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Weniger wildes ParkenStadt will mit Kübeln gegen Parksünder in der Bensberger Schloßstraße kämpfen

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Die Stadt will gegen das Falschparken (hier auf der rechten Bildseite) effektiver vorgehen.

Die Stadt will gegen das Falschparken (hier auf der rechten Bildseite) effektiver vorgehen.

Die Stadt Bergisch Gladbach erlässt neue Regeln gegen das Chaos auf der Schloßstraße in Bensberg.

Die Stadt will jetzt mit Blumenkübeln und weiteren Verkehrsschildern gegen Parksünder auf der Schloßstraße in Bensberg vorgehen. Dies kündigt Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter, in der Sitzung des Infrastruktur-Ausschusses am Dienstag an.

Anlass war die Anfrage von Markus Bollen (Grüne ), wie die Stadt dieses Problem in den Griff bekommen kann? Das Konzept für die neugestaltete Straße sieht vor, dass zwischen Emilienbrunnen und Spielplatz nur auf der südlichen Straßenseite, in Fahrtrichtung rechts, geparkt werden darf – um Platz zum Flanieren und Treffpunkte für Begegnungen zu schaffen.

Wir haben vor, den oberen Straßenbereich mit Blumenkübeln abzupollern.
Ragnar Migenda, Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach

Diese Regelung wird von vielen Autofahrern und Lieferdiensten seit einem halben Jahr jeden Tag ignoriert. Sie parken ihre Fahrzeuge trotzdem auf den Gehwegflächen. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes, zumal zurzeit nicht in voller Besetzung, kämen mit den Kontrollen gar nicht hinterher, berichtet Migenda.

Deshalb will die Stadt jetzt nachlegen: „Wir haben vor, den oberen Straßenbereich mit Blumenkübeln abzupollern.“ Dabei sollen die Behälter für Pflanzen – verteilt vor den Geschäften zwischen Emilienbrunnen bis zum Kino –   in erster Linie als Hindernisse für Fahrzeuge dienen und nicht der Ästhetik. „Dies ist eine simple Idee“, wie Migenda findet, um das Parkchaos in der Einkaufsstraße zu beenden. Diese Strategie müsse aber noch mit den Geschäftsleuten besprochen werden.

Zusätzliches absolutes Halteverbot im unteren Teil der Bensberger Schloßstraße

Im unteren Bereich, auf Höhe des Marktplatzes, sei eine solche Lösung nicht möglich, weil an dieser Stelle außer dem Wochenmarkt andere Feste stattfinden. „Dort werden wir zusätzlich ein absolutes Halteverbot ausweisen und durch Verkehrsschilder gut sichtbar machen“, sagt Migenda. Dies würde vielleicht nicht alle davon abhalten, ihren Wagen dort abzustellen. Aber potenzielle Falschparker würden dann zumindest um das Risiko wissen, aufzufliegen.

Den Vorschlag von Max Kindervater (CDU), ein sogenanntes Scan-Fahrzeug anzuschaffen, will die Stadt prüfen. In anderen Städten wie Stuttgart kurvten solche Fahrzeuge bereits durch die Straßen, berichtet Kindervater. Sie können mit einer Kamera auf dem Dach automatisch die Kennzeichen der parkenden Autos erfassen. Ein Computersystem prüft, ob für die gescannten Nummernschilder Parkscheine bezahlt wurden oder ob ein Wagen falsch parkt. Den Vorteil eines solchen Verfahrens sieht Kindervater auch darin, dass ein solches Auto viel mehr Falschparker erwischen könnte, als ein Beschäftigter des Ordnungsamtes zu Fuß schaffe.