Rund 200 Feuerwehrkräfte der Jugend aus neun Ortsgruppen im Kreis kämpften sich beim Zeltlager durch eine Spieleolympiade.
Sommergefühl und TeamgeistJugendfeuerwehren in Rhein-Sieg kommen beim Zeltlager zusammen

Die Stöcke mussten zeitgleich fallengelassen und vom Partner aufgefangen werden.
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Wenn der Nachwuchs der Feuerwehr zu einem sommerlichen Zeltlager im idyllischen Bröltal zusammenkommt, dann wird neben viel Spaß und Ferienstimmung auch immer wieder klar: Dieser Beruf funktioniert nicht ohne Teamgeist. Auf dem Festplatz in Much-Bruchhausen, wo später im Jahr noch das große Erntefest gefeiert wird, ging es am langen Pfingstwochenende gänzlich ohne Alkohol zu.
Knapp 200 junge Feuerwehrleute aus neun verschiedenen Ortsgruppen aus dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis schlugen ihre Zelte auf, etwa 60 Betreuer waren von Freitag bis Montag mit dabei. Zwischen Kennenlernspielen, einem Volleyballturnier und einer Spieleolympiade waren die Kids froh, sich zwischendurch in der Bröl abzukühlen, der Bach verläuft direkt am Zeltplatz vorbei.
Angesichts von knapp 30 Grad und kaum Schatten auf dem großen Platz kamen die jungen Feuerwehrleute aber nicht drum herum, einen Ausflug ins Waldfreibad Much zu unternehmen, auch der Baumwipfelpfad Panabora in Waldbröl stand auf dem Programm.
Spieleolympiade für Jungfeuerwehrleute beim Zeltlager
Am Sonntag wurden die jungen Feuerwehrleute in zufällig gemischte Teams eingeteilt und kämpften sich durch eine Spieleolympiade. Much, Bad Honnef, Meckenheim und co. kämpften also alle gemeinsam um den Pokal, um die 16 entstandenen Teams auseinanderzuhalten, vergaben sie sich vorher Teamnamen. Aus der Kreativität entstanden Namen wie „Schnickers“, „Festes Schuhwerk“, „Die Rabauken“ oder auch „Garnichts“.
Die 20 Spiele, die sich Claus Fabritius, Fachbereichsleiter Zeltlager ausgedacht hat, zeichnen sich allesamt durch exzellentes Teamwork aus. Denn ohne gute Zusammenarbeit geht bei der Olympiade, wie bei der Feuerwehr, gar nichts.
Es gilt etwa, vier Tischtennisbälle durch einen 20 Meter langen Feuerwehrschlauch zu bugsieren. Gar nicht so einfach, da der Schlauch innen gummiert ist, die Bälle rutschen also nicht mal so eben durch. Interessant zu beobachten: „Bei jedem Team kristallisiert sich jemand raus, der die Anweisungen gibt“, erzählt Nele Richter, Pressesprecherin der Jugendfeuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis. Beim Team „7A“ ist das Benjamin aus der Ortsgruppe Siegburg. Er hält den Schlauch über seinen Kopf und führt die Bälle durch, die anderen helfen beim Tragen. Und das Ganze sieht wirklich gut aus, sie scheinen die Bestzeit von 2:42 Minuten knacken zu können.

Beim Zeltlager der Jugendfeuerwehr kamen knapp 250 Leute zusammen.
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Am Ziel angekommen, plumpsen dann jedoch nur zwei Bälle aus dem Schlauchende. „Ich war fest davon überzeugt, dass vier Bälle rauskommen“, meint Benjamin nach der Aufgabe, die sich dann doch länger zog, als erwartet. Hastig rennt die Gruppe zurück und muss die restlichen zwei Bälle im Schlauch ausmachen. „Man kann es nicht so richtig fühlen“, gibt Benjamin zu, der am Ende mit seiner Gruppe dann mit einer Zeit über vier Minuten abschließt.
Abkühlung mit dem Wasserschlauch ist eingepreist
Ärgerlich, aber auf geht es zur nächsten Station. Beim Dosenwerfen kommt es auf Treffgenauigkeit an und dann ist wieder Teamwork gefragt. Das Team ist mit der Aufgabe konfrontiert, den eigenen Stock fallen zu lassen und gleichzeitig den des Teampartners zu fangen. Dabei stehen alle im Kreis, es darf kein Stock umfallen. Es kommt also auf perfektes Timing und absolutes Teamwork an.

Mit einem Feuerwehrschlauch mussten aus der Ferne Becher mit Wasser gefüllt werden.
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Als nächstes steht eine Abkühlung an, nicht ohne eine Herausforderung zu meistern, natürlich. Becher sollen mit Wasser gefüllt werden. Aber nicht unterm Wasserhahn, sondern mit einem Feuerwehrschlauch über mehrere Meter Entfernung. Dass die Person mit dem Becher in der Hand nass wird, ist natürlich mit eingepreist.
Kreisjugendfeuerwehrwart André Dekleermaeker zeigt sich erfreut über ein gelungenes Zeltlager im Bröltal. Das letzte ist nämlich schon 14 Jahre her, 2012 kam die Jugend in Meckenheim zusammen. Es soll nun aber wieder jährlich weitergehen, wie Dekleermaeker plant. Er steht in gutem Kontakt zur Feuerwehrbereitschaft 33. Der Verein ist für die Verpflegung an dem Wochenende verantwortlich und unerlässlich für das Zeltlager. Also dann: Aufs nächste Jahr.
