Ein Jahr nach Unfall„Aktenzeichen XY“ soll helfen, Todesfahrer von Wesseling zu finden

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Auf dem Foto ist die hell erleuchtete Unfallstelle auf der Rodenkirchener Straße in Wesseling zu sehen. Polizisten sichern Spuren. Im Hintergrund ist ein Rettungswagen zu sehen.

Im Rettungswagen war der schwer verletzte Alexander Sauerborn in die Uniklinik nach Köln gebracht worden.

Die Suche nach dem Fahrer wird in der Sendung am 27. März thematisiert. Schon oft konnten Fälle mithilfe von Zuschauern aufgeklärt werden.

Schon oft haben Hinweise von Fernsehzuschauern dazu geführt, Verbrechen aufzuklären und Täter zu fassen. Diese Hoffnung haben Jürgen Sauerborn und seine Familie auch: Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Unfalltod seines Sohnes Alexander (20) in Wesseling strahlt das ZDF am Mittwoch, 27. März um 20.15 Uhr den Fall in der Sendung „Aktenzeichen XY . . . Ungelöst“ aus.

Nach Informationen dieser Redaktion wird die Unfallflucht, in Folge derer der Psychologiestudent ums Leben gekommen ist, im Fernsehstudio aufgegriffen: Ein Ermittler schildert im Gespräch mit Moderator Rudi Cerne den Fall, es werden Fotos von der Unfallstelle gezeigt – und vermutlich auch von dem mutmaßlichen Wagen, mit dem der unbekannte Fahrer Alexander Sauerborn überrollt hat: einem dunklen 1er BMW. Dass es sich um ein solches Fahrzeug handelt, konnte anhand der Spurensicherung und am Unfallort gefundener Wagenteile festgestellt werden.

Video-Appell von Jürgen Sauerborn wurde mehr als 30.000 Mal geklickt

Schließlich wird der Beitrag in einen Aufruf münden, dass sich Zeugen, die Angaben zum Hergang des Unfalls machen können oder denen am 26. März 2023 um 1 Uhr nachts einen dunklen BMW in Wesseling oder der näheren Umgebung gesehen haben, bei der Polizei melden mögen. Es wird auch danach gefragt werden, wer einen solchen Wagen, der Unfallspuren aufgewiesen haben muss, repariert hat. Und die Ermittler werden vermutlich auch an den Fahrer oder die Fahrerin appellieren, sich zu stellen.

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Einen solchen Aufruf hatte Jürgen Sauerborn vor wenigen Tagen in einem Video auf Youtube verbreitet. Darin fragt der Wesselinger: „Wie lebt es sich mit dem Gefühl, einen jungen Menschen sterbend auf der Straße liegen zu lassen und einfach abzuhauen? Hat Dich Alexander noch einmal angesehen? Hast Du ihm in die Augen geschaut? Hast Du keine Alpträume? Denkst Du nicht täglich daran? Siehst Du den Moment des Aufpralls nicht jeden Tag vor Deinem geistigen Auge?“

Das Video war innerhalb eines Tages mehr als 30.000 Mal angeklickt worden. Überörtliche Medien wie Spiegel online, RTL, Welt, Sat1 und Bild haben über Sauerborns Aufruf berichtet. Für Hinweise zur Ergreifung des Unfallfahrers hat Familie Sauerborn 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt, weitere 3000 Euro hat die Staatsanwaltschaft Köln ausgelobt.

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