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1. FC KölnDas Lazarett füllt sich weiter – Bangen um El Mala

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Joel Schmied vom 1. FC Köln liegt während der Partie gegen die TSG Hoffenheim verletzt am Boden. Jahmai Simpson-Pusey kümmert sich.

Joel Schmied vom 1. FC Köln liegt während der Partie gegen die TSG Hoffenheim verletzt am Boden. Jahmai Simpson-Pusey kümmert sich. 

Der 1. FC Köln muss vor dem Bundesligaspiel beim FC Augsburg den nächsten verletzungsbedingten Ausfall verkraften und bangt um Said El Mala.

Die Muskeln bleiben ein großes Problem beim 1. FC Köln. Der Fußball-Bundesligist musste am Dienstag den nächsten Ausfall vermelden. Joel Schmied wird den Geißböcken in den nächsten Wochen aufgrund einer strukturellen Muskelverletzung nicht zur Verfügung stehen. Der Schweizer war gerade erst aus einer zehnwöchigen Verletzungspause zurückgekehrt.

Nach Auskunft des FC hat Schmied nach seinem Startelfeinsatz am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim (2:2) über muskuläre Probleme geklagt. Eine MRT-Untersuchung am Montag brachte die unerfreuliche Nachricht. Der Innenverteidiger, der in dieser Saison schon neun Spiele verpasst hat, muss nach nur zwei Einsätzen erneut pausieren.

Drei Ausfälle rund um das Heimspiel gegen Hoffenheim

Die Partie gegen Hoffenheim wird den Kölnern aus personeller Sicht in schlechter Erinnerung bleiben. Jan Thielmann musste bereits beim Aufwärmen passen und fällt mit einer Muskelverletzung ebenso aus wie Sebastian Sebulonsen, der in der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde. Auch der Norweger laboriert an einer Muskelverletzung. Es ist bereits die neunte im Verlauf der Saison 2025/26 und die sechste nach der Winterpause.

Im schlimmsten Fall kommt eine weitere hinzu. Said El Mala, der gegen Hoffenheim mit der Vorlage für das Jahrhundert-Tor von Ragnar Ache und einem eigenen Treffer voll überzeugte, musste am Dienstag das erste Training dieser Woche nach gut einer Stunde abbrechen. Der 19-Jährige fasste sich an den hinteren, rechten Oberschenkel und verschwand in der Kabine. Nach Informationen der Rundschau musste El Mala aber nicht ins MRT und hat sich wohl nur leicht verletzt. Ob er am Mittwoch wieder trainieren kann, stand noch nicht fest.

Da war Rav gegen Hoffenheim ein Dominator.
Lukas Kwasniok, FC-Trainer über Innenverteidiger Rav van den Berg

Lukas Kwasniok steht nach den neuerlichen Ausfällen vor dem Duell beim Tabellennachbarn Augsburg vor seiner nächsten Bastelstunde. Schmied stand in Stuttgart und gegen Hoffenheim in der Startelf und wird am Freitag wohl von Jahmai Simpson Pusey ersetzt, der am vergangenen Samstag nach einer Muskelverletzung sein Comeback gab. Der junge Engländer dürfte rechts in die Dreierkette rücken, in der Rav van den Berg gegen die Hoffenheimer nach längerer Pause eine starke Vorstellung gab.

„Er war schon vor Stuttgart auf einem guten Weg, das hat er bestätigt. Zudem haben wir weiter an unseren Standards gearbeitet, da war Rav gegen Hoffenheim ein Dominator“, lobte Luks Kwasniok den Niederländer. Tatsächlich haben sich die Kölner in der Rückrunde bei den defensiven Standards stabilisiert und in sechs Partien lediglich beim 1:2 gegen Leipzig einen Gegentreffer nach einem Eckball oder Freistoß kassieren müssen. Mit dem 1,90 Meter großen Van den Berg steht nun neben dem zur Stammkraft aufgestiegenen Cenk Özkacar (ebenfalls 1,90 Meter) ein weiterer kopfballstarker Spieler im Kölner Abwehrzentrum.

Bastelstunde für Kwasniok auf der rechten Seite

In der Innenverteidigung hat Lukas Kwasniok genügend Alternativen, denn auch Dominique Heintz stünde bereit. Basteln muss der FC-Coach auf der rechten Seite, wo mit Thielmann, Sebulonsen und dem ebenfalls am Muskel verletzten Alessio Castro-Montes das komplette Personal nicht zur Verfügung steht. Die Verletzung von Schmied erschwert die Situation. Der 27-Jährige hatte gegen Hoffenheim nach der Auswechslung von Sebulonsen die rechte Seite übernommen und gegen den pfeilschnellen Bazoumana Touré dazu beigetragen, dass es am Ende beim 2:2 geblieben war.

Auch Linton Maina wird den Kölnern in Augsburg wohl noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Der Schienenspieler hatte nach seinem Rippenbruch für Dienstag seine Rückkehr ins Mannschaftstraining anvisiert. Der 26-Jährige musste aber krankheitsbedingt passen und dürfte es kaum bis Freitag schaffen. Die Möglichkeiten für Lukas Kwasniok sind beschränkt. Der Trainer könnte wie n der Hinrunde gegen Mönchengladbach und den Hamburger SV Jakub Kaminski nach rechts hinten ziehen oder einen Youngster ins kalte Wasser werfen. U19-Rechtsverteidiger David Fürst wäre jedenfalls eine Option.