Zwischen Champions League und DFB-Pokal liegt für Bayer 04 Leverkusen das wichtige Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt.
Bayer 04 LeverkusenDie Werkself hat wieder Rückenwind

Zuletzt durfte wieder gejubelt werden: Bayer 04 Leverkusen reist mit zwei Pflichtspielsiegen im Rücken nach Frankfurt.
Copyright: IMAGO/Vitalii Kliuiev
Der aktuelle Blick auf Bayer 04 Leverkusen und Eintracht Frankfurt zeigt, wie unterschiedlich die Stimmungslage bei zwei Klubs sein kann, obwohl sie in der Tabelle unmittelbare Nachbarn sind und auch in dieser Saison Ambitionen auf die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb angemeldet haben.
Die Mannschaft von Kasper Hjulmand startete mit drei Pflichtspielniederlagen ins Fußballjahr 2026, schaffte zuletzt jedoch die Wende. Nach dem 1:0-Erfolg gegen Werder Bremen folgte ein überzeugendes 3:0 in der Champions League gegen den FC Villarreal. Die Werkself hat damit in der Bundesliga wieder Anschluss an die Spitzengruppe gefunden und trifft in den Play-offs der Königsklasse auf Olympiakos Piräus.
Ganz anders stellt sich die Lage in Frankfurt dar. Die Eintracht schied sang- und klanglos aus der Champions League aus und wartet in der Bundesliga nach vier Spielen im neuen Jahr auf den ersten Sieg. Der Abstand zu Platz sechs und Bayer 04 beträgt fünf Punkte. Zudem ist der Tabellenachte seit der Entlassung von Dino Toppmöller seit zwei Wochen ohne festen Cheftrainer. Auch im Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer 04 wird nicht Toppmöllers designierter Nachfolger Albert Riera, sondern weiterhin Interimstrainer Dennis Schmitt an der Seitenlinie stehen.
Alles zum Thema Bayer AG
- Fußball-Bundesliga „Noch nicht ausreichend“: Andrich nach Sieg selbstkritisch
- Fußball-Bundesliga Bayern nur 2:2 beim HSV - Frankfurt tief in der Krise
- Bayer 04 Leverkusen Die Werkself hat wieder Rückenwind
- Fußball-Bundesliga Leverkusen bindet U19-Talent Culbreath bis 2030
- Fußball So geht es weiter in der Champions League
- Champions League Tillman macht Bayer Leverkusen glücklich
- Champions League Leverkusen dominiert Villarreal und macht Playoffs klar
Wiedersehen mit Piräus in den Play-offs der Champions League
Hjulmand lassen all diese Baustellen beim Gegner jedoch kalt. „Dieses Spiel wird deswegen nicht schwieriger und nicht leichter. Es ist dasselbe“, betonte der 53-jährige Däne. Wohlwissend, dass seine Mannschaft mit einem Auswärtssieg im Deutsche-Bank-Park einen direkten Konkurrenten im Rennen um die Champions-League-Plätze 2026/27 entscheidend distanzieren könnte, ergänzte er: „Wir wissen nie genau, wie ein Fußballspiel laufen wird, aber unser Fokus liegt klar auf unserem Spiel.“
Treffen seine Profis – unabhängig von Spielphase und gegnerischer Ausrichtung – die richtigen Entscheidungen, könnte Bayer die Eintracht bis auf acht Punkte hinter sich lassen. Hjulmand rechnet mit unterschiedlichen Anforderungen: „Es wird Phasen mit hohem, aggressivem Pressing geben, aber auch einen Gegner, der im tiefen Block verteidigt. Gegen beide Strukturen müssen wir Lösungen finden.“
Gerade daran hatte es zuvor noch gehapert – etwa beim 1:4 gegen Stuttgart, dem 0:1 gegen Hoffenheim oder phasenweise beim 0:2 bei Olympiakos Piräus. Umso wichtiger waren die jüngsten Erfolgserlebnisse.
Ich denke, es sind keine Fehler, sondern Training.
„Siege sind wichtig, um dieses Extra-Feuer für die Entwicklung zu bekommen“, sagte der Coach des Tabellensechsten und verwies damit auf einen Vorteil gegenüber dem kommenden Gegner.
Ein Schlüssel liegt für Hjulmand im Umgang mit Rückschlägen. „Man spricht oft über Fehler, aber ich denke, es sind keine Fehler, sondern Training“, erklärte er. Solche Situationen verstehe er „als Übung, um besser zu werden“. Macht die Mannschaft strukturelle Fehler, sei es seine Aufgabe, die Struktur anzupassen. Individuelle Fehler hingegen müssten die Spieler selbst aufarbeiten. „Die Spieler sollten keine Angst haben. Für unser Spiel ist es wichtig, frei zu sein und mutige Entscheidungen zu treffen. Wir wollen uns in unserer Spielweise ausdrücken.“
Setzt seine junge, neu zusammengestellte Mannschaft diese Prinzipien um, winkt der dritte Pflichtspielsieg in Serie. Gelingt das nicht, könnte Frankfurt im Kampf um die internationalen Plätze wieder Boden gutmachen.
Voraussichtliche Aufstellungen:
Frankfurt: Kaua Santos; Kristensen, Koch, Amenda, Brown; Skhiri, Larsson, Doan, Götze, Knauff; Kalimuendo. — Leverkusen: Blaswich; Quansah, Andrich, Tapsoba; Vázquez, Fernández, García, Grimaldo, Tillman, Maza ; Schick. — SR.: Schröder (Hannover).

