Bayer 04 Leverkusen trifft im Achtelfinale der Champions League auf den FC Arsenal. In der Bundesliga kommt am Samstag Mainz 05 in die BayArena.
Bayer 04 LeverkusenDer Wunsch Arsenal geht in Erfüllung

Bayer-Chefcoach Kasper Hjulmand am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz.
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Wünsche die sehr oft ausgesprochen werden, müssen wohl in Erfüllung gehen. Bayer Leverkusen hatte vor der Auslosung des Champions League-Achtelfinals wiederholt Arsenal London als Gegner gefordert. Dieser Wunsch wurde dem deutschen Vizemeister in Nyon nun erfüllt. „Ich habe mich über das Los gefreut“, sagte Simon Rolfes vor den beiden Partien am 11. März in der BayArena und am 18. März im Emirates Stadium.
Der Geschäftsführer Sport gab zu bedenken, dass mit Kai Havertz und Piero Hincapie zwei ehemalige Bayer 04-Profis an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehren werden. Nicht nur bei diesen beiden, sondern im gesamten Kader des englischen Spitzenreiters sieht er große Qualität. „Deshalb sind sie in der Champions League, wie in der Premiere League ein Top-Favorit auf den Titel und deshalb macht es Spaß, sich mit ihnen zu messen“, stellte Rolfes klar. Nicht allein die „physische und fußballerische Qualität“ der Gunners gab den Ausschlag.
Den Leverkusenern ging es sicher auch um die Aussicht, mit dem Los Arsenal einem erneuten Achtelfinal-Duell mit dem FC Bayern (wie 2024/25) aus dem Weg zu gehen. Auf den nationalen Konkurrenten aus München werden sie frühestens im Finale treffen. Wenn die Mannschaft von Kasper Hjulmand die riesige Hürde Arsenal überspringen kann, würde im Viertelfinale erstmal der Sieger des Duells Bodö/Glimt gegen Sporting Lissabon warten. Im Halbfinale kämen Newcastle United, der FC Barcelona, Atletico Madrid oder die Tottenham Hotspurs in Frage.
Vor Arsenal warten Mainz, der HSV und Freiburg
Vor dem Saison-Highlight haben Hjulmand und Co. allerdings ihre Pflicht in der Bundesliga zu erfüllen. Als Tabellensechster sehen sie sich einer richtungsweisenden, englischen Woche gegenüber. Um ihrem Anspruch als Top Vier-Mannschaft gerecht zu werden und die Champions-League-Qualifikation nicht aus den Augen verlieren, müssen Punkte her. Im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Mainz 05, im Nachholspiel beim Hamburger SV (4. März) und anschließend beim SC Freiburg (7. März) ist Zählbares Pflicht.
„Es gibt morgen keine Entschuldigungen“, stellte der dänische Chefcoach eine Woche nach dem ernüchternden 0:1 bei Union Berlin und vier Tage nach der torlosen, aber erfolgreichen Achtelfinal-Qualifikation gegen Olympiakos Piräus klar. Eben weil die Regenerationszeit von Dienstag bis Samstag ausreichend war, erwartet er „gute Beine“. „Wir sind bereit und müssen mit guter Energie spielen. Vor allem gegen diesen Gegner“, forderte Hjulmand.
Wir kennen unsere Qualitäten und müssen sie auch zeigen.
Zwischen 2014 und 2015 war er selbst Cheftrainer am Mainzer Bruchweg und weiß, wie dort Fußball gespielt und gearbeitet wird. „Für mich ist das eine Top-Mannschaft“, sagt der 53-Jährige und ergänzte in Gedanken an seinen Nachfolger in achter Generation: „Seit Urs Fischer angekommen ist, haben sie es sehr gut gemacht, wir erwarten Top-Qualität.“ Tatsächlich hat der Abstiegskandidat seit der Amtsübernahme des Schweizers 14 Punkte aus acht Bundesliga-Spielen geholt und großen Respekt von den Leverkusenern verdient. „Wir müssen bei der Leistung einen Schritt nach vorne machen“, wollte der Däne die beiden torlosen Pflichtspiele in Berlin und gegen Piräus abhaken.
Dafür gab er positive Handlungsanweisungen: „Wir kennen unsere Qualitäten und müssen sie auch zeigen.“ Vor allem wenn der Gegner aggressiv im Pressing agiert, seien „Präzision“ und „Fokus“ im eigenen Umschaltspiel nötig. Auch ohne die verletzten Lucas Vazquez (Wade) und Malik Tillman (Sprunggelenk) hofft Hjulmand, dass sein Team schon elf Tage vor dem Champions League-Hinspiel in den „Arsenal“-Modus kommt. „Wir müssen wieder unser Spiel spielen. Das ist uns in großen Teilen gegen Piräus nicht gelungen. Aber für unser Spiel ist das sehr, sehr wichtig.“ Nicht nur am Samstag gegen Mainz 05, sondern auch in den folgenden fünf Pflichtspielen bis Mitte März.
Voraussichtliche Aufstellungen:
Bayer 04 Leverkusen: Blaswich; Quansah, Andrich, Tapsoba; Fernandez, Garcia, Arthur, Maza, Grimaldo, Poku; Schick. — 1. FSV Mainz 05: Batz; Kohr, Posch, Potulski; da Costa, Sano, Widmer, Amiri, Lee; Silas, Tietz. — SR.: Tobias Stieler (Sölden).
