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Heizöl in der Sieg
Feuerwehr legte Ölsperren nach Kontamination in Windeck

2 min
Ölaustritt in die Sieg: Hinter der Präsidentenbrücke setzte die Feuerwehr zwei Ölsperren.

Ölaustritt in die Sieg: Hinter der Präsidentenbrücke setzte die Feuerwehr zwei Ölsperren.

Zwischen 1500 und 2000 Liter Heizöl sind am Samstag, 4. Juli, bei Imhausen in Windeck in den Fluss geraten - Feuerwehr warnt die Bevölkerung.

Die Sieg lockt bei den sommerlichen Temperaturen, baden, picknicken, planschen ist an den Flussufern beliebt. Jetzt aber droht in Windeck Gesundheitsgefahr: 1500 bis 2000 Liter Liter Heizöl sind am Samstag (4. Juli) bei Imhausen  in die Sieg geraten. Die Feuerwehr warnt die Bevölkerung, auch die Warn-App Nina wurde ausgelöst.

Schwimmen, Baden, im Wasser Waten sei gefährlich, auch das Spielen am Wasser, informierte die Feuerwehr Windeck. Tiere dürften nicht mit Siegwasser getränkt, keine Fische geangelt werden. Jeder Kontakt mit dem Wasser sei  zu vermeiden.

52 Feuerwehrleute aus der Region waren an der Sieg im Einsatz

Die Freiwillige Feuerwehr Windeck war um 14.17 Uhr mit dem Stichwort ABC2 an die Dahlhausener Straße bei Imhausen gerufen worden. Es sind etwa 1500 bis 2000 Liter Heizöl aus einem Tank ausgetreten, die über sich über die Straße verteilt hatten und in einen Regenwasserkanal gelaufen waren. Dieser führt in den Irserbach, der direkt in die Sieg mündet", sagte Pressesprecher Marco Brauner. Laut Informationen der Polizei war ein auf einem Anhänger befestigter Öltank heruntergefallen.

Aufgrund der erheblichen Umweltgefährdung seien umgehend weitere Einsatz- und Spezialkräfte zur Unfallstelle alarmiert worden, so Brauner weiter. „Auf der Sieg wurden bei Eulenbruch sowie an der Präsidentenbrücke in Mauel haben wir Ölsperren auf dem Wasser errichtet und schwimmfähiges Bindemittel verteilt, um eine weitere Ausbreitung der Verunreinigung einzudämmen.“

Die Feuerwehr war mit 52 Kräften vor Ort.

Die Feuerwehr war mit 52 Kräften vor Ort.

Aus Ruppichteroth-Winterscheid, Eitorf und Hamm in Rheinland-Pfalz kamen ebenfalls Feuerwehren, die weitere Säcke mit Bindemittel brachten. „In der Spitze waren 52 Kräfte vor Ort, am späten Nachmittag konnten wir die ersten wieder entlassen, um 20 Uhr war der Einsatz beendet“, sagte Brauner. Während des gesamten Einsatzes stellte das DRK Windeck die Verpflegung der Einsatzkräfte mit Snacks und Getränken sicher.

„Eine Spezialfirma hat die Reinigung der Fahrbahn übernommen. Die Ölsperren werden wohl noch mehrere Tage liegen bleiben, das Bindemittel muss abgesaugt werden. Die Untere Wasserbehörde ist informiert“, erklärte Brauner.