32 Gruppen der Wehren aus dem Rhein-Erft-Kreis, Weilerswist und Dormagen trafen sich zum Leistungsnachweis.
LeistungsnachweisFeuerwehrleute probten den Ernstfall in Bedburg

Die Teilnehmer mussten verschiedene Einsatzarten simulieren.
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Es ist der Alptraum einer jeden Feuerwehr-Einsatzkraft: Lichterloh schlagen bereits beim Eintreffen die Flammen aus den Türen und Fenstern eines Hauses. Das Gebäude ist voller Rauch und immer noch befinden sich Menschen im Gebäude, die dringend auf Hilfe hoffen. Um im Ernstfall bei solchen Einsätzen genau zu wissen, was und in welcher Reihenfolge zu tun ist, wird regelmäßig geübt, so wie jetzt in Bedburg.
Dort trafen sich am ersten September-Wochenende sogar 32 Gruppen zum Leistungsnachweis – um den Ernstfall zu trainieren und so unter Beweis zu stellen, dass sie auch in schwierigen Einsatzlagen jederzeit Herr der Lage bleiben.
„Neben den Feuerwehrleuten aus dem Rhein-Erft-Kreis waren auch Gruppen aus Dormagen und Weilerswist zu Gast“, berichtete jetzt der zuständige Mann für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fabian Ufer.
Bedburg: Zum ersten Mal in dieser Form
Erstmals sei der Leistungsnachweis in dieser ganz besonderen Form durchgeführt worden. „Dazu wurden die Einsatzübungen so gestaltet, dass sie noch stärker an den Situationen ausgerichtet waren, mit denen die Einsatzkräfte auch im Feuerwehralltag konfrontiert werden“, erklärte er. So galt es bei einem simulierten Wohnungsbrand das Feuer zu bekämpfen, gleichzeitig musste das Gebäude aber auch nach einer vermissten Person abgesucht und anschließend gerettet werden. Bei einer weiteren Übung wurde ein Verkehrsunfall dargestellt, bei der eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war.
Und wie bei einem echten Einsatz musste auch dabei die Feuerwehr ihr ganzes Können abrufen: die Einsatzstelle sichern, die verletzte Person zu betreuen, beruhigen und soweit wie möglich versorgen, während weitere Feuerwehrleute mit schweren Gerätschaften an der Befreiung des Verletzten arbeiteten.
Wie Dr. Joachim P. Kloock, Koordinator des Leistungsnachweises beim Kreisfeuerwehrverband Rhein-Erft e. V. erklärte, gehe es beim Leistungsnachweis darum, die Handlungssicherheit von Grundtätigkeiten abzurufen.
Deswegen gehört auch die Schnelligkeitsdisziplin Knoten und Stiche zum Leistungsnachweis, zudem Erste Hilfe und das Abfragen von feuerwehrtechnischem Wissen. Kreisbrandmeister Thomas Weiler lobte die Teilnehmer und Gastgeber abschließend gleichermaßen und freute sich über den erfolgreichen Leistungsnachweis.
