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1. FC KölnAuf dem Transfermarkt herrscht Ruhe

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FC-Sportchef Thomas Kessler sondiert den Transfermarkt.

FC-Sportchef Thomas Kessler sondiert den Transfermarkt. 

Der 1. FC Köln kann noch bis Montag neue Spieler verpflichten. Aktuell sieht Sportchef Thomas Kessler aber keinen zwingenden Bedarf. 

Die Winter-Transferperiode endet am kommenden Montag und es stellt sich die Frage, ob der 1. FC Köln nach der Leihe von Innenverteidiger Jahmai Simpson-Pusey noch einmal auf dem Markt aktiv wird. Eine Antwort zu finden, fällt aktuell nicht leicht. Einerseits, weil die Mannschaft in den ersten vier Partien des Jahres 2026 nicht enttäuscht hat, andererseits, weil sich der Spielermarkt im Winter wie gewohnt schwierig gestaltet. „Wir beobachten den Markt genau und schauen uns nach Qualität um. Es ist nicht ganz einfach, im Winter auch genau das zu bekommen, was einen besser macht. Ein paar Tage haben wir noch“, erklärte Thomas Kessler am Sonntagabend nach dem unglücklichen 1:2 beim SC Freiburg.

Der neue Sportchef des FC machte deutlich, dass es keine Neuverpflichtung geben wird, nur aus dem Grund, dass noch ein Spieler geholt werden kann: „Für mich war es erkenntnisreich, was in den ersten Spielen des Jahres passiert ist. Grundsätzlich bin ich mit der Qualität und der Breite unseres Kaders sehr zufrieden“, sagte Kessler – und stellte damit in Aussicht, dass sowohl auf der Zu- als auch auf der Abgangsseite nichts mehr passiert. „Man hat in den letzten Spielen gesehen, dass wir in der Lage sind, auf Herausforderungen zu reagieren.“

Sebastian Sebulonsen füllt die Lücke

Die Flexibilität des Kaders von Trainer Lukas Kwasniok bildet sich beispielhaft an Sebastian Sebulonsen ab. Der im Sommer als Rechtsverteidiger aus Kopenhagen geholte Norweger füllt seit Anfang des Jahres die Lücke in der Innenverteidigung und konnte in Freiburg auch erstmals in der Viererkette überzeugen. „Ich halte es für beachtlich, wie Seb die Situation mit seinem Tempo und seiner Zweikampfhärte annimmt“, lobte Kessler. Zudem habe der FC mit dem aus der Versenkung der Hinrunde aufgetauchten Alessio Castro-Montez einen Spieler, der problemlos beide Außenbahnen in der Viererkette besetzen kann. „Deshalb habe ich großes Vertrauen in diesen Kader“, sagte Kessler.

Über das Thema können wir zu einem anderen Zeitpunkt sprechen.
Thomas Kessler, FC-Sportchef über Eric Martel

Der 40-Jährige bezog zu einer anderen wichtigen Personalie am Sonntag keine Stellung. Eric Martel, der angekündigt hatte, sich am Ende der Hinrunde zu seiner Zukunft äußern zu wollen, hatte in Freiburg erstmals in dieser Saison nicht in der Startelf gestanden. Kwasniok wechselte den Sechser erst in der 77. Minute ein und begründete seine Entscheidung mit der starken Form von Tom Krauß und der taktischen Ausrichtung mit Viererkette.

Möglicherweise hängt die aktuelle Formschwäche von Martel auch mit seiner ungeklärten Zukunft zusammen. Der Vertrag des 23-Jährigen läuft am Saisonende aus, er könnte also ablösefrei wechseln. „Wir haben ein Bundesligaspiel gehabt. Über das Thema können wir zu einem anderen Zeitpunkt sprechen“, verschob Kessler das Thema am Sonntag in Freiburg.  Nach Rundschau-Informationen sollen die Gespräche zwischen dem FC und Martel nach Ende der Transferperiode wieder aufgenommen werden.