Der 1. FC Köln ist am Montag in die Trainingswoche vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund gestartet und konnte dabei zwei Rückkehrer begrüßen.
1. FC KölnZwei Rückkehrer geben Hoffnung

Alessio Castro-Montes und Eric Martel (r.) vom 1. FC Köln.
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Die Sonne meinte es am ersten Trainingstag nach der Enttäuschung von Augsburg gut mit den Profis des 1. FC Köln und schien nach Kräften. Gutes Wetter verbessert die Laune gerade nach einer schmerzhaften 0:2-Niederlage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. So gesehen war der angenehm warme Frühlingstag der bestmögliche Wochenauftakt vor dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund.
Sebulonsen auch schon wieder zurück auf dem Platz
Auch für Lukas Kwasniok, zumal der FC-Coach keine neuen Teilnehmer auf der langen Verletztenliste der Kölner registrieren musste. Der 44-Jährige konnte sich vielmehr über zwei Rückkehrer freuen, die vor ihren Verletzungen maßgeblichen Anteil an den bislang einzigen Rückrunden-Siegen gegen den 1. FSV Mainz 05 (2:1) und den VfL Wolfsburg hatten.
Während Sebastian Sebulonsen (Muskelverletzung) mit Athletiktrainer Leif Frach schon wieder mit Ball auf dem Platz aktiv war und Joel Schmied, Jan Thielmann (Muskelverletzungen) sowie Denis Huseinbasic (Hüftprobleme) im Reha-Bereich arbeiteten, stiegen Linton Maina und Alessio Castro-Montes wieder gesteuert ins Mannschaftstraining ein.
Castro-Montes hinterlässt guten Eindruck
Castro-Montes hinterließ nach seiner Muskelverletzung gleich bei seiner ersten Einheit einen sehr aktiven Eindruck. Der Belgier sorgten mit zwei sehenswerten Torabschlüssen für positives Staunen bei den Trainingskiebitzen. Einen setzte er per Volley-Abnahme ins Tor, den anderen an die Unterkante der Latte.
Lukas Kwasniok wird es erfreut zur Kenntnis genommen haben, denn sowohl Maina (nach Rippenbruch und Infekt), der Siegtorschütze aus dem Wolfsburg-Spiel, als auch Castro-Montes könnten für das Duell mit dem angeschlagenen BVB eines der größten Probleme im Aufstellungspuzzle des Kölner Trainers lösen. Wenn das Duo bis Samstag wirklich spielbereit ist, hat Kwasniok zwei Optionen für seine verwaiste rechte Seite. In Augsburg half hinten rechts einmal mehr Offensivwaffe Jakub Kaminski mehr schlecht als recht auf ungewohnter Position aus und davor standen mit Luca Waldschmidt oder Marius Bülter die beiden schwächsten Kölner des Abends auf der Schiene.
Wie aus dem Geißbockheim zu vernehmen war, hat Lukas Kwasniok seine große und nach der Niederlage am Freitag auch nicht zu übersehende Enttäuschung auf dem Rückflug und über die Nacht aus den Kleidern geschüttelt. Der 44-Jährige machte sich am Samstag wie gewohnt mit Eifer und Intensität an die Aufarbeitung des Spiels, das die Kritik an seiner Arbeit in der Öffentlichkeit weiter verstärkt hat.
Hier stehen alle eng beisammen und arbeiten Hand in Hand.
So sehr, dass Sportvorstand Ulf Sobek via „Bild“ dem Trainer das Vertrauen aussprechen musste. „Die Zahlen sind nicht so, wie wir uns das vorstellen“, verwies der Vize-Präsident auf nur zwei Siege aus den jüngsten 15 Spielen. Ein Ultimatum gibt es für Kwasniok deswegen aber noch lange nicht: „Gleichzeitig gehören solche Phasen für einen Aufsteiger in dieser Liga dazu. Die aktuelle Punktausbeute zeigt keinen guten Trend, entscheidend ist der Umgang. Unser Ziel ist es, die Trendwende schnellstmöglich zu schaffen. Hier stehen alle eng beisammen und arbeiten Hand in Hand.“
Der FC hat entschieden, nach zwei öffentlichen Trainingseinheiten am Montag und Dienstag sowie einem freien Tag am Mittwoch die Örtlichkeit für die beiden nicht-öffentlichen Einheiten am Donnerstag und Freitag zu wechseln. Sie finden nicht wie gewohnt im Franz-Kremer-Stadion, sondern im Rheinenergiestadion statt.
Grund dafür sind die miserablen Platzverhältnisse im Franz-Kremer-Stadion. Um nicht weitere Verletzungen zu riskieren und das ramponierte Geläuf im kleinen Stadion am Geißbockheim reparieren zu können, zieht Kwasniok mit seinem Team um. In Müngersdorf, wo am Samstag die Trendwende mit einem Sieg gegen den BVB eingeläutet werden soll, ist auch gerade ein neuer Rasen verlegt worden.
