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1. FC KölnPolizei stoppt FC-Ultras

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Die aktive Fan-Szene des 1. FC Köln unterstützt ihr Team beim Heimspiel gegen RB Leipzig.

Die aktive Fan-Szene des 1. FC Köln unterstützt ihr Team beim Heimspiel gegen RB Leipzig. 

Die aktive Fanszene des 1. FC Köln muss am Samstag auf den Besuch des Bundesligaspiels beim VfB Stuttgart verzichten. Die Hinfahrt endete bereits in Siegburg. 

Der 1. FC Köln muss am Samstagabend beim Bundesligaspiel in Stuttgart  auf die Unterstützung seiner aktiven Fanszene verzichten. Wie der FC mitteilte, stoppte die Polizei zwölf Busse mit 700 Kölner Anhänger auf der Hinfahrt an der Raststätte Siegburg und untersagte die Weiterfahrt auf der A3 nach Stuttgart.

Laut Polizei habe eine Auseinandersetzung mit den Fans von Borussia Mönchengladbach gedroht, die zur gleichen Zeit auf ihrem Weg zum Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt waren und die Raststätte Siegburg erst kurz vor der Ankunft der Kölner Ultras wieder verlassen hatten. Dass es überhaupt die Möglichkeiten zu einem Aufeinandertreffen gegeben hatte, war auch der unglücklichen Spielplanung der Deutschen Fußball Liga (DFL) geschuldet. Beide Fanlager mussten am Samstag über die A3 zu den Spielen ihrer Teams anreisen.

Vorgeschichte in Siegburg aus dem Jahr 2012

Möglicherweise war eine Auseinandersetzung der beiden verfeindeten Fanlager sogar verabredet. Dafür spricht, dass die FC-Fans schon kurz nach ihrer Abfahrt in Köln in Siegburg Halt machten. Auch der Stopp der Gladbacher an der selben Raststätte sprach für eine drohende Auseinandersetzung.

Zudem gibt es eine Vorgeschichte. Im März 2012 hatten FC-Fans einen Bus mit Gladbacher Anhängern attackiert. Zwei der drei später Angeklagten Kölner sollen mit einem oder mehreren Autos den Bus von der A3 auf die Raststätte Siegburg-Ost abgedrängt haben. Der dritte Angeklagte soll den Bus mit zahlreichen anderen Beteiligten angegriffen haben, unter anderem mit Eisenstangen, Schlagstöcken, Ketten und Steinen.

Ein Teil, der am Samstag in Siegburg gestoppten FC-Ultras, fuhr ins Franz-Kremer-Stadion, um die U21 im Regionalliga-Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte aktiv zu unterstützen. Sie sahen am Ende ein 1:1 (1:0). Das Tor für die FC-Reserve erzielte Youssoupha Niang aus dem Profi-Kader.