, die den Druck der Platte auf den Untergrund mit jedem gefahrenen Meter zunehmend verstärkt.

Diese Wettbewerbe wurden in acht Klassen ausgetragen. Die kleinste war Traktoren bis 1500 Kilogramm, die größte Schleppern mit mehr als zwölf Tonnen vorbehalten. Damit alle Teilnehmenden dieselben Voraussetzungen hatten, glättete das Treckerteam den Boden nach jeder Fahrt mit einem Erdhobel und verdichtete ihn anschließend mit einer Walze.

Vor den Wettbewerben startete die Treckerparty bereits am Freitagabend mit einem Fassanstich durch Bürgermeisterin Larissa Weber und einem Kölschen Abend mit Musik mit den Bands Losjonn und BelAir. Der Samstagabend war dem traditionellen Haxenessen gewidmet und danach gab es ebenfalls Livemusik mit Bastrock und DJ Walker auf der inzwischen legendären „Treckerparty im Büsch“.