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1. FC KölnDer Fehler liegt im System

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02.01.2025, xophax, Fussball 1.Bundesliga Saison 2025 / 2026 1.FC Köln , Abfahrt zum Flughafen , Trainingslager in Spanien. Rav van den Berg  1.FC Köln  Köln *** 02 01 2025, xophax, Football 1 Bundesliga Season 2025 2026 1 FC Köln , Departure to the airport , Training camp in Spain Rav van den Berg 1 FC Köln Köln

Zuletzt dreimal Zaungast: Rav van den Berg. 

Der 1. FC Köln reist in der Fußball-Bundesliga am Sonntag zum SC Freiburg und hofft auf eine Überraschung.

Die allgemeine Stimmungslage war in den vergangenen Wochen ein großes Thema beim 1. FC Köln und Lukas Kwasniok hatte zu keinem Zeitpunkt einen Hehl aus seiner Meinung gemacht, dass die Dinge in der Öffentlichkeit überbewertet worden seien. Als würde ein glücklicher, erleichternder Sieg wie jenes 2:1 am vergangenen Wochenende gegen den 1. FSV Mainz ausreichen, um die laut Trainer herbeigeredeten dunklen Wolken über den Geißbockheim mit einem Mal wegzupusten.

Kwasniok sah sich deshalb vor dem nächsten Bundesligaspiel seiner Mannschaft am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim SC Freiburg dazu veranlasst, das Thema   in der Kategorie „halb leeres und halb volles Glas “ unterzubringen und den Medien den schwarzen Peter unterzujubeln: „Wo ist denn etwas positiv? Die Stimmungslage bei den Menschen ist so extrem geworden, dass schon der zweite Platz nichts mehr wert ist. Außer bei den Bayern wird alles niedergeschrieben, ob in Leipzig, Dortmund, Leverkusen. Und in Frankfurt sind sie ja eigentlich schon abgestiegen. Alle sind unfassbar schlecht und es macht gar keinen Spaß zuzuschauen.“ Für den FC-Coach liegt der Fehler im System: „Es kann nur einer Erster werden und das sind im Normalfall die Bayern.“

Freiburg ist nicht mehr wiederzuerkennen

Auf die Kölner adaptiert, bedeutet die jüngste Serie von acht sieglosen Spielen vor dem Mainz-Spiel einen halben Weltuntergang und die Möglichkeit, alles infrage zu stellen, was nach dem Aufstieg seit Sommer mühsam in einem kniffligen Prozess versucht wird, aufzubauen: „Wir sind nach 18 Spieltagen als Aufsteiger auf einem ordentlichen Weg, aber es sind auch noch 16 Spiele zu gehen. Intern war bei uns die Stimmungslage, abgesehen von den fehlenden Ergebnissen, immer in Ordnung. Im Gesamtumgang war da nie ein Thema“, beteuerte Kwasniok.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Thema bei der nächsten Negativserie wieder hochkocht. Und die Möglichkeit, dass es so kommt, ist mit Blick auf die Gegner aus Freiburg, Wolfsburg, Leipzig und Stuttgart recht hoch. Das erste dieser Spiele führt die Kölner am Sonntag zum Europa League-Teilnehmer SC Freiburg, der sich nach dem 1:4 am zweiten Spieltag im Rheinenergiestadion und zwei Auftakt-Niederlagen längst gefangen und auf Basis seiner Heimstärke mit zwölf ungeschlagenen Partien in Serie auf Platz acht stabilisiert hat. „Die Freiburger Mannschaft vom 1:4 bei uns ist mit dem heutigen Team nicht mehr zu vergleichen. Sie stützen sich wieder auf ihre Tugenden und sind in der Breite gut aufgestellt“, lobte Kwasniok den SC.

Jahmai Simpso-Pusey fällt aus

Er muss gegen den das Team von Trainer Julian Schuster in der Innenverteidigung definitiv auf den zuletzt so überzeugenden Jahmai Simpson-Pusey verzichten. Der Winterneuzugang fällt mit einer Muskelverletzung aus. Die zuletzt erkrankten Denis Huseinbasic und Said El Mala sind zumindest eine Kaderoption, was für Joel Schmied noch nicht infrage kommt. Der Schweizer Innenverteidiger konnte nach acht Wochen Pause am Freitag aber immerhin erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren.

Für Simpson-Pusey könnte Rav van den Berg zurück in die Startelf kommen. Der niederländische Königstransfer des vergangenen Sommers war nach einer Sperre etwas überraschend gegen Mainz nicht zum Einsatz gekommen, weil Lukas Kwasniok keine Veranlassung dazu gesehen hatte, seine funktionierende letzte Defensivreihe zu verändern. In Freiburg ist er erneut dazu gezwungen und könnte nach der starken zweiten Hälfte gegen Mainz diesmal auch von Beginn an mit einer Viererkette auflaufen lassen.


Voraussichtliche Aufstellungen:

SC Freiburg: Atubolu; Kübler, Ginter, Ogbus, Treu; Eggestein, Manzambi, Beste, Höler, Suzuki; Matanovic. — 1. FC Köln: Schwäbe; Sebulonsen, van den Berg, Özkacar, Castro-Montez; Thielmann, Martel, Krauß, Kaminski; Bülter, Ache. — SR.: Dankert (Rostock).