Der 1. FC Köln hat nach seiner Karnevalssitzung die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel am Samstag beim VfB Stuttgart aufgenommen.
1. FC KölnKwasniok hat wieder mehr Optionen in der Defensive

Zuletzt zweimal nur auf der Bank: Rav van den Berg (2.v.r.).
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Der 1. FC Köln hat seine traditionelle Karnevalssitzung am Dienstag sauber über die Bühne gebracht. Als Trainer Lukas Kwasniok am Mittwoch nach einem freien Vormittag um 14.30 Uhr zum Training am Geißbockheim bat, gab es jedenfalls keine weiteren Ausfälle. So fehlte neben Linton Maina (Rippenbruch), Alessio Castro-Montes, Jahmai Simpson-Pusey (beide Muskelverletzung) nur Isak Johannesson. Der Isländer absolvierte nach überstandenem Magen-Darm-Infekt eine individuelle Einheit, dürfte aber für das Bundesligaspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim VfB Stuttgart zur Verfügung stehen.
Kwasniok, der sich für seine erste FC-Sitzung als Mönch enthaltsam verkleidet hatte, verließ den Großen Saal des Maritim zusammen mit seinen Assistenten Rene Wagner und Frank Kaspari bereits vor dem für 23 Uhr ausgerufenen Zapfenstreich. Vorbildlich, denn nach den Unruhen rund um die Weihnachtstage hatte das Geißbockheim ja den „vollen Fokus auf den Sport“ ausgerufen und jeder in Köln weiß, dass der FC dieses Ziel in der Vergangenheit während der jecken tage immer mal wieder aus den Augen verloren hatte.
Zum Beispiel vor drei Jahren, als die Kölner am 18. Februar mit Trainer Steffen Baumgart am Karnevalssamstag auch beim VfB Stuttgart antreten mussten. Nach 90 Minuten stand ein 3:0 für die Schaben auf der Anzeigetafel und der FC-Tross hatte die Gewissheit, dass die nötige Konzentration im närrischen Treiben der Tage zuvor verloren gegangen war. Was 2026 nicht passieren kann, denn die Geißböcke machen sich zum ersten Mal bereits an Weiberfastnacht per Bus auf den Weg zu ihrem Auswärtsspiel und legen einen Zwischenstopp in Frankfurt inklusive Übernachtung und Trainingseinheit am Freitag auf dem DFB-Campus.
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Erste Niederlage für Stuttgart seit dem 13. Spieltag
Kwasniok ließ seine Mannschaft am Mittwoch 90 Minuten lang Gas geben. Es war eine intensive Einheit mit wenig Pausen, die sich vor allem mit dem Ballbesitz bei schnellen Umschaltaktionen beschäftigte. Das Mittel der Wahl, um schnell zum Torabschluss zu kommen und den defensiv anfälligen Favoriten zu überraschen. Wie das funktionieren kann, demonstrierte am vergangenen Samstag ausgerechnet Abstiegskandidat FC St. Pauli, der den Stuttgartern beim 2:1 die erste Bundesliga-Niederlage seit dem 13. Spieltag beibringen konnte.
Kwasniok wird nach den Trainingseindrücken beim DFB-Pokal-Halbfinalisten und Europa-League-Teilnehmer wieder auf eine Viererkette setzen. Zumal der FC-Trainer nach der Rückkehr von Dominique Heintz und Joel Schmied trotz der Ausfälle von Simpson-Pusey, Timo Hübers und Luca Kilian über zwei weitere Optionen in der Innenverteidigung verfügt. In Stuttgart dürften aber der zuletzt stabile Cenk Özkacar und Rav van den Berg das Duo im Defensivzentrum bilden, flankiert von Sebastian Sebulonsen rechts und Kristoffer Lund. In dieser Besetzung trainierten die Kölner am Mittwoch.
U19-Spieler David Fürst trainiert bei den Profis mit
Lukas Kwasniok unterhielt sich nach Trainingsende dann auch noch länger und sehr angeregt mit Van den Berg. Der Niederländer hatte nach einer durchwachsenen Leistung beim 1:2 in Freiburg seinen Platz in der Startelf verloren, wurde gegen Wolfsburg (1:0) erst in der 86. Minute eingewechselt und saß gegen Leipzig (1:2) 90 Minuten auf der Bank.
Die Rückkehr von Sebulonsen auf die Position des Rechtsverteidigers hätte zudem den Vorteil, dass Jan Thielmann auf der rechten Schiene offensiv spielen könnte. Dort überzeugte das Eigengewächs des FC gegen Leipzig nicht nur wegen seines Ausgleichstreffers zum 1:1, nachdem er in der ersten Hälfte rechts hinten so seine Probleme mit Antonio Nusa hatte.
Eine Position, auf der am Mittwoch David Fürst vorspielte. Der Rechtsverteidiger der U19 hatte Lukas Kwasniok mit seinem Auftritt beim Youth League Sechzehntelfinale gegen Inter Mailand (1:3) vor 50.000 Zuspieler offensichtlich so beeindruckt, dass er nun bei den Profis mittrainieren durfte.
