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ImmobilieHaus für Obdachlose wird in Kürten saniert

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Das Haus zeigt die Unterkunft für Geflüchtete in Kürten

Die Unterkunft für Obdachlose in Kürten wird saniert

Nach Jahrzehnten der Nutzung wird das Obdachlosenheim in Kürten modernisiert. Die Bewohner sind umgezogen in eine Geflüchtetenunterkunft. 

Seit Anfang Dezember wird die Obdachlosenunterkunft der Gemeinde Kürten saniert. Handwerker geben den Ton im Gebäude an der Straße Am Halfenberg an. „Es muss viel gemacht werden“, berichtet Geschäftsbereichsleiterin Monika Chimtschenko. Das Wohnhaus werde schon seit Jahrzehnten als Unterkunft für Obdachlose genutzt, schon als sie ihren Dienst bei der Gemeinde im Jahr 1980 angetreten habe, habe es die Unterkunft gegeben. Jetzt sei eine Sanierung von Grund auf vorgesehen, vieles sei über die Jahre abgenutzt.

32 Bewohner gibt es

Unter anderem müssten auch die Küchenbereiche und Sanitäranlagen neu gemacht werden. Die Arbeiten liefen über mehrere Monate. Möglicherweise sei Mitte bis Ende des Jahres die Sanierung abgeschlossen, präziser lasse sich der Zeitraum nicht fassen. 32 Menschen ohne Obdach können maximal im Haus wohnen, zuletzt hatten auch Menschen aus dem Bereich der Geflüchteten hier ein Dach über den Kopf gefunden.

Saniert werden sollte das Gebäude schon seit einigen Jahren, vor rund einem Jahr hatte der damalige Bürgermeister Willi Heider berichtet, dass es noch keine konkreten Planungen gebe. Jetzt ist es im Rathaus doch schneller gegangen als zunächst gedacht. Das Haus im Hauptort Kürten ist das einzige, das die Kommune im Bereich der Obdachlosigkeit betreut. Bewohnt wurde es in der Vergangenheit auch von Menschen, die nach einem Schaden in der eigenen Wohnung vorübergehend ausziehen mussten.

Umzug der Bewohner

Die Halfenberg-Bewohner sind mit Beginn der Umbauten ausgezogen, und zwar in den Ortsteil Broch. Dort hat die Gemeinde im vergangenen Jahr eine Unterkunft für Geflüchtete errichtet (60 Plätze) und einen weiteren Bereich mit 30 Plätzen für Obdachlose freigehalten.

Diese Plätzen seien jetzt belegt worden, berichtet Chimtschenko. Wenn das Wohnhaus am Halfenberg fertig saniert sei, werde diese Personengruppe wieder zurückziehen. Die Gemeinde hat die Wohncontainer im Ortsteil Broch angemietet auf einen Zeitraum von sechs Jahren, aus Wissen an der Sieg waren die fertig eingerichteten Module angeliefert worden. Die 30 Plätze für die Obdachlosen standen zunächst leer.

Tiny-Häuser in Spitze

Auch auf die neue Geflüchtetenunterkunft in Spitze schaut die Verwaltung. Die von der Kommune erworbenen Tiny-Häuser für insgesamt 58 Personen sind fertig aufgestellt auf der Wiese an der Bensberger Straße und mit Infrastruktur versehen. Aber derzeit gebe es weniger Zuweisungen von Geflüchteten nach Kürten, berichtet Chimtschenko, dies habe man bei der Bestellung der Tiny-Häuser nicht wissen können. Deshalb werde die Wohnanlage zunächst nicht bezogen werden.

Sollte jedoch die Geflüchtetenunterkunft im Steinbruch in Waldmühle aufgegeben werden, könnte die dort wohnende Personengruppe möglicherweise nach Spitze umziehen. Aber das sei noch zu klären: Im Frühjahr entscheide die Politik über den Fortgang der Gesamtschulsanierung und damit auch über die Auslagerungsgebäude. Diese könnten im Steinbruch errichtet werden.