Der Tod von vier Jugendlichen in Kürten bewegte im Sommer die gesamte Region.
Tödlicher Unfall, Brände, MordDiese „Blaulicht-Nachrichten“ haben Rhein-Berg 2025 bewegt

Trauer: Der Unfall, bei dem im August vier Teenager im Dürschtal starben, bewegt die Region.
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Die Nachricht vom 16. August aus dem Dürschtal bei Kürten Dürscheid bewegt eine ganze Region: Vier Teenager sterben bei einem nächtlichen Unfall auf der dortigen Landstraße. Aus dem Auto überlebt nur der 17-jährige Fahrer. Er soll vor dem Unfall noch ein Motorrad auf der kurvenreichen Straße überholt haben, auf der lediglich Tempo 50 erlaubt war. Er war wohl mit deutlich höherer Geschwindigkeit unterwegs. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern auch zum Jahreswechsel noch an.
Und das war keineswegs die einzige „Blaulicht-Nachricht“, die Rhein-Berg in diesem Jahr bewegt hat.
54-Jähriger nach Besuch in Rösrather Restaurant niedergestochen
Bereits im Januar wird bei Lohmar ein Toter aus der Sülz geborgen. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um einen zuvor in Rösrath als vermisst gemeldeten Menschen handelt.
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Am 17. März wird ein 54-jähriger Mann aus Wachtberg nach einem Besuch in einem Restaurant im historischen Volberger Ortskern in Rösrath-Hoffnungsthal von einem weiteren Gast des Lokals niedergestochen. Der Tatverdächtige, der zuvor bereits in dem Lokal aufgefallen war, flüchtet und wird per internationalem Haftbefehl gesucht, bis er am 1. April in Polen gestellt und verhaftet wird.
Im November hat der Prozess gegen den 33-Jährigen begonnen, der ersten Aussagen zufolge an einer Psychose leiden soll. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll er im Restaurant zunächst versucht haben, die Rechnung des ihm bis dahin nicht bekannten, späteren Opfers zu bezahlen. Als der Gast aus Wachtberg das ablehnte, seien in dem Angeklagten „starke Aggressionen gegenüber dem Geschädigten“ aufgekommen, die schließlich zum Messerangriff auf dem Parkplatz neben dem Lokal geführt habe. Der Prozess dauert aktuell noch an.
Zerstörte Plakate im Wahlkampf sind in Rhein-Berg immer wieder Thema
Bei einem Brand im Nußbaumer Hof in Bergisch Gladbach-Nußbaum kommt Mitte April die 71-jährige Wirtin ums Leben. Groß ist die Trauer im Ort und unter allen anderen, die sie gekannt haben.
Zerstörte Plakate im Wahlkampf sind immer wieder ein Thema, im Kommunalwahlkampf im September werden auch Wahlkämpfer Ziel von Attacken. So gießt beispielsweise eine Frau Buttersäure am SPD-Wahlkampfstand in Bergisch Gladbach aus.
Brände sorgen zur Weihnachtszeit für Großeinsätze der Feuerwehr
Zum Ende des Jahres wird zudem klar: Einer der rätselhaftesten Fälle, der in jüngster Vergangenheit vor dem Kölner Landgericht um den gewaltsamen Tod eines Odenthalers (63) verhandelt wurde, wird ab Dezember neu aufgerollt. Sei dem 10. Dezember muss sich die Witwe (66) des damals zu Tode gekommenen Mannes wegen Mordes einem erneuten Prozess stellen.
Eine erste Verurteilung der 66-Jährigen im März 2020 wegen Totschlags zu acht Jahren Haft war 2021 vom Bundesgerichtshof aufgehoben worden. Der für das damalige Urteil verantwortlichen 4. Großen Strafkammer am Landgericht Köln unter Vorsitz einer mittlerweile pensionierten Richterin hatten die Karlsruher Richter grobe Fehler in der Beweisführung attestiert und den Fall zur Neuverhandlung ans Landgericht zurückverwiesen.
Brände sorgen zur Weihnachtszeit für Großeinsätze der Feuerwehr. In Overath verliert eine vierköpfige Familie am Zweiten Weihnachtsfeiertag ihr Zuhause. In Rösrath brennt am 28. Dezember ein unbewohntes Haus in Kleineichen aus.

