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Kölner HaieTabellenführer geht mit viel Rückenwind ins neue Jahr

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Das Warten hat ein Ende: Haie-Verteidiger Jan Luca Sennhenn (l.) gelang beim 7:4-Sieg in Iserlohn sein erstes Saisontor.

Die Kölner Haie sind derzeit nicht zu stoppen. Kapitän Moritz Müller blickt voller Zuversicht auf 2026. Zum Jahresauftakt geht es am Freitag daheim gegen den Tabellenfünften Straubing.

Mit einem guten Gefühl und auch ein wenig Stolz durften die Verantwortlichen der Kölner Haie mit ihren Familien an Silvester auf das neue Jahr anstoßen – schließlich hat der achtfache deutsche Eishockey-Meister seine Fans in den vergangenen Wochen mit einer beeindruckenden Siegesserie verzückt. Der 7:4-Erfolg am Dienstag bei den Iserlohn Roosters war bereits der siebte Sieg in Serie, seit dem 0:2 am 2. November gegen den EHC Red Bull München (16 Partien in Folge) haben die Kölner das Eis nicht mehr als Verlierer nach 60 Minuten verlassen. So grüßt der Vizemeister nach dem 34. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) von der Tabellenspitze mit nun schon fünf Punkten Vorsprung auf die Verfolger Adler Mannheim und München.

Entspürechend zufrieden ist Cheftrainer Kari Jalonen. „Das Jahr mit einem Sieg zu beenden, ist schön – es war unser dritter Sieg im NRW-Duell über Iserlohn in dieser Saison. Die Partie war wieder ein gutes Beispiel dafür, wie wir unsere Spiele spielen wollen und es in dieser Spielzeit auch schon oft gemacht haben. Es war ein gutes Auswärtsspiel“, lobte der Finne sein Team und fügte an: „Wir waren in der Offensive und Defensive gut und haben solides Fünf-gegen-fünf-Eishockey gespielt.“

Ich wünsche mir, dass wir so weiterspielen. Am besten bis ganz zum Ende.
Moritz Müller, Kapitän Kölner Haie

Jan Luca Sennhenn sah es ähnlich: „Ich finde, dass es im ersten Drittel ein recht ausgeglichenes Spiel war. Iserlohn hat gut mit- und dagegengehalten und uns das Leben schwer gemacht. Ab dem zweiten Drittel haben wir es geschafft, den Roosters mehr und mehr unser Spiel aufzuzwingen, und auch unsere Stärke beim Schlittschuhlaufen ist zur Geltung gekommen. Wir haben unsere Chancen konsequent genutzt und am Ende verdient gewonnen“, meinte der Verteidiger.

Die Gäste bewiesen am unbequem zu bespielenden Seilersee Nehmerqualitäten, da sie zweimal in Rückstand gerieten, ehe sie im Mitteldrittel ihre Qualitäten gnadenlos ausspielten und vier Treffer in elf Minuten erzielten. Sennhenn gelang dabei mit dem wichtigen 2:2 sein langersehntes erstes Saisontor. „Natürlich freue ich mich auch über mein Tor. Ich habe gesehen, dass eine Lücke frei war und habe es dann einfach versucht – schön, dass es geklappt hat“, sagte der 25-Jährige nach seinem Premierentreffer.

Kölner Haie: Torwart Felix Brückmann feiert gelungenes Comeback

Funktioniert hat auch das Comeback von Felix Brückmann. Der Torwart hatte sich am 12. Oktober – ebenfalls gegen Iserlohn – eine schwere Knieverletzung zugezogen und stand am 30. Dezember erstmals wieder zwischen den Pfosten. Brückmann machte bei seiner Rückkehr ins Tor ein gutes Spiel. „Ich freue mich darüber, dass die Jungs auch für Felix Brückmann, der seit langer Zeit wieder im Tor stand, starke Arbeit verrichtet haben“, sagte Kari Jalonen.

Bereits am Freitagabend geht es für die Haie weiter. In der erneut ausverkauften Lanxess-Arena (19.30 Uhr, Magenta Sport) wartet mit dem Tabellenfünften Straubing Tigers eine knifflige Aufgabe. In den beiden bisherigen Saisonduellen mit den Niederbayern siegten die Kölner 7:4 und 2:0. Die Haie sind nach einem starken Jahr 2025 noch lange nicht satt und haben im neuen Jahr Großes vor. „Ich wünsche mir, dass wir so weiterspielen. Am besten bis ganz zum Ende“, setzte Kapitän Moritz Müller den Ton für das Jahr 2026. Dann könnte der Traum von der ersten Deutschen Meisterschaft seit 2002 endlich Realität werden.