Auch das letzte Spiel des Jahres haben die Kölner Haie gewonnen. Nach dem 7:4 bei den Iserlohn Roosters gehen sie als Tabellenführer ins neue Kalenderjahr.
7:4-Sieg in IserlohnKölner Haie gehen als Tabellenführer ins neue Jahr

Die Kölner Haie, hier links, gehen nach dem Sieg gegen Iserlohn als Tabellenführer ins neue Jahr.
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Die Kölner Haie haben am Dienstagabend ihr letztes Spiel 2025 gewonnen. „Das war der perfekte Abschluss“, frohlockte Moritz Müller nach einer effizienten Leistung im NRW-Duell. Auch wenn der KEC mit 74 Zählern aus 34 Spielen einen neuen DEL-Rekord aufgestellt hat, wollte der Kapitän nichts von „den besten Haien aller Zeiten“ wissen. „Wir sind die besten Haie nach der Deutschland Cup-Pause“, spielte Müller auf den Fakt an, dass in allen 17 Spielen seit Mitte November gepunktet wurde.
Zwei Tage nach dem Elf-Tore-Spektakel gegen Schwenningen (6:5) mussten die Gäste am Seilersee auf den erkrankten Verteidiger Oliwer Kaski verzichten. Auch Gregor MacLeod fehlte weiter verletzt. Dafür kehrte Nate Schnarr ins Aufgebot zurück. Der Center war erst am Montag mit dem Team Canada beim Spengler-Cup ausgeschieden. Zudem stand Felix Brückmann wieder zwischen den Pfosten. Der Goalie hatte sich vor elf Wochen am Knie verletzt. Nun ersetzte er Janne Juvonen und musste im ersten Drittel gleich hinter sich greifen.
Führung für Iserlohn nach Haie Unterzahl
Als die Haie erstmals in Unterzahl spielten, reagierte Eric Cornel am schnellsten und stellte auf 1:0 für die Roosters (9.). Moritz Müller gab aber die perfekte Antwort: Der Kapitän wurde von Maximilian Kammerer freigespielt und traf von der blauen Linie zum Ausgleich (10.). Dem 1:1 hätten Kammerer (13.) und Robin van Calster (14.) prompt einen zweiten Treffer folgen lassen können. Dieser fiel nach dem ersten Seitenwechsel allerdings wieder für den Gegner: Ex-Hai Colin Ugbekile überwand Brückmann im zweiten Unterzahlspiel zum 2:1 (23.).
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Erneut sorgte ein Verteidiger für den postwendenden Ausgleich: Jan Luca Sennhenns Premierentreffer fiel genau zur rechten Zeit (27.). Die erste Führung besorgte dann Ryan MacInnis: Auf Vorlage von Parker Tuomie traf er mit der Rückhand zum 3:2 (33.). Veli-Matti Vittasmäki baute diese mit einer Einzelaktion zum 4:2 aus (35.). Gnadenlos effektiv ging es wenig später weiter: Erst hinderte Valtteri Kemiläinen Roosters-Kapitän Daniel Fischbuch am Torerfolg. Dann schlug Louis Marc Aubry auf der Gegenseite zum 5:2 zu (37.). Auch auf das 3:5 von Cornel (40.) hatten die Haie eine Antwort.
Kammerer mit Saisontoren 10 und 11
Nach dem letzten Seitenwechsel erzielte Kammerer auf Vorlage von Patrick Russell das 6:3 (42.). Seinem zehnten Saisontreffer ließ er wenig später den elften folgen: Im Konterspiel mit Kevin Niedenz stellte er auf 7:3 und nahm den Hausherren den letzten Wind aus den Segeln (46.). Anders als gegen Schwenningen machten es die Haie in der Schlussphase nicht mehr spannend. Das 4:7 von Anthony Camara (60.) fiel zu spät für eine Iserlohner Aufholjagd. Weiter geht es für die Kölner schon am Tag nach Neujahr. Dann sind die Straubing Tigers zum Duell Erster gegen Fünfter in der Lanxess-Arena (19.30 Uhr/Magenta Sport) zu Gast. „Ich wünsche mir, dass wir so weiterspielen. Am besten bis ganz zum Ende“, setzte Moritz Müller den Ton für das Jahr 2026.
Kölner Haie: Brückmann; Müller, Austin; Glötzl, Vittasmäki; Kemiläinen, Sennhenn; Russell, Schnarr, Kero; Bokk, Aubry, Storm; Niedenz, Tyrväinen, Kammerer; Van Calster, MacInnis, Tuomie; Uher. SR.: MacFarlane/Hunnius. – Zuschauer: 4.967. – Tore: 1:0 Cornel (8:13/PP1), 1:1 Müller (9:33/Kammerer, Niedenz), 2:1 Ugebkile (22:31/PP1), 2:2 Sennhenn (26:08/Kemiläinen, Tuomie), 2:3 MacInnis (32:58/Tuomie, Müller), 2:4 Vittasmäki (34:24/Schnarr), 2:5 Aubry (36:56/Bokk, Storm), 3:5 Cornel (39:36), 3:6 Kammerer (41:37/Russell, Schnarr), 3:7 (45:42/Niedenz), 4:7 Camara (59:36). – Strafminuten: Iserlohn 2, Köln 4.
