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Mehr Schutz bei VeranstaltungenVereine in  Ruppichteroth kaufen mobile Durchfahrtsperren

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Männer und Frauen stehen hinter beweglichen Sicherheitselementen.

Neue Durchfahrtsperren zum Schutz von Veranstaltungen haben die Vereine in Ruppichteroth angeschafft.

Ein Großteil der Kosten kam als Zuschuss aus dem EU-Förderprogramm Leader.

Der Gefahr von Amokfahrten oder Anschlägen kann nie zu 100 Prozent begegnet werden, wie Angriffe auf Weihnachtsmärkte in Berlin, Mannheim oder Magdeburg mit zahlreichen Toten zeigten. Doch lässt sich das Risiko durch vorbeugenden und aktiven Veranstaltungsschutz minimieren.

Ruppichteroth scheint nun besser gewappnet zu sein. Am Samstag, 18. Juli, stellten Hans-Peter Hohn und die sechs mitgliederstärksten Ruppichterother Vereine die für 80.000 Euro beschafften mobilen Durchfahrtsperren vor. „Damit können wir Sicherheit bei unseren Straßenveranstaltungen weiter verbessern und die zunehmenden behördlichen Anforderungen langfristig erfüllen“, betonte Hohn.

55.000 Euro kamen von der EU für das Projekt in Ruppichteroth

Die klappbaren Sperrsegmente lassen sich in Sekundenschnelle absenken und geben den Weg für Einsatzkräfte oder Lieferanten frei. Aus den insgesamt vier beschafften Elementen, von denen jedes 770 Kilo wiegt, lassen sich zwei knapp vier Meter breite und dreieinhalb Meter Tiefe Sperren einrichten. Sie vertragen ein Überfahren von Fahrzeugen bis 40 Tonnen. Die Rampen sind auch als Kabel- und Schlauchbrücke nutzbar und sollen aufsichts- und weitgehend wartungsfrei sein. Die Elemente werden beim Bauhof der Gemeinde gelagert.

Hohns Sohn Florian hatte die Idee für diese Art Sperren. Als Mitglied im mehrköpfigen Organisationsteam der Döörper Weihnacht habe er sich schon länger mit Schutzmaßnahmen beschäftigt, wie sein Vater Hans-Peter erzählte. Der ist Mitglied im Bürgerverein Ruppichteroth und aus seiner Zeit in der Kreisverwaltung berufserfahren in Sachen Wirtschaftsförderung.

Im EU-Förderprogramm Leader fand er die Möglichkeit für eine Teilfinanzierung. Das Programm ist ein Instrument der EU zur Förderung der Entwicklung ländlicher Regionen, welches soziale, wirtschaftliche, kulturelle sowie touristische Projekte, stärken und die Lebensqualität verbessern soll.

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Für das Ruppichterother Projekt wurden 55.000 Euro bewilligt, 70 Prozent der Beschaffungskosten. Den Eigenanteil von 25.000 Euro hatten die sechs Vereine zu stemmen, wie Hohn berichtete. Mit Stiftungs- und Eigenmitteln sowie einer Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) mit Unterstützung der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg habe man die 25.000 Euro innerhalb von gut drei Wochen zusammengehabt. „Ohne die VR-Bank hätten wir es nicht geschafft“, unterstrich Hohn, auch weil das Geldhaus eine Kontokorrentlinie eingerichtet habe. „Nur so konnten wir in Vorleistung gehen, da die Zuwendung durch die Bewilligungsbehörde nur im Erstattungsverfahren hinterher erfolgt.“

Langer Beifall der Gäste brandete auf, nachdem sich Kai Reinl, Vorsitzender von Schaufenster Ruppichteroth, für Hohns Engagement bedankt hatte. Alles sei schnell und unkompliziert über die Bühne gegangen, die Vereine hätten nur noch zustimmen müssen.