Rotbuchen, Stiel- und Traubeneichen haben sich durch regenreiche Jahre auch in Rhein-Berg etwas erholt – was jetzt noch wichtig ist für den Wald.
Durchwachsene BilanzWie der Wald im Bergischen Vitalitätstropfen erhält

Manche Waldflächen wie hier am Tütberg zwischen Untereschbach und Bensberg wurden durch Borkenkäfer- und Hitzeschäden großflächig zerstört.
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Wenn es im Sommer regnet, freut das zumindest einen – den Wald. Besonders die Jahre 2023 und 2024 und ebenso das eher nasse vergangene Jahr haben dem Baumbestand auch im Bergischen Land gutgetan. Insgesamt geht es dem Wald laut Waldzustandsbericht 2025 der NRW-Landesregierung dadurch zwar etwas besser, allerdings ist sein Zustand weiterhin kritisch, so das Regionalforstamt Bergisches Land in einer Pressemeldung.
Das Amt mit Sitz in Gummersbach ist für 77.500 Hektar Wald verantwortlich. Im Rheinisch-Bergischen Kreis mit 35.000 Waldbesitzenden profitierte vor allem die weit verbreitete Rotbuche. Ihr Zustand habe sich „deutlich verbessert“, so das Regionalforstamt. Auch die Stiel- und Traubeneichen haben sich etwas erholt.
Brombeeren, Gras und Farne müssen in Schach gehalten werden
Gleichzeitig leiden in bestimmten Lagen, etwa an Südhängen, mehr Buchen an Vitalitätsschwäche. Dabei werden die Bäume früh im Jahr welk. Die Ursachen: der Trockenstress der Dürrejahre 2018 bis 2020 mit in der Folge stärkerer Anfälligkeit für schädliche Pilze und Insekten.
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Parallel geht es weiter darum, nach der Borkenkäferplage (besonders betroffen war der Oberbergische Kreis), einen starken zukunftsfähigen Bestand junger Bäume aufzubauen. Dazu muss auch die Konkurrenz aus Brombeeren, Gras oder Farnen regelmäßig in Schach gehalten werden. Mancherorts wachsen durch natürliche Verbreitung wieder Fichten oder Birken. Auf anderen Flächen wurden Eichen, Douglasien, Lärchen oder Buchen gepflanzt.
Wie der Zustand des Waldes im Bergischen ermittelt wird
Wie wird der Zustand des Waldes ermittelt? Bäume mit kräftig grünem und dichtem Nadel- oder Blattwerk in der Krone sind ein deutliches Zeichen für einen gesunden Baum. Jahr für Jahr richten Fachleute vier Wochen lang im Sommer ihre Ferngläser auf die Lichtkronen ausgewählter Bäume in NRW, um möglichen Veränderungen auf die Spur zu kommen. Außerdem werden Satellitendaten ausgewertet.
In NRW sind knapp 27,9 Prozent oder 952.519 Hektar Waldfläche (Bundesdurchschnitt: 32 Prozent). 63 Prozent des Waldes ist in Privatbesitz. Im landeseigenen Wald (13 Prozent der Gesamtwaldfläche) erfassen die Försterinnen und Förster seit mittlerweile zehn Jahren in einer Datenbank gezielt besonders alte oder wertvolle Biotopbäume mit viel Lebensraum für Insekten, Vögel oder Pilze. Inzwischen sind landesweit mehr als 40.000 dieser für ein stabiles Waldökosystem wichtigen Gewächse dokumentiert.

