Das winterliche Wetter hat im Rhein-Sieg-Kreis am Wochenende zu Unfällen geführt. Auch die Feuerwehr war betroffen.
Schnee und GlatteisViele Unfälle in Rhein-Sieg am Wochenende

Der Fahrer des Toyota Corolla war am Sonntagmorgen mit zwei Fahrgästen an Bord in den Gegenverkehr geraten.
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Schnee und Glatteis haben am Wochenende auch im Rhein-Sieg-Kreis für Unfälle gesorgt. Autos kollidierten mit dem Gegenverkehr oder rutschten in Gräben, selbst die Feuerwehr blieb nicht verschont. Es blieb aber meist bei Blechschäden.
Bei einem Unfall auf der B 478 in Ruppichteroth wurden am Sonntagmorgen zwei Menschen verletzt. Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 42-jähriger Uber-Fahrer gegen 6.30 Uhr von Hennef kommend nach Ruppichteroth. Mit an Bord waren zwei 31 und 39 Jahre alte Fahrgäste. Entgegen kam dem weißen Toyota Corolla ein roter Seat Leon, an dessen Steuer ein 27-Jähriger aus Windeck saß.
Nach Zusammenstoß in Ruppichteroth landet Auto im Graben
Kurz hinter Ingersauel, bereits auf Ruppichterother Gemeindegebiet, verlor der 42-Jährige in einer Kurve die Kontrolle über sein Auto. Zu dem Zeitpunkt war es glatt. Er stieß frontal mit dem Seat zusammen, sein Auto wurde in den Graben geschleudert. Die Freiwillige Feuerwehr des Löschzugs Neunkirchen eilte herbei, ebenso drei Rettungswagen und ein Notarzt.
Während die Feuerwehrleute die Batterien abklemmten und auslaufende Betriebsstoffe auffingen, kümmerte sich der Rettungsdienst um die Verletzten: Die beiden Autofahrer waren leicht verletzt worden und kamen ins Krankenhaus, die beiden Fahrgäste waren unverletzt geblieben. Jemand holte die beiden an der Unfallstelle ab, die mehr als dreieinhalb Stunden gesperrt blieb.
Schleichtempo in den Höhenlagen des Rhein-Sieg-Kreises
Auch am Samstagnachmittag war auf der B 478 Schleichtempo angesagt gvewesen, denn in Höhenregionen lagen einige Zentimeter Schnee. Auf der B 507 kam zu Verzögerungen durch die Glätte.
Diese wurde einem jungen Mann zum Verhängnis, der mit einer Arbeitskollegin am Samstag gegen 15.40 Uhr auf der L 317 von Ruppichteroth Richtung Eitorf fuhr. Bei Rankenhohn entglitt ihm das Fahrzeug in einer scharfen Linkskurve. Es rutschte in den Graben, der Fall wurde durch Geäst gestoppt. Die Eitorfer Feuerwehr rückte wegen vermeintlich eingeschlossenen Personen an, doch beide Personen hatten sich unverletzt befreien können.

In einer Linkskurve rutschte das Auto in den Graben.
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Ein Abschleppwagen zog das Auto aus dem Graben. Kurze Zeit später kam in Much ein Gelenkbus ins Rutschen und prallte gegen eine Laterne. Die Feuerwehr kümmerte sich um deren Beseitigung, Fahrgäste waren nicht an Bord gewesen.
In den Unfallfahrzeugen blieben die Insassen unverletzt
Eine Kettenreaktion an Ereignissen löste am Freitag gegen 18.40 Uhr ein Unfall auf der L 125 bei Hennef-Lanzenbach aus. In einer Kurve hinter der Ortschaft stießen ein Taxi und ein entgegenkommender Audi zusammen. Offenbar war die Audi-Fahrerin mit ihrem Auto weggerutscht, die Straße von Hennef nach Lanzenbach war mit einer überfrierenden Schneedecke bedeckt.

Auf der L 125 bei Lanzenbach stießen zwei Fahrzeuge zusammen. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand.
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Das Taxi prallte in die Seite des Audi, die Airbags lösten aus. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt. Die Polizei nahm den Unfall auf. Eigentlich hätte auch die Feuerwehr kommen sollen, doch die Einsatzkräfte rutschten auf dem Weg zur Unfallstelle selbst in den Graben.
Das Hilfeleistungslöschfahrzeug der Löschgruppe Söven war hinter Westerhausen auf der Grubenstraße in einer abschüssigen Linkskurve weggerutscht. Mit den Rädern der Fahrerseite stand das Fahrzeug im Graben. Die Mannschaft an Bord blieb unverletzt, konnte aber selbst nicht viel ausrichten.

Auf der Grubenstraße bei Westerhausen rutschte ein Feuerwehrfahrzeug der Löschgruppe Söven in den Graben, als die Besatzung zu einem Unfall fahren wollte.
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Die Besatzung eines zweiten Fahrzeugs, das dahinter gefahren war, wagte die Abfahrt erst gar nicht. Sie blieb oben in Westerhausen stehen und sperrte die Straße ab. Die Feuerwehr verzichtete darauf, eine andere Löschgruppe zum Unfall zwischen Taxi und Audi zu schicken, denn der Unfall stellte sich als nicht so gravierend heraus.
Ein Streufahrzeug kam, die Besatzung streute die Strecke bis hinter die Unfallstelle ab. Mit der Seilwinde des Gerätewagens wurde das Feuerwehrfahrzeug später herausgezogen. Die Ehrenamtlichen ertrugen die Situation mit Fassung und bauten während der Wartezeit einen Schneemann.

