Kommentar zum Erzbistum KölnKreisdechant hätte sich den empörten Gladbachern stellen müssen

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Das Pfarrzentrum St. Johann Baptist in Bergisch Gladbach-Refrath ist voll besetzt.

Volles Haus in Refrath, aber Kreisdechant Norbert Hörter fehlte auf der Pfarrversammlung.

Pfarrversammlung in Bergisch Gladbach, aber ohne den künftigen Leiter der Pastoralen Einheit. Das geht nicht, meint unsere Autorin.

Über zwei Stunden trifft das Erzbistum als Kirchenverwaltung auf die Wirklichkeit: Hart und deutlich sind die Reaktionen der Kritiker des sogenannten Modellprojekts.

Die Durchsetzung der Ziele des Erzbistums erleben die Gemeindemitglieder als reine Machtdemonstration, der sie ausgeliefert sind. Zu Recht verlangen sie von Kardinal Rainer Maria Woelki persönlich eine Entschuldigung für den Wortbruch. Auch wäre es die Pflicht des designierten leitenden Pfarrers Norbert Hörter gewesen, sich kritischen Fragen zu stellen.

In einer seiner künftigen Gemeinden brennt es. Aber das scheint ihm völlig egal zu sein. Sein Wegbleiben wird ihm von den Refrathern als Ignoranz oder Desinteresse ausgelegt. Das ist keine Basis für eine Zusammenarbeit. Zwei schmerzhafte Erkenntnisse bringt der Abend, die weit über Bergisch Gladbach hinausweisen.

Erstens, was bei diesem „Modellprojekt“ schon kaputtgegangen ist. Zweitens, welch anstrengender Weg noch vor den Gemeinden liegt. Und dann die Frage: Wer will überhaupt noch mitmachen?

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