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HauptstraßeBaufirma in Much pflastert Gehweg mit alten Kirchplatzsteinen

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Halb Pflaster, halb Platten: Das alte Kirchplatzpflaster ist eine Behelfslösung.

Much – Wer in Much pflastert, begibt sich auf heißes Pflaster. Seit dem Streit um die Neugestaltung des Kirchplatzes nebst gescheitertem Bürgerbegehren achten die Mucher genauer auf das, was ihnen unter die Füße kommt. So fiel Gemeinderatsmitglied Michael Tampier (SPD) auf, dass auf einem Stück des Gehwegs an der Hauptstraße das alte Kirchplatzpflaster verlegt worden ist. Dort, vor der Gaststätte „Schublade“ gegenüber der Großbaustelle an St. Martinus, ist der schmale Bürgersteig nun der Länge nach halbseitig gepflastert.

„Das sieht komisch aus und ist total unsinnig“, sagte Tampier am Dienstag in der Ratssitzung. Der Sozialdemokrat erinnerte daran, dass die Entscheidung gegen Natursteinpflaster auf dem Kirchplatz unter anderem mit der nötigen Barrierefreiheit begründet wurde. „Jetzt ist der Gehweg nicht barrierefrei.“

Behelfsmaßnahme war nicht mit Gemeinde abgesprochen

Beigeordneter Karsten Schäfer bestätigte Tampiers Vermutung, dass die Teilpflasterung des Bürgersteigs nicht mit der Gemeinde abgesprochen gewesen sei. Die Baufirma habe zu den vorhandenen, alten Pflastersteinen gegriffen, um die vielen gebrochenen Gehwegplatten an dieser Stelle zu ersetzen, erklärte er gestern auf Anfrage. Es sei eine Behelfsmaßnahme und für den Augenblick die vernünftigste Lösung. Später werde geprüft, ob und wie der Belag ersetzt werde.

Derweil geht es auf der Hauptstraße (B 56) mit der Fahrbahnerneuerung weiter. Am Mittwoch wurde nun auch der Abschnitt zwischen Doppelkreisel und „Auf dem Beiemich“ gesperrt.

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Vom 6. bis 8. Oktober soll auf dem 850 Meter langen Abschnitt bis zum Kreisel an der Zeithstraße die alte Fahrbahn abgefräst und der neue Asphalt aufgetragen werden. Besser „in einem Rutsch“ als eine Wanderbaustelle, die sich bis zum Jahresende zieht, lautet die Devise. Ab 10. Oktober kann die Straße voraussichtlich wieder befahren werden, wegen der Kirchplatzbaustelle zunächst nur einseitig in Richtung Westen.