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BilanzArbeitsreiche Silvesternacht für Feuerwehren in Rhein-Berg – Feuerwerksbatterien brennen

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Feuerwerk auf einem Platz.

Ein Hingucker: Das Feuerwerk auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach.

Polizei zählt 68 Einsätze im Kreisgebiet, Feuerwehren rücken zu zahlreichen Kleinbränden aus.

Die Menschen im Bergischen sind vergleichsweise ruhig in das neue Jahr gestartet. Polizei und Feuerwehr berichteten von keinen ähnlich dramatischen Einsätzen wie in Bielefeld, wo zwei 18-Jährige bei Unfällen mit selbst gebauter Pyrotechnik ums Leben kamen. Auf den Straßen waren bei nasskaltem Wetter und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt verhältnismäßig wenige Menschen unterwegs. Dennoch stellte die Silvesternacht die Einsatzkräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis auch in diesem Jahr vor Herausforderungen. 68 Einsätze zählte die Polizei im Kreisgebiet, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten allein in Bergisch Gladbach zwanzigmal aus.

Die Feuerwehr hatte es in der Kreisstadt vor allem mit kleineren Bränden zu tun. In mehreren Straßen brannten zurückgelassene Feuerwerksbatterien, die nach der Benutzung unbeaufsichtigt am Straßenrand abgestellt worden waren. Diese Kleinbrände hätten zu vermeidbaren Einsätzen geführt, teilte die Feuerwehr mit.

Unruhige Silvesternacht für Rösrather Feuerwehr

Bereits im Verlauf des Silvestertages waren die Feuerwehrleute zu sechs Einsätzen alarmiert worden, drei davon infolge unsachgemäßer Nutzung von Feuerwerkskörpern. Der Rettungsdienst war in Bergisch Gladbach elfmal gefordert. Insgesamt habe sich das Einsatzgeschehen aber über die gesamte Nacht hinweg „im erwartbaren und gut beherrschbaren Rahmen“ bewegt.

Als „unruhig“ beschrieb Feuerwehrsprecher Luca Meysing die Silvesternacht in Rösrath. Die gesamte Nacht über waren die Einsatzkräfte dort gefordert. So brannte bereits gegen 20.30 Uhr eine Mülltonne in Hoffnungsthal, wenig später versorgten Feuerwehrleute ebenfalls in Rösrath eine gestürzte Person bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. In der Nacht wurde die Feuerwehr zu mehreren Kleinbränden alarmiert. In Forsbach brannten um 1.25 Uhr Feuerwerksbatterien, wenige Minuten später fing eine Hecke Feuer.

Am Neujahrsmorgen brannte im Stadtteil Scharrenbroich ein Adventskranz. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, anschließend führte die Feuerwehr umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durch. Die Silvesternacht schließt nahtlos an die unruhigen Weihnachtstage in Rösrath an. Zu insgesamt 14 Einsätzen rückte die Feuerwehr seit Heiligabend aus – unter anderem löste ein Dachstuhlbrand am 28. Dezember einen Großeinsatz in Kleineichen aus.

Polizei zählt insgesamt 68 Einsätze in Rhein-Berg

Die Polizei sprach am Neujahrstag von einer „weitestgehend ruhigen“ Silvesternacht. Mit insgesamt 68 Einsätzen in den Städten und Gemeinden des Kreises war die Belastung etwas niedriger als im Vorjahr (74).  In acht Fällen wurde die Polizei wegen Ruhestörungen gerufen. In 13 Fällen war der offenbar unsachgemäße oder belästigende Umgang mit Feuerwerk Anlass für Bürgerinnen und Bürger, die Polizei zu rufen. Meist sei jedoch kein Einschreiten erforderlich gewesen. Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten wurden nicht erstattet.

Die Verkehrskontrollen verliefen ebenfalls ohne größere Auffälligkeiten, teilte die Polizei mit. Gegen 3.50 Uhr sei eine Autofahrerin in Leichlingen unter dem Einfluss berauschender Mittel von Polizisten gestoppt worden. Sie musste eine Blutprobe abgeben. Bereits um 20 Uhr hatte ein 30 Jahre alter Autofahrer auf der Overather Hauptstraße ein anderes Auto touchiert und dabei beschädigt. Bei der Unfallaufnahme bemerkten die Polizisten Alkoholgeruch. Einen Atemalkoholtest lehnte der Mann ab, erst das Ergebnis der Blutprobe wird Aufschluss über den Grad seiner Alkoholisierung geben. Der Führerschein des 30-Jährigen wurde beschlagnahmt.

So verteilten sich die Polizeieinsätze im Kreisgebiet (Vorjahreswerte in Klammern): Bergisch Gladbach 25 (29), Wermelskirchen 9 (10), Rösrath 6 (8), Overath 9 (6), Leichlingen 11 (4), Burscheid 3 (6), Kürten 1 (5), Odenthal 5 (6).