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Keine Luftfilter in SchulenSiegburg fühlt sich als Kommune vom Land im Stich gelassen

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Ein Gerät zur Luftfilterung steht in einem Klassenraum. (Symbolbild)

SiegburgNach seiner Ankündigung, auf die Anschaffung mobiler Luftfilter für die Schulen der Stadt zu verzichten, erhält Bürgermeister Stefan Rosemann Unterstützung von den Koalitionspartnern SPD, Grünen und FDP.

Das Landesprogramm zur Anschaffung von Luftfiltern habe „einen ganz entscheidenden Pferdefuß“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme. Gefördert würden nur mobile Lüfter und auch die nur für fensterlose Räume, von denen es beispielsweise im Schulzentrum Neuenhof ganze vier gebe. Zudem stünden eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahres noch nicht alle Einzelheiten des Förderprogramms fest.

Land lasse Kommunen beim Thema Lüftungsanlagen im Stich

Damit werde Siegburg wie alle anderen Kommunen von der Landesregierung beim Thema Lüftungsanlagen im Stich gelassen. „Wir fordern deshalb das Land auf, auch und gerade Lüftungen für alle Klassenräume, auch die mit Fenstern, zu fördern“, sagt Astrid Thiel, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. Fraglich sei allerdings, ob diese Lüftungssysteme überhaupt im benötigten Umfang auf dem Markt zur Verfügung stünden.

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Deshalb könne die Stadt zunächst den Schulen sogenannte CO2-Ampeln zur Verfügung stellen, damit wenigstens gemessen werden könne, wann die Klassenräume gelüftet werden müssten. Gelöst werde das Problem dadurch aber nicht.

„Wir sind ja bereit, auf kommunaler Ebene zu tun, was wir können und denken da auch langfristig, aber ohne Unterstützung wird das nicht funktionieren“, ist Thiel überzeugt. (pf)