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Hilfe für die UkraineFünf Sattelzüge und doppelte Spenden durch die Bethe-Stiftung

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Roswitha und Erich Bethe besuchen die Ladearbeiten zum 21. Ukraine-Hilfskonvoi der Humanitären Hilfe Overath.

Ab sofort werden Spenden auf das Aktionskonto der Humanitären Hilfe Overath e.V. bis Weihnachten von der Bethe-Stiftung verdoppelt. Zum Auftakt besuchten die Stifter Roswitha und Erich Bethe (vorn 2. und 3. v.r.) das Lkw-Beladen für den 21. Ukraine-Hilfskonvoi der Humanitären Hilfe Overath e.V. Vorne rechts: der Vorsitzende und Overather Ehrenbürger Norbert Kuhl.

Die Humanitäre Hilfe Overath bereitet ihren 21. Ukraine-Konvoi vor – Die Bethe-Stiftung verdoppelt Spenden bis Weihnachten.

Kaminöfen, Stromgeneratoren, Winterkleidung, Hygieneartikel, Lebensmittel: Auf dem Vereinsgelände der Humanitären Hilfe Overath an der Hammermühle ist am Freitag weiter verladen worden. Ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer füllen die Auflieger für einen Konvoi, der am Abend des 1. Oktober in die Ukraine starten soll. Fünf 40-Tonner-Sattelzüge werden dabei sein, außerdem ein Begleitfahrzeug und zwei gespendete Pkw. Bis dahin muss alles verstaut sein, was Menschen in der Ukraine durch den nächsten Winter helfen soll.

Ein Gabelstapler fährt mit einer Palette Konserven über das Gelände der Humanitären Hilfe Overath an der Hammermühle in Overath.

Palettenweise werden Lebensmittel für den 21. Ukraine-Hilfskonvoi der Humanitären Hilfe Overath verladen.

Beim Beladen waren auch Roswitha und Erich Bethe zu Gast. Die Stifter sind zum Pressetermin an die Hammermühle gekommen und brachten eine Zusage mit, die über diese Fahrt hinausreicht: Die Bethe-Stiftung verdoppelt bis Weihnachten Spenden an die Humanitäre Hilfe Overath – mit bis zu 17.500 Euro. Kommt dieser Betrag durch Spenden zusammen, stehen dem Verein insgesamt bis zu 35.000 Euro für weitere Hilfe zur Verfügung. Berücksichtigt werden Einzelspenden bis 2000 Euro.

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„Was Norbert Kuhl da seit mehr als 30 Jahren mit seinem Team auf die Beine stellt und an Hilfe auf die Reise bringt, ist wirklich beachtlich“, sagt Erich Bethe über den Vorsitzenden der Humanitären Hilfe Overath. Deshalb hatte er ihn auch vor zwei Wochen angesprochen und die Spendenaktion angeboten.

Stifter Erich Bethe schaut auf Kartons in der neuen Sortieranlage im Hilfsgüterlager der Humanitären Hilfe Overath.

Stifter Erich Bethe besucht die neue Sortieranlage im Hilfsgüterlager der Humanitären Hilfe Overath.

Norbert Kuhl freute sich riesig – und denkt während der Vorbereitungen für den 21. Ukraine-Konvoi bereits an die nächste Fahrt in das von Russland überfallene Land: „Gleich nach der Rückkehr werden wir wieder für den nächsten Hilfskonvoi sammeln.“

Bis zum 26. Dezember verdoppeln wir jeden an die Humanitäre Hilfe Overath gespendeten Euro bis zu einem Gesamtbetrag von 17.500 Euro
Erich Bethe, gründete mit seiner Frau Roswitha die Bethe-Stiftung

Zunächst aber steht die Tour nach Chmelnyzkyj an. Dort unterstützt der Verein unter anderem ein Zentrum für traumatisierte Soldaten und ihre Familien, ein Krankenhaus, weitere Rehazentren sowie die örtliche Hilfe für Menschen, die aus den umkämpften Gebieten im Osten der Ukraine geflohen sind. Zu den weiteren Hilfsprojekten gehört ein Kinderkrankenhaus in Lviv. „Manche konnten nur mitnehmen, was sie tragen konnten“, sagt Kuhl über die Geflüchteten.

Roswitha Bethe lässt sich das Hilfsgüterlager der Humanitären Hilfe Overath erläutern.

Das Hilfsgüterlager der Humanitären Hilfe Overath ist in den vergangenen Wochen komplett neu organsisiert worden.

Die beiden gespendeten Pkw sollen in der Ukraine bleiben und bei der Verteilung der Hilfsgüter helfen. Einer davon ist nach Angaben des Vereins ein Geländewagen, der auch dann eingesetzt werden kann, wenn Schlamm und Schnee die Wege erschweren. Für den Transport nach Chmelnyzkyj nutzt die Humanitäre Hilfe eigene Auflieger und Zugmaschinen. Weitere Zugmaschinen stellen Overather Unternehmer zur Verfügung. Gefahren werden sämtliche Fahrzeuge von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern aus den Vereinsreihen.

Ehrenamtliche der Humanitären Hilfe Overath fahren Hilfsgüter direkt in die Ukraine

Dass solche Lieferungen ankommen und weiterhelfen, haben frühere Konvois gezeigt. Overather und Bergisch Gladbacher Helfer des dortigen Vereins der Humanitären Hilfe brachten unter anderem medizinisches Material und Krankenwagen zum Kinderkrankenhaus in Lviv. Bei einer späteren Fahrt erreichten mehr als 80 Tonnen Hilfsgüter die Klinik und das Traumazentrum bei Chmelnyzkyj – darunter Betten, Generatoren und Lebensmittel.

Wie akkurat die Hilfsgüter nach der Annahme im neu organisierten Lagerzelt der Humanitären Hilfe Overath sortiert und vorbereitet werden – davon konnten sich Roswitha und Erich Bethe beim Pressetermin für die Spendenaktion persönlich überzeugen. Und sie waren angetan: „Hier wird ja einiges auf den Weg gebracht“, sagte Roswitha Bethe anerkennend.

Doch jede Fahrt kostet Geld, selbst wenn Fahrzeuge und Hilfsgüter gespendet werden und die Fahrer ihre Zeit unentgeltlich einbringen. Allein der Diesel ist für den Verein eine erhebliche Belastung. Die Transporte werden nach Vereinsangaben ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert. Dank der Verdoppelungsaktion kann aus jeder Spende bis Weihnachten mehr Hilfe für die nächste Fahrt werden. „Aber das gelingt nur, wenn uns viele Menschen unterstützen“, sagt Norbert Kuhl und hofft auf große Unterstützung.